Termine

31.01.2010 - 18.04.2010 Ausstellung: Alberto Giacometti Die Frau auf dem Wagen
Ab dem 31. Januar 2010 präsentiert die Stiftung Wilhelm Lehmbruck Museum - Zentrum Internationaler Skulptur, Duisburg eine einzigartige Ausstellung zum Werk des Bildhauers Alberto Giacometti (1901-1966). Mit Unterstützung der Fondation Alberto et Annette Giacometti, Paris, dem wissenschaftlichen und organisatorischen Partner des Lehmbruck Museums, werden rund 120 Werke und Fotografien als Leihgaben internationaler Museen und Privatsammler in Duisburg vereint.
Die Ausstellung wird begleitet von einem umfangreichen Rahmenprogramm.

Wilhelm Lehmbruck Museum, Friedrich-Wilhelm-Str. 40, 47051 Duisburg
22.02.2010 - 06.06.2010 Ausstellung: Literarische Salons der romantischen Ära
Was ist Geselligkeit? Über diese Frage dachte Rahel Levin (1771-1833) zeitlebens nach. Die Antwort fand sie bei Goethe: „Freunde, Gleichgesinnte, kommt herein!“ Seine jüdische Leserin beschwor „unsre höchsten Gedanken: und in und bei diesen müssen wir Gleichgesinnte haben; dies ist der höchste Punkt der Geselligkeit, und der tiefste: und daher der Quell und das Mobil aller, noch so geringfügig scheinender.“
Die Ausstellung befasst sich mit der Salonkultur der Zeit von 1800-1880. Sie basiert auf dem umfangreichen Nachlass, den Rahels Witwer Karl August Varnhagen von Ense (1785 - 1858) hinterlassen hat.
Zum 225. Geburtstag Varnhagens, am 21. Februar, wird die Ausstellung mit einem Vortrag von Dr. Nikolaus Gatter, dem Vorsitzenden der Varnhagen-Gesellschaft, Köln, über den Salonlöwen, der im Jahr der Revolution von 1848 zum Demokraten wurde und in den konservativen Kreisen Berlins fortan kein gern gesehener Gast mehr war eröffnet.

Marburger Haus der Romantik e.V., Markt 16, 35037 Marburg, Tel: 06421-917160; info@romantikmuseum-marburg.de
13.03.2010, 20:00 Gerald Stern: Alles brennt. Gedichte
Der amerikanische Lyriker liest zusammen mit seinem Übersetzer Thomas Pletzinger. Einführung und Gespräch: Hans-Gerd Koch.

Literaturhaus Berlin, Fasanenstr. 23, 10719 Berlin, Tel: 030/887 28 69, literaturhaus@berlin.de
15.03.2010 Gerald Stern in Deutschland ALLES BRENNT
Buchpremiere:
"Alles brennt. Gedichte" Gerald Stern in Deutschland. Lesung gemeinsam mit seinem Übersetzer Thomas Pletzinger
Adler & Söhne - Supernova
15.03.2010, 19:00 Premiere: Jean-Henri Fabre
Sehr geliebt habe ich die Souvenirs entomologiques von J.-H. Fabre, ein unvergleichliches Buch, das in der Leidenschaft des Beobachtens und der grenzenlosen Liebe zum lebenden Wesen der Bibel weit überlegen ist. Luis Buñuel

Jahrzehntelang widmete sich Jean-Henri Fabre der Beobachtung und Beschreibung der Insekten in ihrem Lebensraum: von der Grabwespe, dem Mistkäfer und der Gottesanbeterin über die Spinne bis hin zum Nachtpfauenauge. Dabei gelingen ihm literarische Gattungsbiografien, die zu den schönsten und einfühlsamsten aber auch genauesten Tierbeobachtungen zählen, die je geschrieben wurden.
Nun erscheinen Fabres Erinnerungen eines Insektenforschers in einer 10-bändigen Gesamtausgabe bei Matthes & Seitz Berlin.

Die Buchpremiere zu dem ersten Band der Werkausgabe wird eingeleitet von Bernhard Kochs Film zu Jean-Henri Fabre, anschließend wird die Schauspielerin Meike Schlüter aus den Erinnerungen eines Insektenforschers lesen. Christian Thanhäuser, der Illustrator, wird ebenfalls vor Ort sein und einige seiner Illustrationen präsentieren.
Mit freundlicher Unterstützung der Französischen Botschaft und des Berliner Institut Français.

