Die Kunst der Flucht

Cover Die Kunst der Flucht
Sergio Pitol
Die Kunst der Flucht
400 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag

Aus dem mexikanischen Spanisch von Ulrich Kunzmann
Vergriffen

Ein weites geistiges Panorama

In »Die Kunst der Flucht« eröffnet Sergio Pitol einen Blick auf ein untergegangenes Jahrhundert. Er blickt zurück auf ein reiches Leben in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, erzählt von beeindruckenden Begegnungen und lädt ein zu tiefen Reflexionen. Sergio Pitol sieht darin sein wichtigstes Buch. Es ist die freudige und reflektierende Summe seines Lebens, seiner Reisen und Lektüren; ein Lebens-Buch, vergleichbar den Erinnerungsbüchern Elias Canettis. »Die Kunst der Flucht« ist aber auch ein inniges Bekenntnis zur europäischen Kultur und ein Buch über den exzessiven Zusammenhang von Leben und Schreiben. Pitol steht damit in einer Reihe mit Autoren wie W.G. Sebald, die mit ihrem alle Genres übergreifenden Schreiben Literatur im wahrsten Sinne schaffen.



»In letzter Zeit wurde mir oft bewußt, daß ich eine Vergangenheit besitze. Nicht nur, weil ich ein Alter erreicht habe, in dem der größte Teil des Weges hinter mir liegt, sondern auch, weil ich Bruchstücke meiner Kindheit erkannt habe, die mir bisher versagt waren. Ich kann die früheren Etappen, die Selbständigkeit der einzelnen Teile und ihren Gesamtzusammenhang ausreichend klar unterscheiden, was mir damals unmöglich war. Allmählich erinnere ich mich an die Jugend, meine eigene und die der übrigen, die mir, weil es in ihr Unschuld, Verblendung, Unnachgiebigkeit und Verhängnis gibt, Achtung und Rührung abverlangt. Gerade das läßt mich die Zukunft als einen unendlichen, unbekannten und verheißungsvollen Bereich begreifen.«
Sergio Pitol




Pressestimmen

»Pitol folgt dem Lustprinzip und spricht an einer Stelle vom ›hedonistischen Charakter‹ seiner Lektüre, und dieser Hedonismus überträgt sich sehr wohl auf den Leser: Dieses Buch wirkt wie ein anregendes Bad im wohltemperierten, dabei bewegten Meer der Weltkultur.«
Gregor Ziolkowski, Deutschlandradio Kultur


»Erzählung und Essay in einem, vermittelt dieses Buch auf fröhliche Weise Bildung und die Kunst, sich auf andere Kulturen einzulassen.«
ArtPress, Paris


»Sergio Pitol ist ein Schriftsteller, der sich wundern kann, der der Realität mehr abgewinnt als bloße Effekte, der nicht müde wird, Gerechtigkeit zu fordern, in der Gewissheit, dass Literatur das Leben verändert. Die Kunst der Flucht ist ein gelungener Beitrag zu diesem Vorhaben.«
Arnold Thünker, Deutschlandfunk, 1. Oktober 2008