Letzte Fischer

Letzte Fischer
Letzte Fischer

Reihe: Literatur
503 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag

Erschienen: 1970
ISBN: 978-3-88221-554-0
Preis: 24,00 €
Auch erhältlich als ... Ebook

Es war das Erzählen, das mich gerettet hat

Luise wird mit ihrem Spezialteam beauftragt, den Walfänger Rimbaud mitsamt seiner Ladung sicher in den Hafen von Spitzbergen zu bringen. Das raue Leben auf dem Walfänger birgt einige Überraschungen – unter anderem beginnt Luise eine gefährliche Affäre mit dem Schiffsjungen Tommy. Zur gleichen Zeit ist ihr Stiefvater Robert mit dem Hochseeschiff Saudade vor Somalia unterwegs, um Rotbarsch zu fangen und die seltene und überaus kostbare Kurznasenseefledermaus zu häuten. Es soll seine letzte Fahrt sein, bevor er sich dem Wunsch seiner Frau Mathilde fügt, ein Leben an Land zu führen.

Volker Altwassers Letzte Fischer ist eine Hommage an das Leben auf den Meeren, ein Abgesang auf eine Männerwelt, die mit ihren Ritualen und Traditionen wie aus der Zeit gefallen wirkt. Neben furiosen Beschreibungen der Waljagd und der Walverarbeitung und mitreißenden Schiffsmanövern auf der ungebändigten See entspinnt sich eine zärtliche Geschichte, die von tiefer Melancholie und Wehmut durchzogen ist. Ein großes Hochseeepos, das vom Meer und immer auch von der Literatur über das Meer erzählt.


Pressestimmen

»Scharfsinnig, poetisch und traurig ... Altwassers Erzählkunst zieht den Leser dabei in einen Sog, wie er wohl nur bei Untergängen entstehen kann.«
- Michael Böhm, Literatur & kunst


»Altwasser ist ein grandioser Erzähler, ein Menschenfischer, dem es gelingt, uns mit seinen Romanen zu fangen. ›Letzte Fischer‹ ist der vorläufige Höhepunkt seines Schaffens.«
- Thomas Hürlimann, Sinn und Form


»...ein fesselnder Roman, sehr empfehlenswert.«
- Günther Freund, Buchprofile/Medienprofile


»Unbedingt lesenswert … den Leser erwartet ein ungekannter Seeblick, der einen die Kälte und das feuchte Salz regelrecht spüren lässt, der einem die Sprache der Seeleute beibringt und der doch ewig unergründlich im Gedächtnis bleibt.«
- Jana Volkmann, Glanz&Elend


»Eine beachtenswerte Geschichte … Altwasser arbeitet sich an Umbrüchen der Gegenwart ab – mit durchaus offenem Ausgang.«
- Dietrich Pätzold, Ostsee Zeitung


»Volker Harry Altwasser schreibt fabelhaft ambitioniert, psychologisch macht er ein großes Fass auf, umreißt beinahe wissenschaftlich die unstete Mentalität der Männer … Nie aber fällt er in den Duktus eines Akademikers – Altwasser bringt die Poesie seines Romans sicher in den Hafen. Sein archaisches Wissen über den modernen Menschen breitet er taufrisch und ohne Manierismen aus.«
- Lars Grote, Märkische Allgemeine Zeitung

»Dieses Buch bricht Gesetze.«
- Ulrike Dreasner, RadioBremen

»Der Mann hat offenbar ein Faible für letzte Dinge. Ein feiner, salzwasserkrusteter Roman, dem Leben auf den Meeren und dessen Gesetzen abgelauscht und so gelassen wie die Ostsee an einem Sonnentag. […] Wie es Altwasser dabei ganz nebenbei vermag, sein Buch als wehmütigen Abgesang auf die Welt der Fischer und Fänger zu intonieren, das ist famos.«
- Peter Henning, KulturSPIEGEL