Georg Forster

Zwischen Freiheit und Naturgewalt

Georg Forster
Georg Forster
Zwischen Freiheit und Naturgewalt

301 Seiten, Hardcover (bedruckter Schutzumschlag)

Erschienen: 2015
ISBN: 978-3-95757-090-1
Preis: 24,90 €
Auch erhältlich als ... Ebook

Georg Forster (1754–1794) war eine der faszinierendsten Gestalten seiner Zeit: glänzender Schriftsteller, Naturforscher, Entdecker, Zeichner, Übersetzer und entschiedener Revolutionär. Auf seiner Weltumsegelung mit James Cook berührte er Eisberge mit den eigenen Händen, lief den Strand von Tahiti entlang, besuchte fremde Völker, lebte unter »Menschenfressern« und überquerte Ozeane und den Äquator. Und er stand im Zentrum des politischen Geschehens, als er – inspiriert von der Französischen Revolution – 1793 die »Mainzer Republik« ausrief, die erste Republik auf deutschem Boden. Anschaulich und fesselnd portraitiert Jürgen Goldstein dieses Ausnahmeleben, in dem sich »Freiheit« und »Naturgewalt« berührten. Niemand ist auf vergleichbare Weise das erfahrungsgetriebene Experiment eingegangen, die Natur mit dem Politischen kurzzuschließen. Die Funken, die Forster aus seinen Leitvorstellungen schlug, erhellten für einen Weltaugenblick die Aussicht, es könne so etwas wie natürliche Revolutionen geben.

Weitere Informationen

Ausgezeichnet mit dem Preis der Leipziger Buchmesse 2016, Kategorie Sachbuch

Ausgezeichnet mit dem Gleim-Literaturpreis 2015

Videoclips der GedankenSprünge am 9. April 2015 mit Jürgen Goldstein von Michael Rüsenberg

Pressestimmen

»Ein reichhaltiges und spannendes Buch, das seinen Helden in zahllosen, gut gewählten Zitaten zu Wort kommen lässt. Sein wichtigstes Verdienst aber ist, dass es Forster als Denker vorstellt und damit den Zusammenhang der beiden Hauptteile seiner Biografie - Weltumsegelung, Revolution - zum ersten Mal plausibel macht.«
Gustav Seibt, Süddeutsche Zeitung, August 2015

»Wie in Forsters Denken und Handeln die beiden Schlüsselbegriffe der Epoche, ›Natur‹ und ›Revolution‹, kurzgeschlossen wurden, rekonstruiert Goldstein auf eindrucksvolle Weise: in einem packenden luziden Stil und wo immer möglich ›die Kostbarkeit des Wortlauts‹ bewahrend mittels Zitatcollagen aus Forsters Tagebüchern, Briefen oder Werken.«
Oliver Pfohlmann, NZZ, Juli 2015

»Die Revolution ist für Forster keine Kopfgeburt, sondern ein Naturereignis, eine ›Selbstentzündung der Vernunft‹. Sie waltet als Schicksal noch über der Freiheit und macht uns ›genau so unabhängig wie den Schachkönig‹. Diesen Zusammenhang einer ›natürlichen Revolution‹ aus Forsters Natur- und Menschenkunde entwickelt zu haben ist Goldsteins nicht geringes Verdienst.«
Alexander Kosenina, FAZ, Juli 2015

»Goldstein geht es um die Erfahrungslebenslehre, um die ambivalente Natur- und Geschichtsphilosophie Forsters vor dem Hintergrund der anthropologischen Debatten seiner Zeit. Es gelingen Goldstein immer wieder verblüffende Seitenblicke. Er zeigt uns keinen heroisch Gescheiterten, sondern einen Erfahrungsdenker, der ›das Eismeer der Geschichte‹, wie Theodor Lessing es nannte, eben so kühn wie stoisch durchfahren hat.«
Benedikt Erenz, Die Zeit, Juli 2015

»Spannend und mit ausführlichen Zitaten schildert Goldstein Forsters grosse Reise, deren Eindrücke und Strapazen ihn ein Leben lang begleiten sollten.«
Janika Gelinek, NZZ, April 2015

»Goldstein zeichnet weniger die äußeren Linien von Forsters Leben als dessen innere Entwicklung nach, [...] dabei lässt er dem Sprachkünstler Forster den Vortritt. Der Leser folgt dessen packender Beschreibung des südlichen Eismeeres mit seiner grau-weißen Landlosigkeit, die es durch ihre Fahrt zu beweisen galt.«
- Matthias Gaubrecht, Die Welt online, Januar 2016

»Ein ›sprachmächtiger Zauberer‹ sei Georg Forster gewesen - mit einer Anschauung von der Welt,  ›die unvergleichlich‹ sei. So schwärmt Jürgen Goldstein, Preisträger des diesjährigen Sachbuchpreises der Leipziger Buchmesse, von dem Naturforscher und Zeitgenossen von Goethe und Alexander von Humboldt. Diese Begeisterung für den Weltumsegler und politisch engagierten Gelehrten Forster zeigt sich deutlich in seiner jetzt ausgezeichneten Studie  ›Georg Forster. Zwischen Freiheit und Naturgewalt‹.«                                                                                                               - Nina Brink, Deutschlandradio Kultur

»Eine ungewöhnliche Lebensgeschichte, die spannend zu lesen ist.«                         - Lina Kokaly, Radio Bremen