(Berlin, Miami)
Buch

(Berlin, Miami)

273 Seiten, Broschur
Preis: 12,00 €

»Ein Roman wie ›(Berlin, Miami)‹ [ist], jedenfalls fürs Erste, ein außergewöhnlicher Beleg für die Erkenntnis, der sich auch Bajohr anschließt: ›Niemand schreibt je allein‹.« – Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung 


Die Welt in Hannes Bajohrs (Berlin, Miami) ist alles, was einer mit vier Gegenwartsromanen gespeisten KI zugefallen ist: ein namenloser Programmierer, der Listen daraufhin prüft, wer tot ist und wer nicht. Agenten der sogenannten Ãää-Firma, die Ãäängste schüren wollen. Die Gründung des niedrigen Kongresses auf Sylt. Kieferling und Teichenkopf. Lebensviren und Co-Yoga. Pechwörterworte, Sechs-Lame-Sprache und DER UNTERSCHIED. Was daraus generiert wird, ist Erzählung als bloßes Oberflächenphänomen, der irrwitzige Fiebertraum eines Sprachmodells, das Liebesgeschichten und Verschwörungsnarration simuliert, um sich – der Logik von Realität und Grammatik zum Trotz – umgehend selbst ins Wort zu fallen, an die Wand zu fahren und auch noch der letzten kausalen Klammer zu entledigen. Doch anstatt schlussendlich daraus aufzuwachen, wird die KI von Bajohr immer weiter angespornt, bis selbst der altbekannte Traum der Roboter von elektrischen Schafen platzen muss und so der Literatur gänzlich neue Rahmen steckt.

Buch
ISBN: 978-3-7518-7013-9
Verlag: Rohstoff
Auflage: 2
Veröffentlicht: 2023
Schlagworte: Künstliche Intelligenz, Berlin, Miami, Verschwörungstheorien, Viren, Joshua Groß, Juan S. Guse, Berit Glanz, Agententhriller, Künstlerroman, Computerliteratur, Julia Zange, ChatGPT, Konzeptkunst

»Ein Roman wie ›(Berlin, Miami)‹ [ist], jedenfalls fürs Erste, ein außergewöhnlicher Beleg für die Erkenntnis, der sich auch Bajohr anschließt: ›Niemand schreibt je allein‹.«
– Harald Staun, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

»Indem (Berlin, Miami) die Grenzen moderner Texterzeugungsprogramme aufzeigt, entlarvt es zugleich eine unkritische Technikbegeisterung [und] entfaltet einen faszinierenden Charme.«
– André Hatting, Deutschlandradio Kultur
 
»Was das Resultat dieses Experiments beim Lesen auslöst, lässt sich kaum in Worte fassen. Weit entfernt von einem herkömmlichen Roman ist es gleichzeitig überfordernd, komisch, absurd und inkohärent.«
– Simon Leuthold, SRF2
 
»Dem Roman kommt als mutige Versuchsanordnung ein Wert an sich zu, insofern es durch seine radikale Praxis den Status quo der KI zweifelsfrei veranschaulicht.«
– Björn Hayer, Cicero
 
»Ein wundersamer und kluger Roman.«
– Guido Graf, Deutschlandfunk
 
»Wenn man sich einmal in diesen Sound fallen lässt… und sich sozusagen nur im Rausch von Sprache und Assoziationen wiederfinden möchte, dann kann das ein Erlebnis sein.«
– Daniel Kaiser, NDR