Diese hier erstmals als Buch auf Deutsch veröffentlichte Studie zählt zu den konzisesten und wichtigsten Abhandlungen Baudrillards und ist doch eine der am wenigsten bekannten. Er beschäftigt sich darin mit den Grenzen der Soziologie, der Informationstheorie und den Theorien von »Masse«, für ihn der »Nullpunkt des Politischen«. Baudrillard formuliert eine Informationstheorie, nach der »die Masse ein Medium ist, das stärker ist als alle Medien«.
Stimmen
»Baudrillards Schrift „Im Schatten der schweigenden Mehrheit oder Das Ende des Sozialen“ erfuhr nun erfreulicherweise in den vergangenen Wochen bei Matthes & Seitz Berlin eine Neuauflage, sodass die Abhandlung erstmals in Buchform in deutscher Sprache vorliegt. (...) Trotz aller apokalyptischen Töne und aller nihilistischen Tendenzen (...), ist diese frühe Abhandlung aus den 1970er Jahren unheimlich aktuell. Sie geht die/den Lesende(n) beinahe körperlich an, indem sie zunächst einmal behauptet, dass die Grundpfeiler ihrer/seiner gesellschaftlichen Konstitution Ergebnisse einer unaufhaltsamen Simulation und Imaginationsleistung sind.«
Marcus, mainstage.de, 10. Juli 2010
»In einem kleinen Buch, das gerade bei Matthes & Seitz erschienen ist, findet sich einer der unbekanntesten und doch grundlegendsten Texte von Jean Baudrillard (1929-2007). (...) Baudrillard macht klar, dass sein Thema keinesfalls die allgemeine Verdummung ist. Es geht ihm um das Verschlucken des Sozialen in einem implodierenden Sumpf aus Panik und Unsicherheit. (...) Mass is message. Und das Ergebnis: Eine hyperreale Konformität, zu der nur ein Äquivalent existiere: der Terror.«
Wolfgang Müller, Junge Welt, 3. Juli 2010
»[H]öchst interessant, was für Einblicke Baudrillard in den Zustand des Sozialen gewährt und es ist zu hoffen, dass diese für die Diskussion um die Entwicklung der „Kontrollgesellschaften“ fruchtbar gemacht werden. Auch wie er sich dem Ausdruck „Masse“ annähert und verdeutlicht, dass dieser nicht in Kategorien zu pressen ist und jeglichen Sinn absorbiert ist äußerst inspirierend und regt dazu an, das identifizierende wissenschaftliche Denken zu reflektieren.«
Fabian Gödeke, socialnet, 10. Juni 2010
»Diese hier erstmals als Buch auf Deutsch veröffentlichte Studie zählt zu den konzisesten und wichtigsten Abhandlungen Baudrillards und ist doch eine der am wenigsten bekannten.«
Kultbote, 25. Mai 2010
»Im Reich der unzähligen Sender, Freunde und Gesprächspartner (...) haben die massentheoretischen Überlegungen Jean Baudrillards einen neuen Reiz (...).«
Thomas Thiel, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10. Mai 2010
»Es verdient Lob und Anerkennung, dass Matthes und Seitz Baudrillards nahezu unbekannt gebliebenen Text wiederentdeckt hat. ›Fröhliche Wissenschaft‹ – Nietzsches Wort als Namensgeber einer wahrlich herausragenden Reihe, die zwar nicht immer so fröhlich klingt, aber unglaublichen Spaß beim Lesen verspricht. So sorgen auch Henker, Opfer, Tränen, das Absurde oder das Jüngste Gericht für allerbeste Unterhaltung auf höchstem Niveau.«
Jürgen Nielsen-Sikora, Glanz & Elend, April 2010
»Ein lohnenswerter Denkansatz.«
shakespeare-and-more.com, 02. März 2010
»Jean Baudrillard (...) als glänzender, bisweilen schillernder, manchmal auch sprunghafter Stilist (...).«
Hans-Joachim Neubauer, Rheinischer Merkur, 07. Januar 2010