Bücher seit 1977
Der Verlag Matthes & Seitz Berlin wurde im Januar des Jahres 2004 von Andreas Rötzer, Axel Matthes und Ursula Haeusgen gegründet. Er ist die Fortsetzung einer verlegerischen Tradition, die 1977 mit der Gründung des Verlags Matthes & Seitz in München durch Axel Matthes und Claus Seitz begann. Die Editionen von Antonin Artaud, Georges Bataille, Michel Leiris oder D.A.F. de Sade bildeten von Anfang an das geistige Fundament. Nach dem Ausscheiden von Claus Seitz im Jahr 1983 führte Axel Matthes den Verlag alleine. In den folgenden 25 Jahren entstand ein einzigartiges Programm, dessen Schwerpunkt die Reihe Batterien bildete, in denen neben den Werken von Antonin Artaud und Georges Bataille auch wichtige Titel von Roland Barthes, Jean Baudrillard, Leo Schwestow, Cristina Campo u.v.a. Autoren erschienen. Hinzu kommen Bücher von Marina Zwetajewa, John Keats, Fleur Jaeggy, Theodor Lessing, Rahel Varnhagen von Ense, Amiel oder der unfreiwillig komischen Friederike Kempner. Sie prägten das Programm ebenso wie Werke von Jean Giono, Gabriele D'Annunzio, Oswald Wiener und Botho Strauss. Individualität, Freiheit, Revolte waren stets die Grundsäulen des Verlags.
Seit 2004 führt der Verleger Andreas Rötzer den Verlag mit derzeit vier Mitarbeitern und setzt die Reihe Batterien mit Titeln von Antonin Artaud, Georges Bataille, André Masson, Nicolás Gómez Dávila, Béla Hamvas, Herbert Müller-Guttenbrunn, Léon Bloy, Maurice Blanchot u.a.m. fort. Neben einem umfangreichen Sachbuchprogramm entstehen mehrbändige Ausgaben von Autoren wie Warlam Schalamow, Jules Barbey d’Aurevilly, Gerhard Rühm, Jean-Henri Fabre, Blaise Pascal. In der Reihe Fröhliche Wissenschaft erscheinen kürzere Essays zu verschiedensten Themen von klassischen und neuen Autoren. Neben der Herausgabe prägender Autoren der Moderne, wie Raymond Federman, Michel Butor oder Maurice Blanchot ist die Gegenwartsliteratur - insbesondere die deutsche und die französische - eine wichtige Säule der Verlagsarbeit.
Wäre es erfunden, wir würden das Leben Eduard Limonows erleichtert als übertrieben verwerfen können.
Emmanuel Carrère, der neue Star der französischen Literatur, macht sich in seiner vielfach ausgezeichneten Romanbiografie auf die Suche nach dem Kern dieses extremen Lebens und erzählt uns wie nebenbei nicht nur etwas über den schillernden Skandalautor, Dandy und politischen Extremisten und über Russland; sein Buch ist auch ein faszinierender Abenteuerroman über das Leben selbst.
Das gilt auch für Wassili Golowanow. Er setzt sich in einer Recherchereise den Extrembedingungen einer der kargsten bewohnten Landschaft en aus, um dort vom Grund des Lebens zu erzählen, von Mythen und Verschmelzungen mit der Natur, der er eine ungeheure, raue Poesie abringt.
Auch vom Leben erzählt Édouard Levé. Gleichsam mit dem eigenen Blut geschrieben ist sein Roman ›Selbstmord‹, der Autor nahm sich wenige Tage nach Abgabe des Manuskripts das Leben.
Von der gelebten Normalität des Schreckens im Bombenkrieg erzählt das Steno-Übungsheft eines ganz normalen Berliner Mädchens, in das sie die Ereignisse jener Tage notierte, in denen Berlin in Schutt und Asche fiel.
Schließlich der Henker Huß, dessen Leben Hazel Rosenstrauch ein literarisches Denkmal setzt, und damit allen Außenseitern und Individualisten.
Und noch einmal das gelebte Leben: Lorenz Jäger erzählt von Momenten in Lebensläufen, in denen sich das umschlagende Schicksal präfiguriert, und enthüllt damit ›Signaturen des Schicksals‹.
