Das Blau des Himmels

Roman

Das Blau des Himmels
Das Blau des Himmels
Roman

224 Seiten, Hardcover (bedruckter Schutzumschlag)

Übersetzung: Sigrid von Massenbach, Hans Naumann

Erschienen: 2006
ISBN: 978-3-88221-763-6
Preis: 19,80 €
Vergriffen, Termin Neuauflage unbestimmt

Literarischer Markstein des 20. Jahrhunderts

Das Blau des Himmels ist eine gewaltige Eruption, ein literarischer Markstein des 20. Jahrhunderts. Ein Klassiker, der heute auch nach den Romanen von Bret Easton Ellis und Michel Houellebecq nichts von seiner verstörenden Wirkung eingebüßt hat. Im Mittelpunkt dieses Texts steht eine Liebe auf dem schmalen Grat von Erotik und Tod, in der sich Lust und Grauen unentwirrbar verknoten. Henri Troppmann ist reich, krank, verrückt und böse, er ist ein selbstgefälliges Ekel, das oft und gerne weint, säuft, kotzt, rülpst und hurt. Er ist ein sexueller Aufrührer à la Don Giovanni, der es liebt, sich und andere zu misshandeln und bis an den Rand des Selbstmords zu treiben. In Hotels, Restaurants und Bars in Barcelona, Paris und London lässt sich Troppmann von einer Verzweiflung und Schandtat in die nächste treiben, hin und her gerissen von lüsterner Liebe und tiefster Verachtung für drei Frauen: die schöne, aber verlebte Dirty, die makaber-hässliche Kommunistin Lazare und die töricht und naiv liebende Xenia. Vor dem Hintergrund der drohenden Dämmerung Europas treibt die Handlung einem Ende zu, das wie eine Vorahnung der künftigen Völkervernichtung wirkt. Die vorliegende Ausgabe in der deutschen Übersetzung von Sigrid von Massenbach und Hans Naumann ist um ein Vorwort von Marguerite Duras erweitert.

Pressestimmen

Stimmen

»Das Blau des Himmels ist ein anstößiger Roman, nicht nur, weil es große erotische Literatur ist. Obszön ist dieser Text vor allem, weil er in das Herz jeglicher literarischer und politischer Erfahrung vordringt. Auf die Frage der Surrealisten: ›Warum schreiben Sie?‹ antwortete Bataille: ›Ich schreibe, damit die Leute kotzen‹.«
Arte, 10. April 2006


»Troppmann, ein Schüler Sades und Nietzsches zugleich, wählt das Leben und meint damit Verausgabung, Exzess und Amoral. Gäbe es eine Katharsis, dann wäre sie die Heiterkeit angesichts der Katastrophe.«
Neue Zürcher Zeitung