Fata Morgana, dürste nach uns!

Fata Morgana, dürste nach uns!
Fata Morgana, dürste nach uns!

Reihe: DAAD Spurensicherung
200 Seiten, Hardcover bedruckter Schutzumschlag

Übersetzung: Ira Wilhelm

Erschienen: 2016
ISBN: 978-3-95757-328-5
Preis: 22,00 €

Anneke Brassingas Gedichte umkreisen ein zentrales Paradox unserer menschlichen Existenz : nichts weiter zu sein als ein Stück Materie – und doch mit dem Vermögen begabt, uns einen Gott zu erfinden, eine Seele. Unsere Sehnsucht, der Welt Bedeutung einzuhauchen, ihr Sinn zu verleihen – im Wissen um die Unzulänglichkeit dieser Daseinsillusion. Alles in Annek Brassingas Dichtung rührt von hier her : dem Impetus, dem unvergeudeten Reichtum unserer Sehnsüchte Raum zu verleihen. Die überbordende Fülle des Glücks, des Glanzes zu preisen – im Wissen um ihr Nichtvorhandensein. Und das unauflösbare Spannungsfeld zwischen den nackten Tatsachen und der Unendlichkeit im Kopf auszuhebeln, allein durch die lebendige Wirklichkeit und Kraft der Sprache. Dabei gelingt ihr eine Feier der Sprache in irisierender Fülle – vermittels Beschreibungen der Natur, der Liebe, der Erotik, der Musik. Anneke Brassingas Werk ist in Sprache verwandelte Ek-Stase. Und »das klopfende Herz des Textes« sein Tier.

Pressestimmen

»Anneke Brassinga zeigt in ihren Gedichten, wie unterschiedlich sich die Dinge sehen lassen, wenn man sie in die Sprache holt. Es muss nur jemand kommen, der das Fantastische der Kindheitswelt mit einer großen reflexiven Kraft zu verbinden weiß.«
- Nico Bleutge, Süddeutsche Zeitung

»Mit hohem Ton und bisweilen amüsanter Koketterie entfaltet dieses Buch eine spirituelle Stimmung, in der Lesen trotz aller Tristesse ein erbauliches Ereignis ist.«
- Björn Hayer, Berliner Zeitung

»Anneke Brassinga spielt gerne mit Verzögerungen. Das Rätselspiel setzt sich in vielen ihrer Gedichte fort, die immer neue Beziehungen zwischen Liebe, Musik und Erotik suchen. Ihr wichtigster Anspruch ist die sprachschöpferische Erneuerung der lyrischen Form,dem die Übersetzer Ira Wilhelm und Oswald Egger kompetent gerecht werden.«
- Martin Zähringer, Deutschlandfunk