Singapur im Würgegriff

Singapur im Würgegriff
Singapur im Würgegriff

828 Seiten, Hardcover bedruckter Schutzumschlag

Übersetzung: Manfred Allié

Erschienen: 2017
ISBN: 978-3-95757-251-6
Preis: 30,00 €

Singapur 1937. Walter Blackett, Direktor eines britischen Kautschukunternehmens, weiß sich von der bewährten Ordnung britischer Kolonialherrschaft getragen, als er die Feierlichkeiten zum hundertjährigen Jubiläum seiner Firma ausrichtet. Noch ist die Welt, zumindest für die Engländer, in Ordnung, haben die Da Dousa Sisters ihre Gesangsauftritte, ist der zerzauste Hund La Condition humaine nur halbtot und gibt es standesgemäße Paraden und Feste. Und doch scheint am Vorabend des Zweiten Weltkriegs im Inselstaat einiges in Schieflage geraten zu sein: Kaum ist ein Streik der Einheimischen niedergeschlagen, flammt er an anderem Ort wieder auf, Walter Blacketts Sohn engagiert zur Abendunterhaltung ausgerechnet einen Fakir, seine Tochter Joan tändelt mit den falschen Verehrern, während der junge Matthew, Oxfordstudent und rechtmäßiger Erbe der Firma, sich als naiver Weltverbesserer erweist. Das Geschäft mit dem Kautschuk boomt, nicht zuletzt wegen des Weltkriegs und der Marktmanipulation durch Blackett selbst, doch als japanische Flieger das völlig unvorbereitete Singapur bombardieren, kann der Schock größer nicht sein. Während Matthew herauszufinden versucht, was es mit dem ›Würgegriff von Singapur‹ auf sich hat, ist der Mythos von der Uneinnehmbarkeit Singapurs bereits brutal zerschlagen.

Pressestimmen

»Das ist grandioser Lesestoff, ein Schmöker, der durch seine apokalyptischen Szenen besticht, durch seine Opulenz und Vielfalt. Die Stimmung des Buchs ist aber nicht depressiv, sondern in weiten Teilen komisch. Humor ist eine der großen Stärken Farrells, in allen drei Teilen der Trilogie. Seine Briten sind fast ausnahmslos skurril, weshalb sie auch als Unterdrücker nie wirklich unsympathisch sind. ›Singapur im Würgegriff‹ ist genau das Buch, von dem man sich in einer Urlaubswoche gern mitreißen lässt.«
- Dirk Kubjuweit, Der Spiegel

»Kann eine multikulturelle Gesellschaft wie jene des alten Singapur, die allein durch den Eigennutz zusammengehalten wird, in Zeiten der Krise überstehen? Nun ist Singapur überall. Dieser Roman beschreibt vielleicht nicht nur die Vergangenheit, sondern auch die Zukunft.«
- Alan Posener, Die Welt

»Auf eine dermaßen schrecklich-komische Weise wie in diesem Roman ist selten ein Weltreich untergegangen.«
- Frank Junghänel, Frankfurter Rundschau