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  • Éric Vuillards episches Theater: Gedanken zur Übersetzung von »Die Tagesordnung«
    20.04.2018

    Éric Vuillards episches Theater: Gedanken zur Übersetzung von »Die Tagesordnung«

    von Nicola Denis

    Éric Vuillards Bücher sind Geschichtsfiktionen. Ihr Genre, im Französischen schlicht récit genannt, ist hierzulande, wo man stets um genaue Einordnung bemüht ist, schwer zu fassen: Roman, Erzählung, Essay, Kurzprosa, Geschichtsroman, Dokufiktion oder sogar Rhapsodie wie bei Vuillards erstem Buch in Deutschland, Ballade vom Abendland (2014), um dem epischen Atem, der musikalischen Behandlung der Sprache gerecht zu werden?

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  • Fluctuat nec mergitur: Rimbauds poetischer Altwarenhandel (I)
    13.03.2018

    Fluctuat nec mergitur: Rimbauds poetischer Altwarenhandel (I)

    von Tim Trzaskalik

    Vortrag gehalten im Gutenberg-Museum Mainz am 8. Dezember 2017 im Rahmen der Ausstellung »Absolument moderne« zu Rimbauds Gedicht »Das trunkne Schiff«

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  • »Diese Welt ist nicht für uns gemacht, sie ist für niemanden, für nichts gemacht«
    01.02.2018

    »Diese Welt ist nicht für uns gemacht, sie ist für niemanden, für nichts gemacht«

    Ein Gespräch mit Céline Minard über ihren neuen Roman »Das große Spiel«

      In „das große Spiel“ begegnen sich Technik und Natur. Sehen Sie in der Natur eine Bedrohung? Brauchen wir die Technik, um uns vor der Natur zu schützen? Die Natur stellt keine Bedrohung ...
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  • Freiheit für den Künstler Pjotr Pawlenski
    21.11.2017

    Freiheit für den Künstler Pjotr Pawlenski

    von Yann Merlin

    Pjotr Pawlenski wurde im Mai 2017 in Frankreich als politischer Flüchtling anerkannt, da er alle notwendigen Kriterien für diesen Status erfüllt.

    Vermutlich konnte er nachweisen, dass er in seinem Herkunftsland – dem Russland des Wladimir Putin – Verfolgungen ausgesetzt war.

    Pjotr Pawlenski ist ein Künstler, der nie etwas im Gefängnis zu suchen hatte.

    Weder in Frankreich noch in Russland.

    Man kommt um die Feststellung nicht umhin, dass die russische Zivilgesellschaft gegen seine Gefangenschaft demonstrierte, indem sie Sitzblockaden abhielt, und das wochenlang – während hier in Frankreich die öffentliche Meinung zu einem Schweigen erstarrt ist, das Fragen aufwirft.

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  • Radonitzer: Goldstein lesen 5
    06.04.2017

    Radonitzer: Goldstein lesen 5

    Listen

    Seitdem der französische Philosoph und Sinologe François Jullien, aber auch der italienische Semiotiker und Schriftsteller Umberto Eco in der Ästhetik die Aufmerksamkeit für Listen geschärft haben, kann man in Texten eine Vielzahl solcher Listen entdecken. Die Liste als nicht endende Darstellung des Unendlichen aufgefaßt, ist eine Möglichkeit, das unerzählbar Unzählbare erzählbar zu machen.

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    Radonitzer liest Alexander Goldsteins Roman »Denk an Famagusta«

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  • 16.02.2017

    Radonitzer: Goldstein lesen 4

    Frauen

    Der Romanerzähler lebt in einer Männergesellschaft. Männer, ihre Geschichten, ihre Rituale, ihr Überleben und Sterben sind sein Stoff. Dennoch begegnet uns gleich am Beginn des Romans eine Frau, Lana Bykowa. Sie ist so etwas wie eine mütterliche Freundin des Erzählers, Lanotschka, wie er sie zärtlich nennt, »eine kleine Dicke von laut Ausweis dreiundvierzig Jahren, meine Chefin beim Kollationieren der Papiere des Parteiarchivs«. Mit ihr und einem Dutzend Frauen, Türkinnen, Armenierinnen, Russinnen, Jüdinnen, sitzt er in der Korrekturabteilung der Druckerei. Lana Bykowa war er als Kind begegnet, sie hatte den heulenden Knaben in der Banja Fantasjia getröstet.

    Von welchen Frauen spricht der Erzähler, der manchmal das Alter Ego des Autors ist?

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    Radonitzer liest Alexander Goldsteins Roman »Denk an Famagusta«

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  • 10.01.2017

    Radonitzer: Goldstein lesen 3

    Film

    Lushin war kein »Kinogeher«. Ein Kino besuchte er nur einmal – nach dem Ende seiner Schachkarriere. Die in den Räumen des Filmkonzerns »Veritas« hängenden Fotos, auf denen ein blasser Mann mit starrem Gesicht und großer amerikanischer Brille zu sehen war, der mit den Händen am Gesims eines Wolkenkratzers hing – drauf und dran, in die Tiefe zu stürzen, sagten ihm nichts. Für Nabokov die Andeutung von Lushins Ende – Fenstersturz.

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    Radonitzer liest Alexander Goldsteins Roman »Denk an Famagusta«

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  • 16.12.2016

    Radonitzer: Goldstein lesen 2

    Schach

    Im letzten Kapitel des Romans bekennt der Erzähler (das alter Ego des Autors), Glück wäre für ihn »die Schachveranda im griechischen Limassol auf Zypern und die kleinen Lämpchen auf den Tischen zu einer Tasse Tee mit Rum oder Kognak«. Orte, an denen man Schach spielt, tauchen im Text mehrfach auf; der Erzähler nimmt die Blitzschachspieler, die Kommentatoren, selten die Meister, oft nur im Vorbeigehen wahr. Die Schwindler und Hochstapler tummeln sich an anderen Plätzen.

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    Radonitzer liest Alexander Goldsteins Roman »Denk an Famagusta«

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  • Radonitzer: Goldstein lesen 1
    18.11.2016

    Radonitzer: Goldstein lesen 1

    Es hätte Alexander Goldstein sicher gefallen, hätte er erfahren, dass im Verlag, der 2016 seinen grandiosen Roman »Denk an Famagusta« herausbringen würde, drei Jahre zuvor in der Reihe »Naturkunden« ein großformatiger Band über die Dinosaurier erschienen war. Die phantasievollen Zeichnungen des tschechischen Künstlers Zdeněk Burian ließen jene »Verlorenen Welten« erstehen, in denen andere Geschöpfe die Erde bevölkerten. In der 9. Klasse hatte der junge Alexander einen Aufsatz über »seinen Lieblingshelden« zu schreiben, entgegen dem Rat seines Vaters, eines erfahrenen Journalisten, und dem ungeschriebenen Gesetz, dieser Held dürfe nur ein Bestarbeiter oder Kriegsheld sein, wählte der Knabe eines jener urzeitlichen Wesen, die Echse Chiroterium, entsprungen der Phantasie des Künstlers, denn es gab nicht den geringsten Beweis ihrer Existenz.

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    Radonitzer liest Alexander Goldsteins Roman »Denk an Famagusta«.

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  • Mario Perniola: Vom katholischen Fühlen
    14.10.2014

    Mario Perniola: Vom katholischen Fühlen

    Del Sentire Cattolico - Die römischen Cäsaren an der Wurzel des Papsttums - Der liturgische Formalismus als Schatzkammer der Logik - Die Modernität des Katholizismus - Die andere Sichtweise Mario Perniolas

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