Ach Du gestreifte Hyäne.

Briefe des Malers Isaak Levitan an Anton Čechov

Ach Du gestreifte Hyäne.
Ach Du gestreifte Hyäne.
Briefe des Malers Isaak Levitan an Anton Čechov

Reihe: Friedenauer Presse Wolffs Broschur
174 Seiten, Broschur mit Schutzumschlag
Nachwort: Jutta Hercher

Übersetzung: Peter Urban, Brigitte van Kann

Erschienen: 2021
Verlag: Friedenauer Presse
ISBN: 978-3-75180-603-9
Preis: 18,00 €

Erstmals auf Deutsch – die vollständigen, unzensierten Briefe des russischen Malers Isaak Levitan an seinen Freund Anton Čechov.

Mit einer Neuübersetzung von Čechovs Erzählung »Das Glück« von Brigitte van Kann.

Die Briefe zeugen von einer nicht immer wolkenlosen Freundschaft. Sie geben Einblick in eine freie Künstlerexistenz zur damaligen Zeit: Levitan berichtet von Reisen, Plänen, Honoraren ebenso wie von seiner chronischen Schwermut. Erotischer Klartext und herzliche Beschimpfungen lassen auf große Vertrautheit schließen.

Für Levitan war die Nähe zur mittelrussischen Landschaft existenziell. Kaum war er auf Reisen, folgte den ersten Begeisterung unweigerlich das Heimweh. Čechovs Naturschilderungen kommentieren die Innenwelt seiner Helden – zugleich sind sie eine Liebeserklärung an die russische Landschaft, etwa die Steppe mit ihrer grenzenlosen Weite. Levitan an Čechov: »Du hast mich als Landschaftsmaler verblüfft. Deine Landschaften sind der Gipfel an Vollkommenheit, zum Beispiel in der Erzählung »Das Glück« die Bilder der Steppe, der Hügel, der Schafe sind verblüffend.« Čechov bezog sich oft auf das Werk seines Freundes. So schrieb er etliche seiner Naturschilderungen nicht nach der Natur, sondern nach Levitans Bildern – eine bestechende Variante des Nature Writing.

Die Darmstädter Jury »Buch des Monats e.V.« hat Anton Čechovs & Isaak Levitans »Ach du gestreifte Hyäne« zum Buch des Monats Mai 2021 gewählt!
 
In der Jurybegründung von Gerhard Stadelmaier heißt es:
»Die Friedenauer Presse präsentiert zum ersten Mal auf Deutsch die Briefe des Malers Isaak Lewitan an Tschechow. […] Dazu gibt es herrliche Lewitan-Bilder russischer prunkvoller Verlassenheitslandschaften nebst einer tollsttraurigen Unglückserzählung, die tschechowironisch mit „Glück“ übertitelt ist, dazu Notizen, Tagebucheinträge samt Motiv-Spurenlegungen hin zur „Möwe“ und zum „Kirschgarten“. All das macht dieses schmale, aber eminente Buch zu einem Brevier russischen Abseitsseins im späten neunzehnten Jahrhundert in Form eines Duetts für eine Stimme. Verzweiflung mit Goldrand und Herzstillstand. Wobei die medizinische Diagnose auch eine gesellschaftliche ist.«