Körper, beraubt

Körper, beraubt
Körper, beraubt

Reihe: DAAD Spurensicherung
202 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag

Übersetzung: Aus dem Englischen und Afrikaans übersetzt von Barbara Jung

Erschienen: 2014
ISBN: 978-3-95757-006-2
Preis: 22,90 €

Band 26 der Reihe Spurensicherung des Berliner Künstlerprogramm des DAAD

Antjie Krogs Gedichte sind getragen von Zorn und Zärtlichkeit: Zorn über den Schmerz, die Gewalt, die Zerstörung in Südafrika. Zorn nicht minder über Tabus privater und ästhetischer Natur: des alternden weiblichen Leibs, der seiner Körperlichkeit beraubt wird. Zugleich sind ihre Gedichte voller Zärtlichkeit für das Land, seine Menschen, das Wunder des friedlichen Wandels. Wie aber schreiben in einer Sprache – Afrikaans –, die als Instrument der Herrschaft missbraucht und darüber ihres ursprünglichen Sinns beraubt worden ist? Inspiriert von den Gedichten Paul Celans, sucht Antjie Krog ihren eigenen Weg, die »verhärteten Muskeln« des Afrikaans neu zu dehnen, haucht ihm etwas vom Rhythmus und Klang der mündlichen Traditionen der südafrikanischen Erst- bewohner ein und öffnet es für die Ein-Vielheit der afrikanischen Vorstellung eines pluralen, die Gemeinschaft mitdenkenden Ichs. Entstanden sind Gedichte von großer musikalischer Dichte, die den Weg zu einem neuen Miteinander bahnen.

Pressestimmen

Das Gedichtband »Körper, beraubt« steht auf der Weltempfänger Bestenliste 2015.
Nähere Informationen über die Bestenliste »Weltempfänger« finden Sie hier.

»Sie gilt als eine der wichtigsten Stimmen Südafrikas. Jetzt endlich liegt ihr Gedichtband in deutscher Übersetzung vor: Meisterhaft geißelt sie darin das Alter, das ihren Körper heimsucht, ebenso wie die Habgier und "brutalisierende Armut" in ihrer Heimat. All das in teils wütende, teils ironisch-zärtlichen Bildern. Besser kann Lyrik nicht sein.«
Buchempfehlungen, Deutschlandradio Kultur, 02. 2015

»Umso erfreulicher ist, dass mit dem nun aus den beiden Originalsprachen - dem Englischen und dem Afrikaans - übersetzen Gedichtband "Körper, beraubt" endlich die Gelegenheit besteht, einen Zugang zu finden zum Werk dieser exzeptionellen Autorin.«
Claudia Kramatschek, Deutschlandradio Kultur, 12.01.2015