Der Eintritt ist frei
Anmeldung bitte unter evolution@mfn-berlin.de

Sauriersaal, Museum für Naturkunde, Invalidenstr. 43, 10115 Berlin.
16.03.2010 Gerald Stern in Deutschland ALLES BRENNT
Gerald Stern, der große amerikanische Lyriker liest am 16. März in Hamburg im Jüdische Salon am Grindelhof 59
18.03.2010 Gerald Stern in Deutschland ALLES BRENNT
Begleitend zum Erscheinen seines ersten Buchs in deutscher Sprache:
Lesung auf der lit.Cologne
Alles brennt. Gedichte
18.03.2010, 17:30 Wolfgang Hegewald auf der Leipziger Buchmesse
Wolfgang Hegewald zu Gast im Forum Leipzig liest.

Leipzig liest Forum Halle 4, Halle 4, Stand D113
18.03.2010, 16:00 Thor Kunkel stellt seinen neuen Roman Schaumschwester in Leipzig vor
Leipzig liest Forum Halle 3 "buch aktuell", Halle 3, Stand E405
18.03.2010, 15:00 Präsentation von Sten Reens Debütroman Kornblum auf der Leipziger Buchmesse
Leipzig liest Forum Halle 3 "buch aktuell", Halle 3, Stand E405
18.03.2010 Heidi Sill - Ähnliche Wirkungen
Katalogpräsentation "Ähnliche Wirkungen"

Einführung und Gespräch mit Michael Tacke und Dr. Thomas Heyden
am 18. März 2010, 20-22h
Lothringer 13
Städtische Kunsthalle München | Gallery for Contemporary Art of the City of Munich

Lothringer Str. 13
81667 München

Die von Matthes & Seitz Berlin herausgegebene Publikation Ähnliche Wirkungen versammelt drei zentrale Werkgruppen der in Berlin lebenden Künstlerin Heidi Sill. In den Textbeiträgen von Gunter Reski, Ludwig Seyfarth und Marcus Steinweg beleuchten die Autoren die Arbeit der Künstlerin in autonomen Textbeiträgen aus ihrer jeweiligen Perspektive als Autor/ Künstler, Kunstkritiker und Philosoph.

Heidi Sill beschäftigt sich mit dem Zusammenhang zwischen Physiognomie und Personalität. Dabei bildet sie in der Werkgruppe der skins die Silhouetten von Menschen ab und setzt sie in einem zeichnerischen Prozess neu zusammen. Sie untersucht einerseits den Begriff der Schönheit in unserer Gesellschaft als körperliches Phänomen; andererseits richtet sich ihr Interesse auf die Individualität, die sich in dieser äußeren, zuweilen fast genormten Kontur sichtbar erhält.

Die Reduktion der Vielfalt physiognomischer Eigenheiten reduziert die Menschen durchaus nicht zum unterschiedlosen entindividualisierten Objekt. Heidi Sill leitet vielmehr wie in den physiognomischen Studien des 19. Jahrhunderts aus dem Einzelphänomen Spuren des Allgemeinen ab. Dabei verdichtet sich die Summe der Einzelmerkmale zu einer Typologie der Standards und Abweichungen. Die Zeichnung bildet ab was sein könnte, wenn man statt des fotografischen Details die Vielgestalt der Wirklichkeit hinter den äußeren Oberflächen erfassen könnte.

In dem Werkkomplex der cuts und models beschäftigt sich die Künstlerin mit einem vergleichbarem Problem. In den Collagen, werden durch Schnitte und Überlagerungen die normativen Prinzipien von „Schönheit“ untersucht. Hinter der glamourösen Oberfläche lauert quasi als natürliches dahinter ein möglicher Abgrund aus Verletzbarkeit und Zerstörung. Die Lust des Betrachters an der Oberfläche ist immer auch ein Spiel mit einem möglichen – oder unmöglichen – Dahinter. Mit dem Skalpell als Werkzeug der Collage seziert Heidi Sill die glänzenden und retuschierten Bilder auf ein mögliches Verborgenes hin, und offenbart dabei wie sich der flüchtige und affizierende Glamour plötzlich in das Gegenteil verkehren kann.

