Das Attentat

Kritik der paranoischen Vernunft

Das Attentat
Das Attentat
Kritik der paranoischen Vernunft

768 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag

Erschienen: 2010
ISBN: 978-3-88221-537-3
Preis: 39,90 €

Von Caesar bis John Lennon Selbstmordattentäter und Schoolshooter

Das Attentat ist eine im politischen und gesellschaftlichen Alltag allgegenwärtige Möglichkeit: Politiker, Stars, Prominente und ganze Staaten schützen sich mit immer mehr Bodyguards und rigiden Sicherheitssystemen gegen eine offenbar wachsende Bedrohung. Manfred Schneider geht in seinem faszinierenden Buch der Geschichte, den Formen und Folgen des Attentats auf den Grund. An einer Vielzahl von Beispielen, von Brutus’ Cäsarenmord, über die Ermordung Marats, John F. Kennedys oder John Lennons, bis hin zu den Selbstmordattentaten unserer Tage, skizziert er die psychologische Struktur des Attentäters, dessen Tat immer für die Öffentlichkeit bestimmt ist. Stets will der Täter das Bild der Macht zerschlagen und selbst im Auge der Welt erscheinen. Mit diesen Taten geht aber auch eine Geschichte ihrer Interpretationen einher: Fragen nach den Gründen, den Verschwörungen und den Wirkungen auf die Geschichte. Schneider zeigt, dass sich die Paranoia der Täter in der Paranoia der Interpreten wiederholt und heute im Wahn einer Hochsicherheitsgesellschaft ihr Ziel erreicht.

Stimmen



»...ein Grundlagenwerk zum Attentat.«
Thomas Humnitzsch, diesseits.de, 29. August 2011

»Detailgetreu und mit psychologischem Tiefblick liefert Manfred Schneidre einen kompletten Querschnitt der Geschichte der Attentate und der der Attentäter.«
Anna Katharina Gerhardt/Lisa Hühner, Satz!, Juli 2011



»Was im Hintergrund dieser opulenten und materialreichen Studie stets mitläuft, ist eine Geschichtsmetaphysik, die in Umrissen erkennbar wird, ohne dem Werk das Geringste von seiner Spannung und Brillianz zu nehmen.«
Sigrid Löffler, Falter, 4. Mai 2011

»[Ein] Buch, das viel Lesevergnügen bietet; es ist gelehrt, unterhaltend, witzig und elegant geschrieben.«
Liesel Schulze-Meyer, Medienspiegel der Deutsch-Maghrebinischen Gesellschaft, März 2011

»Der Bochumer Literaturwissenschaftler Manfred Schneider geht in Das Attentat der Geschichte, den Formen und Folgen des Attentats auf den Grund. Durch seine akribische Aufarbeitung der Geschichte hilft Schneider das Unbegreifliche verständlicher zu machen, ohne dabei die Bedrohung zu verdrängen.«
Nicole Schmutte, ARD Aktuell, Dezember 2010

»[Ein] faszinierende[s] Buch.«

rbb-Kulturradio, 20. Dezember 2010

»Eindrucksvoll schildert Schneider das staatliche System der Paranoia, das den Attentäter ständig mitdenkt, bei jedem Staatsbesuch und jedem öffentlichen Auftritt. [E]ine fesselnd geschrieben[e] Abhandlung.«

André Weikard, vorwaerts.de, 30. Dezember 2010


»In uns allen schlummert, genau besehen, ein kleiner Paranoiker: Wir haben es bei der Paranoia – wie schon der Aufklärer Immanuel Kant wusste – mit einer Tätigkeit der Vernunft zu tun.«

Bayerischer Rundfunk, 7. Dezember 2010


»Das Attentat ist ein umfassend wirksames Antidot gegen das Gift von Verschwörungstheorien - und noch viel mehr. (Das Buch) lässt sich auch als Baustein zu einer Theorie der modernen Politik verstehen.«

René Aguigah, Literaturen, Dezember 2010


»Von Caesar bis John Lennon, von der Bombe gegen Hitler bis zum 11. September: Der Germanist Manfred Schneider beschreibt in seinem neuen Buch Das Attentat – Kritik der paranoischen Vernunft den Furor von Attentätern und die wahnhafte Reaktion der Gesellschaft darauf. Eine mächtige Art der Weltwahrnehmung.«

Eren Güvercin, der Freitag, 25. November 2010

»Schneiders Verdienst ist auch, anschaulich zu machen, wie sehr ein Anschlag die Saat für den nächsten auslegt, wie sehr die Attentäter sich gegenseitig zitieren und nachahmen.«
André Weikard, Frankfurter Neue Presse, 22. November 2010

»Stilistisch brillante Darstellungen bekannter Attentate, luzide, ungemein anregende Analysen politischer Konstellationen«
Adam Soboczynski, Die Zeit, 11. November 2010

»So bietet Schneider viele inspirierende, überraschende Einsichten in diesem lesenswerten Band.«
Pascal Fischer, Südwestrundfunk, 31. Oktober 2010


»... das politische Buch der Saison.«
Claus Leggewie, Deutschlandradio Kultur, 31. Oktober 2010

»Eine umsichtige, gelehrte, elegante, anregende Studie.«
René Aguigah, Deutschlandradio Kultur, 23. September 2010

»Eloquent und ausführlich.«
Urs Hafner, Neue Zürcher Zeitung, 04. Oktober 2010


  • Manfred Schneider