Untote leben länger

Warum der Neoliberalismus nach der Krise noch stärker ist

Untote leben länger
Untote leben länger
Warum der Neoliberalismus nach der Krise noch stärker ist

352 Seiten, Hardcover (bedruckter Schutzumschlag)

Übersetzung: Felix Kurz

Erschienen: 2015
ISBN: 978-3-95757-087-1
Preis: 29,90 €
Auch erhältlich als ... Ebook
»Jahrhundertkrise«, »Bankencrash«, »Systemkollaps« – Markige Worte wurden bemüht, um die Wirtschaftskrise zu beschreiben, die in den letzten Jahren zum Bankrott ganzer Länder geführt hat und den Euro an den Rand des Abgrunds trieb. Markige Worte, die nach grundlegenden Änderungen schreien. Doch als wäre nichts geschehen, geht alles weiter wie bisher: Die neoliberale Wirtschaft beginnt erneut heißzulaufen, Staatsinvestitionen sind weiter verpönt und schon sieht man wieder die ersten Spekulationsblasen wachsen. Angesichts dieser aberwitzigen Beharrungskräfte verfolgt Philip Mirowski das neoliberale Projekt bis zu seinen Anfängen zurück und zeigt, wie es gelingen konnte, der Welt eine ökonomische Theorie nach starren mathematischen Gesetzen überzustülpen, die sich als stählernes Mantra festgesetzt hat. Seine tiefgreifende, bissig und anschaulich geschriebene Untersuchung, die Intellectual History, Kulturkritik und die Aufdeckung des Einflusses mächtiger Interessenverbände umfasst, zeigt zudem, dass sich der Neoliberalismus mittlerweile zu einer Kultur verdichtet hat, die alle Bereiche unseres Lebens bestimmt und auch unser Denken fest im Griff hat. Die Krise der Wirtschaft entpuppt sich so auch als intellektuelle Krise.

Pressestimmen

»Philip Mirowski zeigt, wie der Neoliberalismus eine Mehrheit der Leute überzeugen konnte, dass Märkte nicht nur ein nützliches Mittel zu einem bestimmten Zweck sind, sondern ein Zweck in sich selbst.«
Yanis Varoufakis, Die Wochenzeitung, Februar 2015

»Über 300 Seiten zur Frage, warum der Neoliberalismus heute erfolgreich wie nie zuvor ist. «
Sebastian Puschner, Der Freitag, November 2015

»Für den Wirtschaftshistoriker Philip Mirowski liegt in der tiefen Verwurzelung des neoliberalen Denkens im Alltag die Antwort auf die Frage "Warum der Neoliberalismus nach der Krise noch stärker ist."«
Harald Staun, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Oktober 2015

»Eine anspruchvolle, sehr lohnende Lektüre, ein Titel, der in keinem ausgebauten Wirtschaftsbestand fehlen sollte, der aber Einiges an Vorwissen voraussetzt«
Jochen Dudeck, ekz, November 2015

»Ein faszinierendes und fulminantes Buch über die Ideologie des Neoliberalismus, bei dem der gemeine Leser aus dem Staunen nicht herauskommt.«
Caspar Dohmenn, Deutschlandfunk, Dezember 2015

»Der Autor schafft es, Ideologiekritik so spannend zu formulieren wie einen Thriller.«
Ernst Rommeney, Deutschlandradio Kultur, November 2015


  • Philip Mirowski