Ob so schillernde literarische Glanzstücke wie Volker Altwassers ›Ich, dann eine Weile nichts‹ oder wahnwitzige Theorien über die Entstehung der Welt (Wessely, Blanqui) – immer geht es darum, den Menschen in seinem Denken und Tun zu verstehen, eine nie endende Arbeit, die nicht leichter wird, denn »die Welt um uns hat sich verändert, sie ist raffinierter und undurchsichtiger geworden. Wir leben in der Diktatur des Verschwindenlassens der Wirklichkeit, weshalb uns nichts anderes mehr übrig bleibt, als das übrig gebliebene Benennbare mit einer verzweifelten Kraftanstrengung zu benennen.« (László Végel, ›Sühne‹)
In Rivarols Geist dichten und denken zwei in Deutschland noch unbekannte französische Autoren von Weltformat: Georges Perros und Philipp Muray. Perros stellen wir Ihnen mit einem autobiografischen Gedichtroman vor, dessen Lektüre sie beglücken wird. Muray, der 2006 verstorbene, in Frankreich vielgerühmte Essayist, nähert sich in ›Céline‹ dessen Werk und Leben und stellt sich damit dem nie zu lösenden Konflikt zwischen Ästhetik und Moral. Ein Konflikt, dem wir uns auch selbst stellen, mit einem Autor wie Zakhar Prilepin, dessen Roman das Verhältnis von Gewalt, Revolution, Jugend und Provokation auslotet. Unheimlich aktuell wirkt sein in viele Sprachen übersetzter Roman ›Sankya‹, der eine russische postpostmoderne Literatur einleitete. Wie aber ist sein Autor zu beurteilen? Linksradikal und gewaltbereit, nationalistisch und antikapitalistisch, antitotalitär und einer der prominentesten Putin-Kritiker, gehört er einer Partei an, die sich »nationalbolschewikisch« nennt. Provokation oder gefährlicher Wiedergänger? Unser Bild des gegenwärtigen Russland, sein politisches Feld, seine Konflikte und Ruhepole, ist ohne ihn nicht vollständig, seine Literatur von hohem Rang. Messen wir ihn also mit den Mitteln der Kritik, die wir zur Verfügung stellen: Rivarol, Muray, Bataille, Han.
Jenseits aller Genregrenzen und Gewissheiten versetzen all diese Bücher in Schwingung, in Unruhe. Das gilt auch für die neuen Gedichte von Esther Kinsky, Cécile Wajsbrots (wahre) Geschichte und – schließen wir mit einem Anfang – für Philipp Schönthalers erstaunliches literarisches Debut, in dem er unsere Gegenwart erzählt, auf schwankenden Grund voll zärtlich evozierter Abgründe führt und das Potenzial der Fiktion als Erkenntnisinstrument vor Augen führt.
All die Fragen, die Schalamow in seinen Erzählungen aufruft. und all die Mahnungen, die uns aus seinem Werk entgegenrufen, sind auch Fragen und Mahnungen an unsere Zeit. In den Essay-Reihen ›Batterien‹ und ›Fröhliche Wissenschaft‹ werden sie aufgegriffen, gewendet und neu formuliert: Was bedeutet Menschlichkeit? Wie leicht geht sie verloren? Wo endet das Leben, wo beginnt der Tod? Unter den Bedingungen einer sich verkürzenden Realität (Voegelin), einer an Positivitätsüberschuss leidenden Gesellschaft (Han), einer an ihr Ende gelangende Aufklärung, einer Religiosität, die in einem entfesselten Kapitalismus quasi-teleologisch neue Ausdrucksformen findet (Baudet), und eines neuen Körperverständnisses (Metz/Seeßlen) werden Fragen der Ästhetik (Steinweg), der Kriegsethik (Krishnan), des Spiels (Huizinga) reflektiert. Die Antwort ist der Zweifel, Ausgangspunkt jeder Neubestimmung.
