Der zweifache Booker-Preisträger erstmals auf Deutsch

1919: Major Brendan Archer, nach dem Ende des Ersten Weltkriegs aus der englischen Armee entlassen, reist an die irische Ostküste, um seine Verlobte zu heiraten. Das Wiedersehen mit der Tochter des Besitzers des Hotels Majestic verläuft allerdings gänzlich anders als erhofft, zumal die Verlobte bald darauf verstirbt. In der Zwischenzeit aber hat sich der Major bereits auf die verbliebene Schar von Katzen, skurrilen Dienern und Bewohnern eingelassen und wird immer tiefer in den Sog des Verfalls des riesigen ehemaligen Prachthotels und seines polternden Besitzers Edward Spencer hineingezogen. Die brillante, von absurdem Humor durchzogene Erzählung spielt vor dem Hintergrund der entscheidenden Jahre Irlands auf dem Weg zur Teilung des Landes. Die unerschöpflichen Facetten dieses jahrhundertealten Konflikts spiegeln sich wider in den verschiedenen Standpunkten der sehr lebensnah gezeichneten Figuren.
Eine Liebeserklärung an die schwarzen Vögel

Cord Riechelmann, »der einzige wirkliche Tierjournalist, den wir haben« (Jakob Augstein), erzählt die erstaunliche Natur- und Kulturgeschichte dieser klugen Vögel und stellt zwanzig Krähenarten vor, die er selbst auf fünf Kontinenten beobachten konnte. Sein Tierportrait vermittelt nichts weniger als den unvoreingenommenen Blick auf das scheinbar Vertraute.
Die unermessliche Vielfalt der Natur. Korbinian Aigners Gesamtwerk

In knapp achthundert Aquarellen zeichnete Korbinian Aigner Apfelsorten aus aller Welt. Seine Bildtafeln zeigen in Originalgröße kleine, große, gestreifte, gefleckte, gepunktete, runde, spitze, plattgedrückte, grüne, gelbe, rote, glänzende, blasse, schiefe, glatte oder schrumpelige Äpfel. In ihrer fast unüberschaubaren Fülle bieten die Äpfel- und Birnenbilder eine prächtige Einladung zum Schauen, zur Beschäftigung mit der uns umgebenden alltäglichen Natur. Kein Apfel gleicht dem anderen, jeder besitzt einen eigenen Charakter, eine eigene Schönheit.
Liebe, Kino, Bomben und Vernichtung

Am 24. Dezember 1942 beginnt die fünfzehnjährige Brigitte Eicke, Lehrling im Büro eines Kaufhauskonzerns in den Hackeschen Höfen in Berlin, Aufzeichnungen in einem kleinen Taschenkalender. Was als Kurzschriftübung beginnt, entwickelt sich zu einem ausführlichen Zeitdokument aus der Sicht eines jungen Mädchens. Sie schreibt über ihren Alltag in Berlin zwischen Prenzlauer Berg und Hackeschem Markt, von den Liebesbriefen von der Front, Küssen in dunklen Hausfluren, Zoff mit der Mutter, Luftschutzwachen, selbstgeschneiderten Kleidern und ausgelagerten Koffern, ihren Lektüren und Kinobesuchen, Bombenangriffen, den Heimabenden als BDM-Mädchen, bis zu Tänzen nach Grammophon und ihre Ausflüge nach Grünau oder zu den Verwandten jenseits der Oder. Zur selben Zeit fällt Stalingrad, werden die jüdischen Nachbarn abgeholt, Berlin zeitweise dreimal am Tag von Bombenflugzeugen angegriffen, erobert die Rote Armee die Stadt, ändert sich alles und gleichzeitig doch wenig. Aus dem BDM-Mädchen wird die Sekretärin im Antifaschistischen Jugendausschuss.
Rechfertigung des sinnlosen Reisens - Die Insel

Wassili Golovanovs Roman ist die literarische Überraschung Russlands der letzten Jahre: Mit unerhörter Intensität und getränkt von Mythen, Märchen und Legenden beschreibt der Journalist und Schriftsteller Wassili Golowanow seine Reisen auf eine einsame Insel in der östlichen Barentssee. Er entwirft eine Sinfonie der Region, die sich aus geologischen, mythischen und historischen Elementen zusammensetzt. Golowanow bereist damit nicht nur einen extremen Ort, sondern dringt auch in das Herz der russischen Seele vor.
























