Nach dem Geschichtsbruch

Deutsche Schriftsteller um Hannah Arendt

Cover Nach dem Geschichtsbruch
Thomas Wild
Nach dem Geschichtsbruch
Deutsche Schriftsteller um Hannah Arendt
288 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag

ISBN: 978-3-88221-753-7
Preis: 29,90 € / 49,90 CHF

Literatur und Politik

Lange stieß Hannah Arendt als Denkerin der »Banalität des Bösen« in Deutschland auf Ablehnung. Deutsche Schriftsteller aber erkannten in ihr früh eine für sie wichtige Stimme. Ein Buch über Epochenbrüche und das Verhältnis von politischer Theorie und dichterischem Denken.
Eine bisher unbekannte Konstellation: Uwe Johnson, Ingeborg Bachmann, Hilde Domin, Rolf Hochhuth, Hans Magnus Enzensberger – sie alle standen mit Arendt in enger Verbindung. Nach dem Geschichts­bruch, den die Verbrechen des Nationalsozia­lismus markieren, verbindet jene Autoren die existenzielle Frage: Wie weiter leben, wie weiter schreiben? Wa­rum vermochten sie die Schriften der Totalitaris­mustheoretikerin zu lesen, obwohl Arendt kaum sicht­bar am Rand der intellektuellen Bundesrepublik stand, deren Zentrum die Theoretiker der Frankfur­ter Schule besetzten? Anhand umfangreicher Archiv- und Nachlassbestände werden verborgene Tra­ditionen und blinde Stellen der intellektuellen und politischen Geschichte Deutsch­lands beleuchtet. Ein Buch, das heute – zwanzig Jahre nach 1989 – von aktueller Dring­lichkeit ist: Wie sind Epochenbrüche zu verstehen? Wer vermag dieses Wissen darzustellen? Welche unausgeschöpften Potenziale liegen im Verhältnis von politischer Theorie und dichterischem Denken?


Stimmen

»Thomas Wild hat in einer Folge ausgezeichnet lesbarer Einzelessays nun zum ersten Mal systematisch untersucht, welches enge Verhältnis deutschsprachige Schriftsteller der nachgeborenen Generation zu Hannah Arendt unterhielten.«
Der Tagesspiegel, 07. Februar 2010

»Nach der Lektüre von Thomas Wilds Buch verstehen wir, wie es Hannah Arendt gelingen konnte, fünf so verschiedene Autoren zu faszinieren und teilweise an sich zu binden.«
Helmut Mörchen, DeutschlandFunk, 02. Februar 2010