Mark von Schlegell aus den USA und Dmitri Dergatchev aus Russland. Essays zur europäischen Geistesgeschichte stehen im Mittelpunkt des Sachbuchprogramms: eine Kulturgeschichte des Sanatoriums, Hannah Arendt und das Selberdenken, Stefan Georges Gedichte und eine Untersuchung zu Enzensbergers Kursbuch. In den Reihen Batterien und Fröhliche Wissenschaft finden Sie Bücher, die an bequemen Denkgewohnheiten rühren (Gerrit Confurius), ein völlig neues Licht auf die Geschichte der Psychologie werfen (Pierre Janet) oder das Denken über Gewalt auf die Höhe unserer Zeit führen: Byung-Chul Han, dessen ›Müdigkeitsgesellschaft‹ der Überraschungserfolg der letzten Monate war, legt nun eine ›Topologie der Gewalt‹ vor und setzt damit seine luzide Gegenwartsanalyse fort.
Pressestimmen:
»Fröhlichen Wissenschaft«: »Der Verlag Matthes & Seitz Berlin knüpft mit seiner Taschenbuchreihe an eine weitgehend vernachlässigte Tradition der intellektuellen Kultur an: die Debatte, die durch essayistische Akzente in ihrem Diskurs stimuliert wird.« Marcus Stiglegger, Ikonen
Seit 2004 führt der Verleger Andreas Rötzer den Verlag mit derzeit vier Mitarbeitern und setzt die Reihe Batterien mit Titeln von Antonin Artaud, Georges Bataille, André Masson, Nicolás Gómez Dávila, Béla Hamvas, Herbert Müller-Guttenbrunn, Léon Bloy, Maurice Blanchot u.a.m. fort. Neben einem umfangreichen Sachbuchprogramm entstehen mehrbändige Ausgaben von Autoren wie Warlam Schalamow, Jules Barbey d’Aurevilly, Gerhard Rühm, Jean-Henri Fabre, Blaise Pascal. In der Reihe Fröhliche Wissenschaft erscheinen kürzere Essays zu verschiedensten Themen von klassischen und neuen Autoren. Neben der Herausgabe prägender Autoren der Moderne, wie Raymond Federman, Michel Butor oder Maurice Blanchot ist die Gegenwartsliteratur - insbesondere die deutsche und die französische - eine wichtige Säule der Verlagsarbeit.
Herbstprogramm 2012
Nichts ist so spannend wie das Leben. Die Bücher des Herbstprogramms 2012 handeln von gelebten Leben und den Geschichten, aus denen sie bestehen und die man sich von ihnen erzählt.Wäre es erfunden, wir würden das Leben Eduard Limonows erleichtert als übertrieben verwerfen können.
Emmanuel Carrère, der neue Star der französischen Literatur, macht sich in seiner vielfach ausgezeichneten Romanbiografie auf die Suche nach dem Kern dieses extremen Lebens und erzählt uns wie nebenbei nicht nur etwas über den schillernden Skandalautor, Dandy und politischen Extremisten und über Russland; sein Buch ist auch ein faszinierender Abenteuerroman über das Leben selbst.
Das gilt auch für Wassili Golowanow. Er setzt sich in einer Recherchereise den Extrembedingungen einer der kargsten bewohnten Landschaft en aus, um dort vom Grund des Lebens zu erzählen, von Mythen und Verschmelzungen mit der Natur, der er eine ungeheure, raue Poesie abringt.
Auch vom Leben erzählt Édouard Levé. Gleichsam mit dem eigenen Blut geschrieben ist sein Roman ›Selbstmord‹, der Autor nahm sich wenige Tage nach Abgabe des Manuskripts das Leben.
Von der gelebten Normalität des Schreckens im Bombenkrieg erzählt das Steno-Übungsheft eines ganz normalen Berliner Mädchens, in das sie die Ereignisse jener Tage notierte, in denen Berlin in Schutt und Asche fiel.
Schließlich der Henker Huß, dessen Leben Hazel Rosenstrauch ein literarisches Denkmal setzt, und damit allen Außenseitern und Individualisten.
Und noch einmal das gelebte Leben: Lorenz Jäger erzählt von Momenten in Lebensläufen, in denen sich das umschlagende Schicksal präfiguriert, und enthüllt damit ›Signaturen des Schicksals‹.