Diese Befragung der Oberfläche verkehrt sich bei den models gleichfalls in ihr Gegenteil: statt die Oberfläche zu durchdringen, transparent zu machen und sie zu überlagern, wird auf die Gesichter eine zusätzliche Schicht aufgetragen. Diesmal nicht als Schnitt auf der Suche nach einem möglichen Dahinter, sondern als Faktur, welche die Makellosigkeit der inszenierten Gesichter unterminiert, sie möglicherweise aus ihrer Konformität befreit und zu verletzbaren Individuen macht.



Die Publikation umfasst 120 Seiten mit 64 Abbildungen und wurde mit freundlicher Unterstützung der Erwin und Gisela von Steiner-Stiftung München und der Stiftung Künstlerdorf Schöppingen realisiert.
19.03.2010, 20:00 Gerald Stern in Deutschland ALLES BRENNT
Begleitend zum Erscheinen seines ersten Buchs in deutscher Sprache:
Lesung im Rahmen der Leipziger Buchmesse:
Kleiner Saal der Schaubühne Lindenfels
Alles brennt. Gedichte

5 Euro zzgl. Baufuffziger.
Abendkasse: 7/5 (ermäßigt) Euro zzgl. Baufuffziger.
Schaubühne Lindenfels, Karl-Heine-Str. 50, 04229 Leipzig
19.03.2010, 15:30 Piotr Sommer auf der Leipziger Buchmesse
Piotr Sommer, Gast des Berliner Künstlerprogrammes des DAAD, polnischer Dichter, Übersetzer und Chefredakteur der renommierten Literaturzeitschrift Literatura na Świecie ist zu Gast beim
Forum Kleine Sprachen - große Literaturen
.
19.03.2010, 17:30 Victoras Pivonas liest aus seinem neuen Roman Talisman
Sachbuchforum Halle 5, Halle 5, Stand B101
19.03.2010, 20:00 Suchers Leidenschaften: Arthur Schnitzler
C. Bernd Sucher und ein Schauspieler der Schaubühne widmen sich leidenschaftlich: Arthur Schnitzler.
Eintritt: 12,- / ermäßigt 8,- Euro
Literaturhaus Berlin, Fasanenstr. 23, 10719 Berlin, Tel: 030/887 28 69, literaturhaus@berlin.de
19.03.2010, 17:00 Podiumsdiskussion zum Thema "Krise! Welche Krise?"
Mit László Földényi, Andri Snær Magnason, Friedrich Christian Delius.
Leipziger Buchmesse: Café Europa, Halle 4, Stand D505
20.03.2010 WDR 3 zu Besuch bei Paul Bowles
Die halbe Welt pilgerte zu Paul Bowles nach Marokko. Zum 100. Geburtstag des großen amerikanischen Autors ist der Künstler als junger Mann zu entdecken, der bei Gertrude Stein klingelt und bei Kurt Schwitters. Und der Musiker Bowles, der spielerisch modern komponierte. Eine WDR 3-Live-Sendung mit Konzert und Lesung, Feature und Gesprächen. Mit: Pociao und Roberto de Hollanda, Ulrike Haage, Michael Roes. Mod.: Claudia Kramatschek und Michael Struck-Schloen

Paul Bowles wurde 1910 in New York geboren und starb 1999. Früh erkannte man seine schriftstellerische und musikalische Gabe. In den Vereinigten Staaten arbeitete er als Komponist für Kammer- und Theatermusik und schrieb Theaterkritiken. Er setzte sich vor allem mit den Abgründen der amerikanischen Gesellschaft auseinander und zählt als Verfasser von Romanen und Erzählungen zu den bedeutendsten amerikanischen Autoren des 20. Jahrhunderts.

Der Eintritt ist frei!
Wallrafplatz Köln, WDR, Kleiner Sendesaal
→ Festival Litcologne
→ WDR Ankündigung
20.03.2010, 13:30 Warlam Schalamow Künstler der Schaufel
Lesung und Gespräch zu Schalamows drittem Band der Erzählungen aus Kolyma im Berliner Zimmer auf der Leipziger Buchmesse, Halle 5, D 321.
20.03.2010, 10:30 Gabi Leupold und Franziskan von Thun-Hohenstein stellen den dritten Band der Erzählungen aus Kolyma von Warlam Schalamow vor
Leipzig liest Forum Halle 5, Halle 5, Stand E600
20.03.2010, 13:00 László Földényi: Krise! Welche Krise?
Der ungarische Autor präsentiert seinen Essay. Moderation: Lothar Müller.

