Hans Rudolf Berndorff

Hans Rudolf Berndorff

Der Journalist und Schriftsteller Hans Rudolf Berndorff wurde 1895 in Köln geboren. Nach einer Ausbildung in Schauspielregie und -dramaturgie an der Theaterakademie Düsseldorf wurde er ab 1925 Chefreporter im Berliner Ullstein Verlag, wo er mit Artikelserien über Schiffsuntergänge, Kriminalfälle, Weltreisen und Expeditionen bekannt wurde.

Während der Zeit des Nationalsozialismus war der aktive Kriegsteilnehmer und ehemalige Freikorpskämpfer (seit 1933 Mitglied einer SS-Standarte) als Autor wohlgelitten. Zwischen 1933 und 1940 veröffentlichte er unter seinem eigenen Namen sowie unter den Pseudonymen Rudolf van Wehrt und Hans Rudolf etliche Romane und Tatsachenberichte, die allesamt im Ullstein- bzw. Deutschen Verlag als Bücher erschienen.
Im Zweiten Weltkrieg galten seine Werke als »kriegswichtig«, und das Propagandaministerium bemühte sich, dem Buch- und mittlerweile Filmautor Berndorff bis 1945 optimale Arbeitsbedingungen zu gewährleisten.

Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte Berndorff seine schriftstellerische Karriere trotz seiner Mitgliedschaft bei der SS bruchlos fortsetzen.

Ab 1945 war er als Reporter und Korrespondent für das englische Nachrichtenbüro German News Service und den Manchester Guardian tätig. In den 1950er-Jahren verfasste er als Ghostwriter u.a. die Autobiographien für Ferdinand Sauerbruch und Hjalmar Schacht.
Der sich selbst zum »rheinischen Eulenspiegel« stilisierende Autor starb 1963 in Hamburg.

Hans Rudolf Berndorff