Ob so schillernde literarische Glanzstücke wie Volker Altwassers ›Ich, dann eine Weile nichts‹ oder wahnwitzige Theorien über die Entstehung der Welt (Wessely, Blanqui) – immer geht es darum, den Menschen in seinem Denken und Tun zu verstehen, eine nie endende Arbeit, die nicht leichter wird, denn »die Welt um uns hat sich verändert, sie ist raffinierter und undurchsichtiger geworden. Wir leben in der Diktatur des Verschwindenlassens der Wirklichkeit, weshalb uns nichts anderes mehr übrig bleibt, als das übrig gebliebene Benennbare mit einer verzweifelten Kraftanstrengung zu benennen.« (László Végel, ›Sühne‹)
Frühjahrsprogramm 2012
Seinen Namen kennen viele, seine Wirkung ist enorm, aber gelesen haben ihn wenige: Rivarol, neben Chamfort der wohl schillerndste der Moralisten. Seine Gedanken und Maximen sind unbequem, scharf und unzeitgemäß: doch das Unzeitgemäße ist immer gegenwärtig. So freuen wir uns, dass wir die erste Gesamtausgabe seines philosophischen Werks präsentieren können. ›Vom Menschen‹ erschließt sein beinahe arkanes Denken.In Rivarols Geist dichten und denken zwei in Deutschland noch unbekannte französische Autoren von Weltformat: Georges Perros und Philipp Muray. Perros stellen wir Ihnen mit einem autobiografischen Gedichtroman vor, dessen Lektüre sie beglücken wird. Muray, der 2006 verstorbene, in Frankreich vielgerühmte Essayist, nähert sich in ›Céline‹ dessen Werk und Leben und stellt sich damit dem nie zu lösenden Konflikt zwischen Ästhetik und Moral. Ein Konflikt, dem wir uns auch selbst stellen, mit einem Autor wie Zakhar Prilepin, dessen Roman das Verhältnis von Gewalt, Revolution, Jugend und Provokation auslotet. Unheimlich aktuell wirkt sein in viele Sprachen übersetzter Roman ›Sankya‹, der eine russische postpostmoderne Literatur einleitete. Wie aber ist sein Autor zu beurteilen? Linksradikal und gewaltbereit, nationalistisch und antikapitalistisch, antitotalitär und einer der prominentesten Putin-Kritiker, gehört er einer Partei an, die sich »nationalbolschewikisch« nennt. Provokation oder gefährlicher Wiedergänger? Unser Bild des gegenwärtigen Russland, sein politisches Feld, seine Konflikte und Ruhepole, ist ohne ihn nicht vollständig, seine Literatur von hohem Rang. Messen wir ihn also mit den Mitteln der Kritik, die wir zur Verfügung stellen: Rivarol, Muray, Bataille, Han.
Jenseits aller Genregrenzen und Gewissheiten versetzen all diese Bücher in Schwingung, in Unruhe. Das gilt auch für die neuen Gedichte von Esther Kinsky, Cécile Wajsbrots (wahre) Geschichte und – schließen wir mit einem Anfang – für Philipp Schönthalers erstaunliches literarisches Debut, in dem er unsere Gegenwart erzählt, auf schwankenden Grund voll zärtlich evozierter Abgründe führt und das Potenzial der Fiktion als Erkenntnisinstrument vor Augen führt.
