Sibirien, Sibirien

Tagebuch eines Lageraufsehers

Sibirien, Sibirien
Sibirien, Sibirien
Tagebuch eines Lageraufsehers

Reihe: Zeugnisse & Dokumente
288 Seiten, 15 Abbildungen, geb. mit Schutzumschlag

Übersetzung: Herausgegeben und mit einem Nachwort versehen von Irina Scherbakova. Aus dem Russischen von Regine Kühn

Erschienen: 2014
ISBN: 978-3-88221-092-7
Preis: 24,90 €

Aus dem Inneren des Systems

Zeugnisse von den Tätern der Stalin'schen Verbrechen sind sehr selten. Eines der beeindruckendsten liegt mit ›Sibirien, Sibirien‹ erstmals übersetzt vor. Ivan Cistjakovs, ein kleines Rädchen im System, der sich als Zugführer an einem Abschnitt der Baikal-Amur-Magistrale selbst als Verbannter fühlte, berichtet in seinem Tagebuch aus den Jahren 1935/36 von der täglichen Arbeit als Kommandant der Lagerwache: Aufklärung von Fluchten, Schlägereien, Morde, Hunger, grausame Kälte, Verrat, Bestechung und Denunziation. Er erzählt darüber hinaus jedoch auch vom Leben in Sibirien, von der Jagd und der Erhabenheit der Natur.

»Cistjakovs Tagebuch ist eines der glaubwürdigsten Zeugnisse für die Untauglichkeit des Stalin’schen Zwangsarbeitsystems. Er beschreibt die Vorgänge Tag für Tag und aus dem Inneren des Systems heraus.« — Irina Scherbakova

Pressestimmen

»Das ist potenzierter Tschechow in Zeiten des Gulag!«
Thorsten Hinz, Sezession, Dezember 2014.