Das vierte Wologda und Erinnerungen

[Cetvertaja Vologda]

Das vierte Wologda und Erinnerungen
Das vierte Wologda und Erinnerungen
[Cetvertaja Vologda]

557 Seiten, 8 Abbildungen, geb. mit Schutzumschlag

Übersetzung: Aus dem Russischen von Gabriele Leupold, herausgegeben, mit einem Nachwort, einem Glossar und Anmerkungen von Franziska Thun-Hohenstein

Erschienen: 2013
ISBN: 978-3-88221-053-8
Preis: 34,90 €

Werkausgabe Band 5

Das vierte Wologda‹ ist Schalamows Buch der Erinnerungen an die Kindheit und frühe Jugend in seiner nordrussischen Geburtsstadt, deren besonderer freiheitsliebender Geist ihn für immer geprägt habe. Diesen Geist verdankt die Stadt den zahlreichen politisch Verbannten, die über die Jahrhunderte ihre Spuren hinterlassen haben. Als Sohn eines Priesters erlebte Schalamow dort mit zehn Jahren die Revolution und die nachrevolutionären Wirren. In der lakonischen Erzählung gelingt es ihm, seine Abrechnung mit der autoritären Welt des Vaters mit eindrucksvollen Bildern aus dem Alltagsleben der Provinzstadt zu verbinden und sie auf diese Weise in die dramatische Umbruchszeit russischer Geschichte im 20. Jahrhundert einzubetten. Der Band wird durch die Fragment gebliebenen Erinnerungen an das literarische Leben im Moskau der 1920er, 1930erJahre ergänzt: ein Panorama jener Welt, die Schalamows Schreiben beeinflusst hat und an die er sich auch nach den Jahrzehnten Lagerhaft mit erstaunlicher Präzision und Detailfreude erinnert.

Pressestimmen


»Für Schalamow selbst sind die Erinnerungen an die Jahre in Wologda Teil seiner Seelenlandschaft, die er wie in seinen Erzählungen aus Kolyma mit glasklarer Lakonik beschreibt.«
Sabine Berking, FAZ, 29. November 2013

»Seine jetzt erschienenen Erinnerungen sind wie letzte Puzzleteile, die fehlten, um annähernd die Frage beantworten zu können: Woher kann ein Mensch so viel Kraft nehmen, um in der als unbewohnbar geltenden nordostsibirischen Kolyma-Region zu überleben?«
Christoph Schulte, C.i.d.G., 13. Oktober 2013

»Warlam Schalamows Erinnerungen an die Jugendjahre im Moskau der 20er und 30er-Jahre fügen dem Bild der Epoche und der Person weitere Facetten hinzu.«
Brigitte van Kann, Deutschlandfunk, 10. Januar 2014