Ulrich Kunzmann

Ulrich Kunzmann, 1943 geboren, übersetzte seit 1969 aus dem Französischen, Spanischen und Portugiesischen. Nach einem Studium der Romanistik von 1961 bis 1966 promovierte er 1971 mit einer Arbeit über den guatemaltekischen Nobelpreisträger Miguel Ángel Asturias. Anschließend arbeitete er rund zwanzig Jahre als Dramaturg für Hör- und Schauspiele aus dem romanischen Sprachraum, bevor er seit 1991 hauptberuflich als Literaturübersetzer tätig war.

Im Laufe seiner Karriere legte Kunzmann mehr als 70 Übersetzungen vor. Einen besonderen Schwerpunkt bildete die lateinamerikanische Literatur, die er mit großem Engagement im deutschsprachigen Raum bekannt machte. Zu den wichtigsten von ihm übersetzten Autoren zählen Miguel Ángel Asturias, Alejo Carpentier, Carlos Fuentes, Augusto Roa Bastos, Mario Vargas Llosa, Juan Carlos Onetti, Pablo Neruda, Rubén Darío, José Lezama Lima und Miguel Barnet. Darüber hinaus übertrug er Werke von José Ortega y Gasset, Bartolomé de Las Casas, José Luis Sampedro, Ramón María del Valle-Inclán, José Maria Eça de Queiroz sowie Bernard de Fontenelle. Auch an der ersten deutschen Gesamtausgabe von Blaise Pascal arbeitete er maßgeblich mit. Für Matthes & Seitz Berlin übersetzte der außerordentlich produktive, belesene und stilistisch versierte Übersetzer u.a. Autoren wie Nicolas Gomez Davila, Jean-Henri Fabre, Rivarol, Chamfort und Pascal. Ulrich Kunzmann starb 2023 in Berlin.

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