Herbstprogramm 2011
Als »Wahrheit des lebendigen Lebens« bezeichnet Warlam Schalamow die Essenz seiner gewaltigen Schöpfung der ›Erzählungen aus Kolyma‹, die nun erstmals vollständig auf Deutsch vorliegen. »Neue psychologische Gesetzmäßigkeiten« zeigt er darin, und gewinnt ein tiefes Wissen über den Menschen, aus Erfahrungen, die er mit »viel Blut erkauft« und in seinem Werk als »das Wichtigste im Leben bewahrt « hat.All die Fragen, die Schalamow in seinen Erzählungen aufruft. und all die Mahnungen, die uns aus seinem Werk entgegenrufen, sind auch Fragen und Mahnungen an unsere Zeit. In den Essay-Reihen ›Batterien‹ und ›Fröhliche Wissenschaft‹ werden sie aufgegriffen, gewendet und neu formuliert: Was bedeutet Menschlichkeit? Wie leicht geht sie verloren? Wo endet das Leben, wo beginnt der Tod? Unter den Bedingungen einer sich verkürzenden Realität (Voegelin), einer an Positivitätsüberschuss leidenden Gesellschaft (Han), einer an ihr Ende gelangende Aufklärung, einer Religiosität, die in einem entfesselten Kapitalismus quasi-teleologisch neue Ausdrucksformen findet (Baudet), und eines neuen Körperverständnisses (Metz/Seeßlen) werden Fragen der Ästhetik (Steinweg), der Kriegsethik (Krishnan), des Spiels (Huizinga) reflektiert. Die Antwort ist der Zweifel, Ausgangspunkt jeder Neubestimmung.
Frühjahrsprogramm 2011
Mit großer Freude durften wir im November 2010 gemeinsam mit dem Pariser L’Arche Éditeur den Prix de l’Académie de Berlin entgegennehmen. Dieser ehrenvolle und schöne Preis, den im Jahr zuvor Johannes Willms erhalten hatte, wird jenen zuerkannt, die »zur Belebung und Vertiefung der Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich beitragen «. In der Preisbegründung für Matthes & Seitz Berlin hieß es: »Als Fundament des Verlages gelten unter anderem die Werke von Georges Bataille und Marquis de Sade. Seit seiner Neugründung hat sich Matthes & Seitz Berlin der europäischen Gegenwartsliteratur geöffnet. Zugleich präsentiert der Verlag in Deutschland vergessene Werke französischer Autoren.« Auch in Zukunft werden wir versuchen, dem deutschen Publikum Autoren der französische Geisteswelt vorzustellen: Jules Barbey d’Aurevilly, Léon Bloy, Jean-Henri Fabre, Théophile Gautier oder Maurice Leblanc und Napoleon Bonaparte – Antonin Artaud, Georges Bataille, Maurice Blanchot, Pierre Janet, Michel Leiris, Valère Novarina. Das sind nur einige der Autoren, die Sie in unserem Programm entdecken können, ein Programm, das unterhalten und zum Denken anregen will – oder zum Widerspruch. Aber nicht nur Französisches stellen wir Ihnen im Frühjahr 2011 vor. Einen weiteren Schwerpunkt bildet der Balkan mit den neuen Romanen von Esther Kinsky und László Végel sowie des erstmals ins Deutsche übersetzten Serben Dragan Aleksić. In der Reihe Neue Welt können Sie zwei junge Autoren entdecken, von denen Sie sicher noch einiges lesen werden:Mark von Schlegell aus den USA und Dmitri Dergatchev aus Russland. Essays zur europäischen Geistesgeschichte stehen im Mittelpunkt des Sachbuchprogramms: eine Kulturgeschichte des Sanatoriums, Hannah Arendt und das Selberdenken, Stefan Georges Gedichte und eine Untersuchung zu Enzensbergers Kursbuch. In den Reihen Batterien und Fröhliche Wissenschaft finden Sie Bücher, die an bequemen Denkgewohnheiten rühren (Gerrit Confurius), ein völlig neues Licht auf die Geschichte der Psychologie werfen (Pierre Janet) oder das Denken über Gewalt auf die Höhe unserer Zeit führen: Byung-Chul Han, dessen ›Müdigkeitsgesellschaft‹ der Überraschungserfolg der letzten Monate war, legt nun eine ›Topologie der Gewalt‹ vor und setzt damit seine luzide Gegenwartsanalyse fort.
Pressestimmen:
»Fröhlichen Wissenschaft«: »Der Verlag Matthes & Seitz Berlin knüpft mit seiner Taschenbuchreihe an eine weitgehend vernachlässigte Tradition der intellektuellen Kultur an: die Debatte, die durch essayistische Akzente in ihrem Diskurs stimuliert wird.« Marcus Stiglegger, Ikonen

