Aktuelle Neuerscheinungen

Matthes & Seitz Berlin aktuell

  • »So long, Luise« ist Aufschrei und Liebeserklärung, Testament und Beichte - ein schonungsloser Rückblick auf das Leben einer gefeierten Schriftstellerin, der Gewissheiten restlos zertrümmert. »Hier im Park des alten Hotels weiß ich, dass ich viel besessen, so manches von eigener Hand errichtet habe und wir nichts weiter besitzen als die Fähigkeit und vielleicht das Talent, unter der Weide auf einer Sonnenliege ausgestreckt neu zu erschaffen, was wir vermeintlich bereits erlebt haben.« Nach »Mit heiler Haut« der zweite Roman der Französin Céline Minard bei Matthes & Seitz Berlin in der Übersetzung von Nathalie Mälzer.

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  •  Longlist Deutscher Buchpreis 2016

    Longlist Deutscher Buchpreis 2016

    »Wir müssen neue Wege finden, werde ich sagen, und es liegt an uns, damit zu beginnen, Margit, mein Mädchen, ich wollte dir schreiben, ich wollte schreiben: Ich musste weg von hier. Ich werde weitersprechen, ich werde nicht aufhören damit, ich werde sagen: Es soll keinen Aufschub geben, der Zeitpunkt ist gut gewählt.« Eines Tages lässt der pensionierte Lehrer Karl sein altes Leben zurück und macht sich auf die Suche nach dem Glück. Anna Weidenholzer erzählt in ihrem neuen Roman »Weshalb die Herren Seesterne tragen« von seiner eigenwilligen Erkundungsreise. Erscheint am 29. August 2016.

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  • »Wo aber nach wie vor erzählt wird, kann auch die Literatur jederzeit wieder neu auf den Plan treten. Weil Ökonomie und Literatur, Storytelling und literarisches Erzählen sich auf eine geteilte Lebenswelt beziehen, lassen sich Schwerpunkte und Grenzen jederzeit verschieben, lässt sich auch jederzeit anders und anderes erzählen. Und so mag das Storytelling die Hoffnung wachhalten, dass die soziale Irrelevanz der Literatur noch nicht so weit fortgeschritten ist.« Philipp Schönthaler zeigt in seinem neuen Essay »Das Portrait des Managers als junger Autor«, inwiefern das Erzählen Wirtschaft und Literatur verbindet.

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  • »Esther Kinskys Gedichte lesen unsere Welt mit allen Sinnen und horchen in vergessene, aber dafür nicht weniger konstitutive Schichten der Sprache hinein. Ein intensives und ergreifendes Selbstgespräch über Leid, Fremdsein, Tod und Gedächtnis.« Iain Galbraith über Esthers Kinskys neuen Gedichtband »Am kalten Hang«.

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  • »Das Leistungssubjekt ist frei von äußerer Herrschaftsinstanz, die es zur Arbeit zwingt und es ausbeutet. Es ist nur sich selbst unterworfen. Der Wegfall der äußeren Herrschaftsinstanz beseitigt jedoch die Zwangsstruktur nicht. Er lässt Freiheit und Zwang in eins fallen. Das Leistungssubjekt überlässt sich dem freien Zwang zur Maximierung der Leistung. So beutet es sich selbst aus.« Byung-Chul Han führt in den beiden Essays »Burnoutgesellschaft« und »Hoch-Zeit« seine Thesen aus der 2010 erschienenen »Müdigkeitsgesellschaft« weiter. Jetzt in erweiterter Neuauflage bei Matthes & Seitz Berlin.

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  • »Über dasjenige was ein Garten ist, besteht nicht nur - wie selbstverständlich - so viel verschiedene Meinung wie menschliche Verschiedenheit der Gärtner und Nichtgärtner: sondern es bestehen neben den Urteilen die Vorurteile jeder Art und Zeit, - warum nicht der unsern?« Rudolfs Borchardts ab 1938 im italienischen Exil entstandene Schrift »Der leidenschaftliche Gärtner« ist ein fulminanter Wurf: zugleich Geschichte einer Idee, Philosophie einer Kulturtechnik, Beschwörung des Paradieses und praktisches Handbuch für den Gärtner.

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