Fremdsprechen

Fremdsprechen
Fremdsprechen

141 Seiten, Hardcover (bedruckter Schutzumschlag)

Erschienen: 2013
ISBN: 978-3-88221-038-5
Preis: 17,90 €
Auch erhältlich als ... Ebook

Wie hört sich das Original an?

Esther Kinsky, Autorin und vielfach ausgezeichnete Übersetzerin, beschreibt ausgehend von eigenen Erfahrungen das Verhältnis zwischen Namen und Dingen und die Veränderungen, die sich im Prozess des Übersetzens in diesem Verhältnis vollziehen. Wie wandeln sich die zu den Dingen gehörenden Bilder im Kopf und in der Erinnerung durch den steten Umgang mit der Umbenennung? Wie prägt die Erinnerung andererseits die Wertigkeit der Benennungen und beeinflusst damit die Wortentscheidungen, die man beim Übersetzen unentwegt trifft? Was geschieht in dem Raum, der sich zwischen den beiden Namen – in der Herkunfts- und der Zielsprache – auftut, während der Übersetzer die Bild- und Klangwelt des zu übersetzenden Textes »fremdspricht«? Kinskys Essay ›Fremdsprechen‹ zeichnet die feine Grenzlinie nach, die zwischen eigenen und fremden Worten, zwischen eigener und fremder Sprache, zwischen eigenem und fremdem Leben verläuft.

Pressestimmen

»Esther Kinskys sehr persönlicher und anschaulicher Bericht über den dezidiert subjektiven Charakter des Übersetzens regt Profis zu der immer wieder gebotenen Reflexion ihres Tuns an und zeigt interessierten Laien, dass es nicht damit getan ist, nur abzuschreiben, was da in fremder Sprache steht. Unbedingt lesenswert!«
Hedwig M. Binder, Uebersetzen, 02/13

»Mit dem Übersetzen steht es wie mit der Liebe: Man kann ohne ende darüber reden, denn es handelt sich primär um eine Praxis, bei welcher der Diskurs immer wieder eine andere Facette funkeln lässt und sich der Kern desto sicherer verbirgt. Esther Kinsky, Übersetzerin aus dem Russischen, Polnischen und Englischen und selbst belletristische Autorin, weiß das und richtet sich danach, und das macht "Fremdsprechen" zu einem so charmanten wie gedankenreichen Buch, mag es auch schmal sein - nein, gearde weil es schmal ist, denn so gibt es zu verstehen, dass zu diesem Thema immer nur etwas und nie alles gesagt werden kann; dass es schlechthin unerschöpflich ist, genau wie die Liebe eben.«
Burkhard Müller, Süddeutsche Zeitung, 12. März 2013

»Als Übersetzer will man vom Übersetzen nichts mehr lesen. Das Buch von Esther Kinsky aber ist eine Überraschung. Balsam schon ist das Fehlen technizistischer Wieselwörter wie "Ziel-" oder "Quellsprache" oder "Äquivalenten". Kinskys eigene Sprache ist Ausdruck und Mittel beharrlichen Nach-Denkens.«
Olaf Kühl, Kulturaustausch, Juli 2013