Freuds Schwester

Freuds Schwester
Freuds Schwester

328 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag

Originaltitel: Sestrata na Zigmund Frojd
Übersetzung: Benjamin Langer

Erschienen: 2013
ISBN: 978-3-88221-052-1
Preis: 19,90 €
Auch erhältlich als ... Ebook

Alle normalen Menschen sind auf dieselbe Art normal, jeder verrückte Mensch ist auf seine eigene Art verrückt

Sigmund Freuds Leben ist bis in die letzten Winkel ausgeleuchtet. Doch was wissen wir über den Rest seiner Familie? Goce Smilevski schildert in dieser fiktiven Autobiografie den Lebensweg Adolfines, der einzigen unverheirateten und kinderlosen Schwester Freuds, und wirft damit auch ein neues Licht auf das Leben ihres berühmten Bruders. Über Adolfine, die mit ihren Eltern bis zu deren Tod in einer Wohnung lebte, ist wenig bekannt. Als Sigmund 1938 nach London emigrierte, blieb sie mit ihren drei Schwestern zurück in Wien, wurde deportiert und starb 1943 in Theresienstadt.
Ausgehend von diesen Lebensdaten entwirft Smilevski in seinem bildermächtigen Roman ein großes Panorama der Zeit um 1900, er imaginiert Begegnungen mit Klara, der Schwester Gustav Klimts, oder Ottla, Kafkas Schwester, und erweckt jene schillernde Epoche zum Leben mit all ihren gesellschaftlichen und geistigen Um- und Aufbrüchen.
›Freuds Schwester‹ schildert die Hoffnungen und Sehnsüchte einer Zeit des Aufbruchs aus der Perspektive der Frauen, die sich mit ihrem Schicksal als Unterdrückte nicht mehr widerspruchslos zufriedengeben wollen.

Pressestimmen

»Wir haben es hier mit einem Autor zu tun, der seine Geschichten an den großen Entwürfen entzündet, die Europa und die Welt revolutioniert haben. Smilevskis Anspruch ist es, solche Theorien und ihre museal erstarrten Protagonisten mit den Lebenserzählungen ihrer Zeit zu verbinden und in Richtung Gegenwart zu öffnen.«
Die Zeit, 11. Juli 2013

»Das gesellschaftliche Grundproblem, das in Smilevskys großartigem Roman zutage tritt, besteht darin, dass die aufklärerische Verschiebung von christlicher zu medizinisch-säkularer Wissensproduktion an der Situation der Frauen herzlich wenig geändert hat.«
Süddeutsche Zeitung,
7. März 2013

»Ein unverstellter Blick auf Liebe, Tod, Sex, Hass, Depression und Wahnsinn.«
Publishers Weekly

»Stark, vielschichtig, obsessiv, wie José Saramago.«
La Repubblica

»›Freuds Schwester‹ ist ein nachdenkliches, ein heiliges Buch.«
Wall Street Journal