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  • »Die Pandemie kann uns Zugang zum wirklichen Leben verschaffen.«
    20.04.2020

    »Die Pandemie kann uns Zugang zum wirklichen Leben verschaffen.«

    Der Philosoph François Jullien erklärt in einem Interview mit Le Monde, warum diese Krise eine Gelegenheit sein kann, uns neue Möglichkeiten zu eröffnen, sowohl politisch als auch ethisch.

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  • Zwischen Shutdown und Shitstorm
    27.03.2020

    Zwischen Shutdown und Shitstorm

    Moralische Überlegungen eines Unternehmers in Zeiten des Virus – von Alexander Pschera

    Ich bin Inhaber und CEO eines Beratungsunternehmens mit 50 Mitarbeitern. Wie so viele andere Unternehmer auch, habe ich die Krise nicht kommen sehen. Sie war plötzlich „da“. Gleichsam über Nacht ...
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  • Gute Unterhaltung, Herr Adorno!
    20.08.2019

    Gute Unterhaltung, Herr Adorno!

    von Franz Josef Czernin

    Ja, was haben Sie denn gegen Unterhaltung, gegen das Entertainment, das sogenannte? – Zum Beispiel gegen viele Popmusik?

    Mein Song dazu beginnt so: Bin nicht bei den Amish/ noch bei der IS,/ bin kein Karthäuser,/ auch kein Trappist,/ ich lass mich gerne gehn,/ ja auch gern zerstreun/ und muss es nicht bereun, usw....

    Ich habe also gar nichts dagegen, sondern fühle mich sogar recht gut dabei ...

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  • Ist Kunst politisch?
    11.06.2019

    Ist Kunst politisch?

    von Franz Josef Czernin

    Es ist eine Art Gretchenfrage, die gar nicht mehr ausdrücklich gestellt werden muss. Denn sie wird in den Medien, von sogenannten Kunstschaffenden wie auch jenen, die Kunst vermitteln, wie selbstverständlich mit Ja beantwortet: Ja, Kunst ist politisch. Und wehe, man behauptete das Gegenteil. Dabei wäre die gegenteilige Antwort ebenso gut oder schlecht, da doch die in die Frage involvierten Begriffe und Annahmen ganz ungeklärt angewendet werden. ...

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  • Éric Vuillards episches Theater: Gedanken zur Übersetzung von »Die Tagesordnung«
    20.04.2018

    Éric Vuillards episches Theater: Gedanken zur Übersetzung von »Die Tagesordnung«

    von Nicola Denis

    Éric Vuillards Bücher sind Geschichtsfiktionen. Ihr Genre, im Französischen schlicht récit genannt, ist hierzulande, wo man stets um genaue Einordnung bemüht ist, schwer zu fassen: Roman, Erzählung, Essay, Kurzprosa, Geschichtsroman, Dokufiktion oder sogar Rhapsodie wie bei Vuillards erstem Buch in Deutschland, Ballade vom Abendland (2014), um dem epischen Atem, der musikalischen Behandlung der Sprache gerecht zu werden?

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  • Fluctuat nec mergitur: Rimbauds poetischer Altwarenhandel (I)
    13.03.2018

    Fluctuat nec mergitur: Rimbauds poetischer Altwarenhandel (I)

    von Tim Trzaskalik

    Vortrag gehalten im Gutenberg-Museum Mainz am 8. Dezember 2017 im Rahmen der Ausstellung »Absolument moderne« zu Rimbauds Gedicht »Das trunkne Schiff«

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  • »Diese Welt ist nicht für uns gemacht, sie ist für niemanden, für nichts gemacht«
    01.02.2018

    »Diese Welt ist nicht für uns gemacht, sie ist für niemanden, für nichts gemacht«

    Ein Gespräch mit Céline Minard über ihren neuen Roman »Das große Spiel«

      In „das große Spiel“ begegnen sich Technik und Natur. Sehen Sie in der Natur eine Bedrohung? Brauchen wir die Technik, um uns vor der Natur zu schützen? Die Natur stellt keine Bedrohung ...
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  • Freiheit für den Künstler Pjotr Pawlenski
    21.11.2017

    Freiheit für den Künstler Pjotr Pawlenski

    von Yann Merlin

    Pjotr Pawlenski wurde im Mai 2017 in Frankreich als politischer Flüchtling anerkannt, da er alle notwendigen Kriterien für diesen Status erfüllt.

    Vermutlich konnte er nachweisen, dass er in seinem Herkunftsland – dem Russland des Wladimir Putin – Verfolgungen ausgesetzt war.

    Pjotr Pawlenski ist ein Künstler, der nie etwas im Gefängnis zu suchen hatte.

    Weder in Frankreich noch in Russland.

    Man kommt um die Feststellung nicht umhin, dass die russische Zivilgesellschaft gegen seine Gefangenschaft demonstrierte, indem sie Sitzblockaden abhielt, und das wochenlang – während hier in Frankreich die öffentliche Meinung zu einem Schweigen erstarrt ist, das Fragen aufwirft.

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  • Radonitzer: Goldstein lesen 5
    06.04.2017

    Radonitzer: Goldstein lesen 5

    Listen

    Seitdem der französische Philosoph und Sinologe François Jullien, aber auch der italienische Semiotiker und Schriftsteller Umberto Eco in der Ästhetik die Aufmerksamkeit für Listen geschärft haben, kann man in Texten eine Vielzahl solcher Listen entdecken. Die Liste als nicht endende Darstellung des Unendlichen aufgefaßt, ist eine Möglichkeit, das unerzählbar Unzählbare erzählbar zu machen.

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    Radonitzer liest Alexander Goldsteins Roman »Denk an Famagusta«

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  • 16.02.2017

    Radonitzer: Goldstein lesen 4

    Frauen

    Der Romanerzähler lebt in einer Männergesellschaft. Männer, ihre Geschichten, ihre Rituale, ihr Überleben und Sterben sind sein Stoff. Dennoch begegnet uns gleich am Beginn des Romans eine Frau, Lana Bykowa. Sie ist so etwas wie eine mütterliche Freundin des Erzählers, Lanotschka, wie er sie zärtlich nennt, »eine kleine Dicke von laut Ausweis dreiundvierzig Jahren, meine Chefin beim Kollationieren der Papiere des Parteiarchivs«. Mit ihr und einem Dutzend Frauen, Türkinnen, Armenierinnen, Russinnen, Jüdinnen, sitzt er in der Korrekturabteilung der Druckerei. Lana Bykowa war er als Kind begegnet, sie hatte den heulenden Knaben in der Banja Fantasjia getröstet.

    Von welchen Frauen spricht der Erzähler, der manchmal das Alter Ego des Autors ist?

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    Radonitzer liest Alexander Goldsteins Roman »Denk an Famagusta«

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