Alff

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Alff

256 Seiten, Hardcover (gebunden)

Erschienen: 2015
ISBN: 978-3-95757-142-7
Preis: 18,00 €

Benjamins Leiche wird in einen Zaun genäht aufgefunden. Er ist das erste Opfer des »Vollstrickers«, einem Phantom, das die Bewohner des Städtchens Beetaville in Angst und Schrecken versetzt. Jeder von Benjamins Mitschülern der High & Low Highschool reagiert anders: Sie werden zu Detektiven und Reportern, gründen Bands, reißen sich Finger ab, fallen voll Lust übereinander her oder nehmen ihre Eltern als Geiseln. Nach dem Fund einer zweiten Leiche wird Agent Donna Jones vom FBI eingeschaltet, verzweifelt aber an dem schier unlösbaren Fall. Erst als er den eigenen Sohn als Köder auslegt, kommt Bewegung in seine Ermittlungen. Jakob Nolte schafft mit diesem Murder-Mystery-Thriller eine rasante Groteske über die USA der 90er Jahre zwischen dem Tod Kurt Cobains und 9/11. Mit Wortgewalt begleitet er seine sonderbaren Protagonisten beim abgründigen Prozess des Erwachsenwerdens. Ein hochtouriger Roman irgendwo zwischen Twin Peaks und Gottfried Benn, der die Leser in seinen Bann zieht und nicht mehr loslässt.

Jakob Nolte erhält den Kunstpreis Literatur 2016 (Förderpreis) für »ALFF«.

Pressestimmen

»In Jakob Noltes Debütroman trifft die Morbidität von True Detective auf den Irrwitz Helge Schneiders, beim lustvollen Spielen mit Referenzen und Stilen.«
- Kultur Spiegel

»ALFF ist in seiner Überdrehtheit, seiner Komik und Drastik keineswegs ein realistischer Text, eher eine Parodie auf Konventionen der Gattung, auf den Detektivroman, den Bildungsroman, den Institutionenroman…«                    
- Wolfgang Hottner, Merkur
 
»›Alff‹ ist das frechste literarische Debüt seit Langem. Eins auf der Höhe der Zeit.«
- Andreas Ammer, Deutschlandfunk

 

»Bei Jakob Nolte werden wir in Alff hineingerissen in ein furioses, auch furchtloses Amalgam von Stilen, Motiven und kulturgeschichtlichen Anspielungen; ein Amalgam, das bewusst wacklig zusammengehalten wird von einer Serienmörderstory, eine Art „künstliches Paradies“, das mit den vorwiegend jungen Akteuren Authentizität als Effekt behauptet und mit ihnen auf überraschende und erhellende Weise eine Parallelwelt schafft, die unserer eigenen doch erschreckend nahe kommt.«

»Was klein und harmlos als Coming of Age Geschichte einer verunsicherten Jugend angesichts grausamer Morde in einer fiktiven us-amerikanischen Kleinstadt der 90er beginnt, wächst sich aus zu einer Persiflage auf Entwicklungsromane, zur lustvollen Beschreibung der Selbstreferentialität von Möchtegernautoren, unterbrochen von knappen Dialogen, hinter denen gähnende Abgründe lauern.«
- Harald Asel, Laudatio Kunstpreis Lotto Brandenburg