Ganz normale Laster

Ganz normale Laster
Ganz normale Laster

346 Seiten, Hardcover (bedruckter Schutzumschlag)

Übersetzung: Hannes Bajohr

Erschienen: 2014
ISBN: 978-3-88221-389-8
Preis: 29,90 €
Auch erhältlich als ... Ebook
Seit jeher befassen sich die Philosophen mit den Tugenden, Theologen hingegen räsonieren über Sünden. Doch was ist mit den ganz gewöhnlichen Lastern? In ihrem luziden Essay ergründet Judith N. Shklar die politische und persönliche Dimension der normalen Übel – Grausamkeit, Heuchelei, Snobismus, Verrat und Misanthropie. Sie folgt dabei keiner philologischen Argumentation, sondern wagt einen abenteuerlichen Streifzug durch das moralische Minenfeld der Literatur-, Theater- und Philosophiegeschichte. Das erstaunliche Ergebnis: Die ganz normalen Laster entpuppen sich als durchaus fruchtbar, werden sie in die richtige politische Ordnung eingefasst – in einen emphatisch verstandenen Liberalismus, der fordert: Lieber frei und lasterhaft als gezwungen und moralisch rein.

Pressestimmen

»Während sich die Philosophen zumeist um die Tugenden kümmerten, will Shklar ausgehend von der Grausamkeit zu einer neuen Ordnung vor allem der Übel und Laster gelangen.«
Hans-Martin Schönherr-Mann, Deutschlandfunk, Büchermarkt vom 12.11.2014
Den Beitrag können Sie hier hören.

»Dass die Bücher [von Judith Shklar] jetzt mit 30-jähriger Verspätung die deutsche Öffentlichkeit erreichen, könnte sich als Glücksfall für beide herausstellen: für die Bücher und die Öffentlichkeit. Beide können sich jetzt aneinander neu überprüfen.«
Felix Stephan, Zeit Online, 25. August 2014

»Judith Shklar wagt einen ›Streifzug durch ein moralisches Minenfeld‹, sie bietet Geschichten an, [...] kommt also ohne den Versuch aus, Irrationalitäten zu rationalisieren. In einem Wissenschaftsbetrieb, der zumeist Solidität gegenüber Kreativität begünstigt, ist die Lektüre eine Wohltat.«
Hannah Bethke, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02. August 2014

»Ein ausgezeichnetes Buch, voller Esprit, Menschlichkeit und Klarsicht ... Und noch viel wichtiger, es ist eine Moralpsychologie für Liberale.« 
Michael Walzer