Briefe an Henriette Itta Blumenthal

Briefe an Henriette Itta Blumenthal
Briefe an Henriette Itta Blumenthal

175 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag

Übersetzung: In Zusammenarbeit mit Michael Dettbarn, Felix Gerloff, Susanne Jany, Daniele Vecchiato und Kathrin Wittler

ISBN: 978-3-88221-698-1
Preis: 19,90 €

Peter Weiss – eine literarische Trouvaille

»Liebe Itta – deine Briefe sind mir schon zu etwas ganz Unentbehrlichem geworden und jeden Tag, wenn ich in den Briefkasten vorm Haus sehe, tue ichs mit dem Gedanken: ob wohl von dir etwas dabei ist«, schrieb der 24-jährige Peter Weiss im Frühjahr 1941 an Henriette Itta Blumenthal. Ihr Briefwechsel erstreckt sich über zwei Jahre, von April 1941 bis Mai 1943; die Briefe sind das Zeugnis einer kurzen, aber intensiven und intimen Freundschaft und Selbstoffenbarung und markieren den Anfang einer Seelenforschung, die Peter Weiss über zwei Psychoanalysen schließlich zur Niederschrift seiner autobiografisch inspirierten Romane führt.

Henriette Itta Blumenthal, geboren als Henriette Rosenberg 1904 in Fryštát/Tschechien. Mit 19 Jahren heiratete sie Ernst Blumenthal, doch die Ehe wurde bald wieder aufgelöst. Im Herbst 1941 emigrierte sie von Göteborg aus in die USA, wo sie sich zur Psychoanalytikerin ausbilden lässt. Sie starb 1995 in New York.

Pressestimmen

»Die Leser bekommen von Peter Weiss mit diesem Buch ein wichtiges werkbiographisches Dokument in die Hand, das nicht nur wissenschaftliches Interesse bedient, sondern das problematische Werden des Autor Peter Weiss neu beleuchtet.«
Christian Schärf, FAZ, 1. Dezember 2011


»Die Briefe an die Blumenthal können als frühe Skizzen von Weiss autobiographischen Romane gelesen werden … Es ist das Verdienst der Brief-Edition, diesen Aspekt beleuchtet zu haben. Man fragt sich, warum diese aufschlussreichen Briefe erst jetzt erscheinen.«
Jürgen Nielsen-Sikora, Glanz&Elend, 5. September 2011


»Die Edition, die Angela Abmeier und Hannes Bajohr besorgt haben, zeichnet sich durch umsichtige, ausführliche Anmerkungen und ein kontextualisierendes Vorwort aus, welches auch jene Leser in die Materie einführt, die noch nicht mit dem frühen Peter Weiss vertraut sind.«
Beat Mazenauer, Literaturkritik.de, 2. August 2011


»Wer Motiven in den Schriften von Peter Weiss nachgehen will, der findet hier viele Grundbausteine zum Verständnis des Werks und des schweren Weges, den der Autor vom bindungslosen Künstler zum engagierten, sozialistisch orientierten Schriftsteller zu durchschreiten hatte.«
Lutz Volke, Ossietzky, 25. Juni 2011


»Die Briefe sind vor allem ein beeindruckendes Dokument der Weiss'schen Selbstbefreiung, vor deren Hintergrund seine frühen Romane sich erhellen.«
Neue Westfälische, 16./17. Juli 2011