Schreckliche Gewalten

Schreckliche Gewalten
Schreckliche Gewalten

340 Seiten, Gebunden

Erschienen: 2017
ISBN: 978-3-95757-400-8
Preis: 22,00 €

Eines Nachts verwandelt sich Hilma Honik in einen Werwolf und tötet ihren Mann. Von nun an sind ihre beiden Kinder auf sich selbst gestellt : immer in der Angst, die Bestialität liege in der Familie und könne auch von ihnen Besitz ergreifen. Während sich Iselin dafür entscheidet, in ihrer Heimatstadt Bergen mit ihren Mitbewohnerinnen die Terrorzelle »Mädchen im System« zu gründen, bereist Edvard die Ränder der Sowjetunion auf seinem Weg nach Afghanistan. Es beginnt eine fantastische Sinnsuche durch das 20. Jahrhundert und die Unwägbarkeiten menschlichen Verhaltens. In seinem zweiten Roman zeichnet Jakob Nolte einen schwarzen Regenbogen des Horrors über die Welt und erweist sich dabei als detailverliebter Nihilist und Meister des Wahnwitzes.

Pressestimmen

»Glücklicherweise ist Schreckliche Gewalten kein ökonomisch erzählter Roman. Noltes Geschichte [...] ist ganz im Gegenteil: seminaristisch, klugscheißerisch, kokett, angeberhaft, blutrünstig, morbid, grausam, seltsam romantisch und einiges mehr, was in manchen Literaturhäusern als handfeste Zumutung gilt. Vor allem aber ist der Roman todkomisch. Es ist ein Roman, der fortlaufend Überschuss produziert: an Details, an Einfallsreichtum, an Humor, an Edeltrash, an eigenwilligen Sätzen, an Boshaftigkeit.«
- David Hugendick, Zeit online

»Der Ton von Noltes Prosa ist ein durchweg ironisch-hochtrabender, paart Witz und Weltwissen, erinnert gleichermaßen an das Verrätselte eines David Lynch und das Verspielt-Brutale eines Quentin Tarantino - und sucht in der jüngeren deutschsprachigen gerade Seinesgleichen.«
- Gerrit Bartels, MDR Kultur

»Lässt man sich von Noltes Neigung zum Spektakel abschrecken, zu schweigen von den vielen Abschweifungen und Einschüben [...] bringt man sich um einen literarischen Spaß, der in seinen besten Momenten an Thomas Pynchon oder David Foster Wallace erinnert. Ob eitle Pose oder raffinierte Verweigerung sämtlicher Erzählkonventionen – Jakob Noltes Roman ›Schreckliche Gewalten‹ ist eine Zumutung im besten Sinne, gleichermaßen genial wie durchgeknallt. Hier traut sich jemand was.«
- Anja Kümmel, Der Tagesspiegel

  • Jakob Nolte