Leipziger Buchmesse: Café Europa, Halle 4, Stand D505
21.03.2010, 11:00 Präsentation: Jean-Henri Fabre
Mit einem Fabre-Film von Bernhard Koch, den Illustrationen von Christian Thanhäuser und einer Lesung mit der Schauspielerin Meike Schlüter.
Mit freundlicher Unterstützung der Französischen Botschaft und des Institut Français.
Naturkundemuseum, Lortzingstraße 3, 04105 Leipzig, Vortragssaal 3. Etage.
21.03.2010, 12:00 Schicksallosigkeit
László Földényi stellt sein Imre Kertész-Wörterbuch vor. Moderation: Lothar Müller.

Leipziger Buchmesse: Café Europa, Halle 4, Stand D505
22.03.2010, 20:00 Europäische Momente
Mit Guy Helminger, Luxemburg, Marko Pogacar, Kroatien, Immanuel Mifsud , Malta, Ana Maria Sandu, Rumänien, László Végel, Serbien.
Moderation: Jörg Plath Literaturkritiker, Berlin

Seit Jahren erheben „Kleine Sprachen – Große Literaturen“ ihre Stimme auf der Leipziger Buchmesse. Anschließend ist die Literaturwerkstatt Berlin der Ort, an dem das große Leipziger Vorlesen mit der Nachlese abschließt. Fünf Autoren lesen Prosa und Lyrik – Zeit für Entdeckungen in kleinen großen literarischen Landschaften, Gelegenheit für Überraschungen, Lesen in fremden Sprachen samt Übersetzung. Der junge Lyriker und Post-Punk-Schlagzeuger Marko Pogacar (*1984) liest seine Gedichte aus „Botschaften an gewöhnliche Leute“ (Edition Korrespondenzen 2010) – z. B. eines an die Schneiderinnen (in den Fabriken und zu Hause). Immanuel Mifsud (*1967) stellt Auszüge aus seinem Band „Stejjer Li Ma Kellhomx Jinkitbu“ (Geschichten, die nicht hätten geschrieben werden sollen) vor. Auf Malta wurden seine Texte wegen ihres angeblich obszönen Inhalts äußerst kontrovers diskutiert. Guy Helminger (*1963), der „Luxemburger Kreativberserker“, liest aus seinem Roman „Morgen war schon“ (Suhrkamp Verlag 2007) und Ana Maria Sandu (*1964), deren Bücher von der Kritik begeistert aufgenommen werden, liest aus ihrem Roman „Das Mädchen aus dem Schattenhaus“. László Végel (*1941), auf Ungarisch schreibender Autor aus Serbien, liest aus „Exterritorium“ (Matthes & Seitz Berlin 2007), der schonungslosen Chronologie eines Krieges.

Eine Gemeinschaftsveranstaltung der Literaturwerkstatt Berlin mit Traduki, dem Ministère de la Culture, de l’Enseignement Supérieur et de la Recherche – Luxembourg, der Botschaft des Großherzogtums Luxemburg, der Botschaft der Republik Malta, dem Rumänischen Kulturinstitut „Titu Maiorescu“, dem Kulturministerium der Republik Serbien und der Botschaft der Republik Serbien.
Eintritt: 5/3 EU

Literaturwerkstatt Berlin, Knaackstr. 97, 10435 Berlin
22.03.2010, 20:00 Piotr Sommer Im Dunkeln auch
Piotr Sommer liest aus seinen Gedichten (deutsch/polnisch), Renate Schmidgall wird einführen und übersetzen.

