Der Meister der Zerstörung

Der symbolische Tausch und der Tod ist eine verstörende Zustandsdiagnose der Gegenwart. Jean Baudrillard zeigt in seinem wichtigsten Buch den rapiden Verlust des Wirklichen hinter den modernen Zeichenspielen und Trugbildern. Er erweist sich als theoretischer Grenzgänger, der das System mit seinen Vereinnahmungstendenzen als Simulation enthüllt. Baudrillards Widerstand besteht darin, diese Erscheinung der Moderne zum Vibrieren und in den Taumel des Untergangs zu bringen. Ausgangs- und Endpunkt seines Denkens ist dabei der Tod, oder genauer das Sterben, als Signatur der Jetztzeit, als negative Bestimmung unserer Gesellschaft. Im Tod findet er die letzte Antwort, auf die keine Frage gefunden werden kann. Nach ausführlichen Diagnosen von Phänomenen unserer Zeit wie Mode, Körper, Katastrophen oder Unfällen kommt er zu dem Schluß, daß der Tod die letzte sinnhaltige Enklave in einer durch die universale Kapitalbewegung sinnentleerten Welt ist.


Stimmen

»Im Laufe der Zeit wird Baudrillard immer wichtiger werden.«
Susan Sontag

»Baudrillard formuliert das Gespenst, das eine technisierte und mediale Welt für den Einzelnen sein kann. Nicht die Gegenwart interessiert ihn dabei, sondern die Übersteigerung ihrer Tendenzen: ›Wenn Sie so wollen, ist es theoretischer Science-Fiction, was ich hier mache.‹«
Westdeutscher Rundfunk


Weitere Bücher von Jean Baudrillard
bei Matthes & Seitz Berlin:

 Der symbolische Tausch und der Tod

Jean Baudrillard
Der symbolische Tausch und der Tod
Batterien
Neuauflage
Aus dem Französischen von Gerd Bergfleth, Gabriele Ricke und Ronald Voullié
360 Seiten, geb. mit Schutzumschlag
ISBN 978-3-88221-665-3
€ 29,90 / CHF 49,00

Matthes & Seitz Berlin auf der Frankfurter Buchmesse (06.-10. Oktober): Halle 4.1., Stand E121