Ryoko Sekiguchi

Ryoko Sekiguchi, 1970 in Tokio geboren, lebt seit 1997 als Lyrikerin, Autorin und Übersetzerin in Paris. Für ihr japanisches Debüt 1988 erhielt sie den Preis Cahiers de la poésie contemporaine. Sie übersetzte u.a. Werke von Pierre Alferi, Atiq Rahimi, Jean Echenoz ins Japanische, sowie Yoko Tawada und Gôzô Yoshimasu, klassische japanische Dichtung und zahlreiche Mangas ins Französische. Da sie in beide Richtungen übersetzt (vom Französischen ins Japanische und umgekehrt), betrachtet sie ihre Arbeit immer als »von einer bestimmten Art des Zusammentreffens, der Zweiheit und Zweisamkeit durchzogen.« Diese (mindestens – sie kann auch Persisch) doppelte Kultur ist auch in ihren eigenen Büchern deutlich zu spüren und führt zu einer besonderen Schreibweise. Sie kreiert ein Hybrides, Interkulturelles, in dem sich beide Welten zu einem Neuen verweben, das unseren (europäischen) Blick zum Beispiel auf die Zeit oder die Nahrungsmittel hinterfragt. Seit 2003 schreibt sie selbst auf Französisch und veröffentlichte zahlreiche Gedichtbände und etliche Bücher Bücher über den Geschmack und dessen Verbindung zu den essentiellen Themen des Lebens: Präsenz, Liebe und Endlichkeit. Für Nagori gewann sie 2019 den Coup de coeur du prix Rungis des Gourmets 2019 und den Prix Mange, livre!

Weitere von ihr im französischen Verlag P.O.L. erschienenen Bücher: La Voix sombre (2015), Le Club des Gourmets et autres cuisines japonaises (2013) Ce n’est pas un hasard (2011) |Héliotropes (2005) Deux marchés, de nouveau (2005) Calque (2001). 

Ryoko Sekiguchi