Piotr Sommer, geb. 1948 in Wałbrzych, gilt als eine der bedeutendsten Stimmen der neueren polnischen Lyrik. Er lebt als Dichter, Übersetzer aus dem Englischen und Chefredakteur der renommierten Literaturzeitschrift Literatura na Świecie in Sulejówek bei Warschau. Seit 1977 erschienen von ihm acht Gedicht- und zwei Essaybände auf Polnisch, sowie zahlreiche Übersetzungen aus dem Englischen u.a. von J. Ashbery, R. Lowell, A. Ginsberg, F. O’Hara und S. Heaney. Seit den 80er Jahren unterrichtet er regelmäßig an Universitäten in den USA. Auf Deutsch erschien von ihm zunächst Ein freier Tag im April (Ed. Korrespondenzen, 2002). 2007/08 war Sommer Gast des Berliner Künstlerprogramms des DAAD: sein Band Im Dunkeln auch (2010) ging aus diesem Aufenthalt hervor.
„Sommer […] verweigert sich poetologischen Geboten und Verboten ebenso wie den Restriktionen der Moderne oder Postmoderne. Wenn er etwas aus einem Gedicht ausschließt, dann nicht, um eine Gegenposition zu beziehen, sondern […] um auf stets neue und – mit einem seiner Lieblingsadjektive gesprochen – unvorhersehbare Weise sprechen zu können. […] Gerade diese Neugier […] bewirkt eine Öffnung für alles, was die Zeit mit sich bringt […]. Den unvermeidlichen Verlusten stellt diese Lyrik hartnäckig die unerschöpflichen und eben unvorhersehbaren Verbindungen zwischen den Dingen entgegen […], durch die uns die Welt zu erkennen gibt, dass sie existiert.“ (Jakub Ekier)

Renate Schmidgall, geb. 1955 in Heilbronn, studierte Slavistik und Germanistik in Heidelberg. 1984-1996 tätig am Deutschen Polen-Institut in Darmstadt; seitdem freie Übersetzerin (u. a. von P. Huelle, A. Stasiuk). 2009 wurde sie mit dem Karl-Dedecius-Preis ausgezeichnet.

Eintritt €7,00 / €5,00
Stiftung Lyrik Kabinett, Amalienstrasse 83/Rückgebäude, 80799 München, Tel: 0049 - (0) 89 - 34 62 99, info@lyrik-kabinett.de
25.03.2010 Vernissage der Ausstellung Gerhard Rühm Die Ambivalenz des Konkreten
Es gibt viele Gründe, Gerhard Rühm zu ehren. Sein 80. Geburtstag ist nur einer davon — die Tatsache, dass er dem MUMOK großzügige Schenkungen aus seinem Schaffen der 1950er und 1960er Jahre zukommen ließ, ein mindestens ebenso wesentlicher anderer. Der immer noch Wesentlichste bleibt aber sein Werk, das Rühm von Anfang an in einer Vielzahl an Medien — sowie vor allem immer wieder grenzüberschreitend — entwickelt hat. Ausgehend von der Musik — er ist ausgebildeter Pianist — über die Dichtung zur bildenden Kunst umfasst sein Oeuvre bis heute eine bemerkenswerte Bandbreite. Die Ausstellung stellt Beispiele aus Rühms frühem, im Kontext der Wiener Gruppe entstandenen Schaffen, Werken aus späteren Perioden gegenüber und streicht dabei insbesondere einen durchgehend zu findenden Aspekt heraus: Die Arbeit mit dem Elementaren, Konkreten, Faktischen. Wie etwa den ihrer Fixierung auf Aussagen enthoben als Material eingesetzten Instrumenten der Sprache oder den als tatsachengetreu begriffenen Bildern der Schattenrisse. Mit diesen operiert Rühm dann allerdings in einer Weise, die deren bedeutungsmäßige Ambivalenz wie auch das potentielle Umkippen ihrer Lesmöglichkeiten ins Alogische augenscheinlich werden lässt.

MUMOK - Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien, Museumsplatz 1, A-1070 Wien, Tel:0043-1-525 00
25.03.2010, 19:00 Frühlingsfest Edition Thanhäuser
Zum alljährlichen Frühlingsfest im Literaturhaus lädt 2010 die Edition Thanhäuser – mit DYAS, den beiden Bajanvirtuosen Drenska Yova (Bulgarien) und Andrej Serkow (Ukraine) sowie den Autoren und Weggefährten László Márton, Andrea Grill und Frank Tichy. Moderation: Ludwig Hartinger (Wortlandstreicher und Herausgeber) und Christian Thanhäuser (Verleger und Holzschneider). Heurigenbuffet mit Wein: Maria Gruber (Mittelberg).
Bereits um 19 Uhr wird zur Finissage der Thanhäuser-Ausstellung der Dokumentarfilm
L´HARMAS – DAS BRACHLAND. Im Insektengarten von Jean-Henri Fabre (2009, 45 Minuten) von Bernhard Koch gezeigt. Informationen zum Film und Trailer unter www.schwarzer-panther-film.com

Eintritt 10/9/8 Euro
Literaturhaus Salzburg, Strubergasse 23/H.C. Artmann-Platz, A-5020 Salzburg, Telefon +43 662 / 422 411 , info@literaturhaus-salzburg.at
28.03.2010 Brigitte Burmeister im Literaturforum im Brecht-Haus
Die Autorin von Die Sinne und der Sinn. Erkundungen der Sprachwelt Claude Simons ist zu Gast im Literaturforum im Brecht-Haus.
Moderation: Thomas Stölzel.

