Die Glut des Augenblicks

Aufzeichnungen vom Ätna

Die Glut des Augenblicks
Die Glut des Augenblicks
Aufzeichnungen vom Ätna

220 Seiten, Hardcover bedruckter Schutzumschlag

Erschienen: 2017
ISBN: 978-3-95757-390-2
Preis: 22,00 €

Betrachtungen des Ätna bilden den Ausgangspunkt für Reflexionen und Meditationen, die um Poetologie und Philosophie, Mythologie und Kosmologie, Physik und Metaphysik kreisen und deren wechselseitige Bezüge offenbaren. Angesichts des erstarrten, plötzlich eruptierenden Magmas zeigt sich, wie tief der Mensch verwoben ist in die komplexen Zusammenhänge elementarer Prozesse, die er im Zuge der wissenschaftlich-technologischen Entwicklung eigenmächtig seinen Zwecken unterwarf. Jochen Winter unternimmt es, das zerstörte oder vergessene Band zwischen Mensch, Natur und All abermals im Wort zu knüpfen, Zeugnis der ursprünglichen Einheit von Idee und Empfindung. Es gelingt ihm ein Gegenentwurf zu den Aporien der Moderne wie auch zu den heillosen Konsequenzen einer ins Virtuelle abgleitenden Wirklichkeit – ein leidenschaftliches Manifest für die radikale Umbesinnung.

Literaturpreis 2017 der A und A Kulturstiftung

Pressestimmen

»In diesem anspruchsvollen, lesenswerten Buch [...] wimmelt es nur so an Reflexionen, Meditationen, Gedankenblitzen. Winter führt dem Leser vor, was es heißt, Descartes Devise ›cogito ergo sum‹ wörtlich zu nehmen und unentwegt anzuwenden. Ähnlich wie intensive Naturerfahrungen ermöglichen Gedichte, Meditationen oder Gebete ein Innehalten und Besinnung. Winter empfiehlt, sich der übernatürlichen Wirklichkeit zu öffnen, er bevorzugt den kosmozentrischen, statt eines geozentrischen bzw. anthropozentrischen Blicks.«
- Thomas Adamczak, Weltexpresso

»Die Demut des Dichters am Vulkan [...] Diesem Strom der Silben und Gedanken, die um Poetologie und Philosophie, um Mythologie und Kosmologie kreisen und die, wie der Autor es formuliert, ›ein leidenschaftliches Manifest zugunsten radikaler Umbesinnung‹ sind, muss man sich einfach hingeben. Man wird es nicht weglegen, das Buch, sondern immer wieder in die Hand nehmen und darin lesen, gerade die Sprache, die Melodie der Worte ist es, die den Leser von Jochen Winters komplexen Texten beglücken.«
- Maria Herlo, Mannheimer Morgen