Albert Ehrenstein

Albert Ehrenstein, 1886 in Ottakring, Österreich-Ungarn, geboren, wurde durch seine expressonistischen Dichtungen ab 1910 bekannt, die er in Büchern, aber auch in Zeitschriften wie Herwarth Waldens Der Sturm oder Franz Pfemferts Die Aktion veröffentlichte. Er stand in engem Kontakt u. a. mit Else Lasker-Schüler, Gottfried Benn und Franz Werfel. Als überzeugter Kriegsgegner kam er ab 1914 in Kontakt u. a. mit Walter Hasenclever und Martin Buber, Franz Jung, George Grosz und Johannes R. Becher. Nach 1918 unterstützte er die Revolution in Deutschland, ging 1928 in die Schweiz nach Viganello und ab Ende 1932 lebte er als Emigrant in Brissago, bevor er 1941 über Spanien in die USA ausreisen konnte, wo er für die Zeitung Aufbau schrieb. 1949 kehrte er erst in die Schweiz, dann nach Deutschland zurück, fand jedoch keinen Verleger und kehrte schließlich enttäuscht nach New York zurück. Nach zwei Schlaganfällen wurde er in ein Armenhospiz auf Welfare Island verbracht, wo er am 8. April 1950 starb. Nach seinem Tod sammelten Freunde Geld, damit seine Urne nach England verschifft werden konnte, wo sein Bruder Carl immer noch lebte. Ehrensteins Asche wurde schließlich auf dem Bromley Hill Cemetery in London beigesetzt.

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Veranstaltungen

  • Mo01.Juli2024
    Eva Schestag stellt Albert Ehrensteins »Räuber und Soldaten« vor
    Vortrag
    Montag 01.07.2024, 18:15 Uhr, Rheinische-Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Hauptgebäude, HS XI, 1. OG., Bonn

    Eva Schestag stellt Albert Ehrensteins »Räuber und Soldaten« vor

    Die Räuber vom Liang Schan Moor, einer der vier großen Romane aus dem klassischen China, erzählt und verdichtet von einem der wichtigsten Vertreter des literarischen Expressionismus. Enttäuscht ...
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Albert Ehrenstein

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