Literaturforum im Brecht-Haus, Chausseestraße 125, 10115 Berlin-Mitte Tel: 030 28 22 003
28.03.2010 Gerhard Rühm beim Innsbruck Osterfestival
Sprechkonzert mit Gerhard Rühm und Monika Lichtenfeld
28.03.2010, 00:00 Die ersten und die letzten Dinge. Bloy, Jünger und die Eschatologie des Krieges
Alexander Pschera zu Gast beim XI. Jünger-Symposion im Kloster Heiligkreuztal(26.-28. März).

Anmeldung für das Symposium: juengerfreunde@gmx.de
Kloster Heiligkreuztal, Am Münster 11, 88499 Altheim
06.04.2010, 20:00 Buchvorstellung: Rahel. Ein Buch des Andenkens für ihre Freunde
Moderation: Andreas Isenschmid
Schon kurz nach Rahel Varnhagens Tod 1832 – und noch von ihr selbst redigiert – von ihrem Mann Karl August Varnhagen erstmals als Privatdruck für den unmittelbaren Freundeskreis publiziert, wurde das Buch des Andenkens 1833 von Varnhagen auf vielfache Nachfrage hin auch für die breite Öffentlichkeit herausgegeben. Die darin versammelten Briefe und Tagebuchauszüge Rahels zeugen von intimer Vertrautheit mit Geistesgrößen ihrer Zeit. Schleiermacher, Fichte, Fouqué, Chamisso, die Brüder Schlegel, Wilhelm von Humboldt, Heinrich Heine und viele andere fanden in Rahel eine ebenbürtige Brief- und Gesprächspartnerin. Im Buch des Andenkens offenbart sich Rahel als eine der großen Schriftstellerinnen Deutschlands. Der Zeit und dem Rang nach ist sie die erste Jüdin der deutschen Literatur.

Literaturforum im Brecht-Haus, Chausseestraße 125, 10115 Berlin-Mitte Tel: 030 28 22 003
06.04.2010, 20:30 Das zweite Gesicht der Welt
Erzählungen aus Kolyma

Die Übersetzerin Gabriele Leupold, Michael König und Markus Hering lesen Warlam Schalamow.

Vestibül, Das Restaurant im Burgtheater, Dr. Karl Lueger-Ring 2, 1010 Wien, T: +43(1)53249 99
→ Veranstaltungsankündigung Burgtheater
13.04.2010, 20:00 Esther Kinsky zu Gast bei den Offenburger Literaturtagen WortSpiel 2010
Irgendwo am Rande der Welt und doch mitten in Europa träumen Menschen von der Liebe und der Freiheit. Üdülö, eine ungarische Feriensiedlung am Fluss, wird alljährlich zum Zufluchtsort vor der unerträglichen Hitze. Üdülö ist der Ort der Sehnsucht, der Ort der Linderung verspricht und für jeden eine andere Bedeutung hat. In dieser Einöde, an der Grenze zu Rumänien, verändert sich alles mit den Jahrszeiten und scheint doch immer gleichzubleiben. Esther Kinsky erzählt in ihrem Buch von Träumen und trostloser Realität in einer wunderbar sinnlichen Sprache.
Moderation: Sibylle Reiff-Michalik
Vorverkauf: 7 € / 5 € (ermäßigt)
Abendkasse: 8 € / 6 € (ermäßigt)

Stadtbibliothek Offenburg, Weingartenstr. 32/34, 77654 Offenburg, 0781/82-2711
22.04.2010, 20:00 Wolfgang Hegewald und Andreas Rötzer zu Gast im Kulturwerk West in Hamburg
Wolfgang Hegewald, Bachmann-Preisträger und in den Achtzigern gefeierter Schriftsteller, legt nach zwölf Jahren beim Verlag Matthes & Seitz Berlin wieder einen Roman vor. Held und Erzähler ist der Schriftsteller Nathan Niedlich (N.N.), dem der erfolgreiche Durchbruch nicht gelingen will. Voller Sprachwitz und Ironie gibt der „Kolportageroman“ Einblicke in den literarischen Betrieb, „...so gelungen, so leicht und witzig.. zeigt auch dieses Bändchen, dass Hegewalds Sprache fast alles kann: er kann das Schwere leicht erzählen, er kann die Originalität des Lebens in Worte fassen...“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung).
Im anschließenden Gespräch mit Wolfgang Hegewald und Andreas Rötzer geht es u.a. um das Verhältnis Autor und Verleger, das Schreiben und Bücher verlegen, um den Literaturbetrieb und Verlagsprogramme. Und um den Verlag Matthes & Seitz Berlin.
Stephan Samtleben, Inhaber der Buchhandlung Samtleben (www.buchhandlung-samtleben.de ), führt in den Abend ein und wird das Gespräch moderieren

Kultwerk West, Kleine Freiheit 42 an der Ecke Simon-von-Utrecht-Straße / Holstenstraße (schräg gegenüber der Endo-Klinik), 22767 Hamburg
24.04.2010, 18:00 Deutsch-Ungarisches Autorentreffen Budapest 2010
Lesung und Gespräch mit Noémi Kiss und Tilmann Rammstedt.
Moderation: György Dalos

Goethe-Institut Budapest, Ráday utca 58., 1092 Budapest, Ungarn, Tel: +36 1 3744070
01.06.2010 Heidegger und die Philosophie
Emmanuel Faye über "Heidegger und die Philosophie" an der FREIEN UNIVERSITÄT BERLIN
08.06.2010, 19:00 Wolfgang Hegewald zu Gast in München
Wolfgang Hegewald, Autor von Fegefeuernachmittag, wird zusammen mit Ingried Wohllaib zu Gast in der Bayerischen Akademie der Schönen Künste sein.
Bayerische Akademie der Schönen Künste, Max-Joseph-Platz 3. 80539 München, Tel:089/29 00 77-0
17.09.2010 - 09.01.2011 Ausstellung: ...Giacoemtti, Hodler, Klee...
Das Kunstmuseum Bern ist das älteste Museum der Schweiz mit einer permanenten Sammlung. Im Herbst 2010 können dank einer einmaligen Gelegenheit über 150 Meisterwerke aus dem Bestand dieses Hauses in München bewundert werden. Ausgewählt wurden Gemälde, Papierarbeiten und Skulpturen, die alle von in der Schweiz geborenen Künstlern geschaffen wurden. Die Auswahl repräsentiert also nicht nur die Sammlung des Kunstmuseums, sondern spiegelt auch die Entwicklung der Kunst unseres Nachbarlandes. Die Ausstellung beginnt mit Altartafeln des Berner “Nelkenmeisters” aus dem 15. Jahrhundert, in dem die Eidgenossenschaft als vom Heiligen Römischen Reich unabhängig anerkannt wurde. Porträts aus dem 16. bis 18. Jahrhundert zeigen, wie der Protestantismus die Bildkunst der Alpenrepublik stark beeinflusste. Majestätische Bergpanoramen reflektieren dann die Idee eines Nationalstaats, wie ihn Schillers „Wilhelm Tell“ (1804) verklärt und der seit 1848 auch völkerrechtlich anerkannt wurde. Räume, die einzelnen Künstlern gewidmet sind - von Anker über Böcklin zu Hodler - verdeutlichen eine Entwicklung, die auch außerhalb der Kantonsgrenzen an Bedeutung gewinnt, um mit Giacometti, Klee, Oppenheim oder Tinguely die internationale Bühne zu betreten. Zeitgenössische Akzente setzen schließlich Künstler wie zum Beispiel Pipilotti Rist.

Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung, Theatinerstraße 8, 80333 München, Tel:0 89 22 44 12, kontakt@hypo-kunsthalle.de
20.11.2010 - 06.03.2011 Ausstellung: Alberto Giacometti. Der Ursprung des Raumes
Umfassende Retrospektive des reifen Werkes

Kunstmuseum Wolfsburg, Hollerplatz 1, 38440 Wolfsburg, Tel: (05361) 26690,