Aus Indien nach Santa Cruz durch die Ethnologie
Buch

Aus Indien nach Santa Cruz durch die Ethnologie

420 Seiten, gebunden
Preis: 48,00 €
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Der Forschungsreisende und weit vernetzte Ethnologe Wilhelm Joest war in seiner Welthaltung von Grund auf multiperspektivisch. Er schrieb wissenschaftliche Aufsätze, kurze Reisereportagen sowie ausführliche Reisebücher gleichermaßen, machte sich Gedanken zu deutschen Kolonien in Afrika wie auch zu geflohenen Sklaven in Guyana und Suriname. Der Fokus auf einzelne Objektgattungen gehörte ebenso zu seinem Schaffen wie seine Überzeugung, ganze Gemeinschaften als »Kulturen« einschätzen, vergleichen und beurteilen zu können. Aus Indien nach Santa Cruz durch die Ethnologie versammelt die wichtigsten und exemplarischen Schriften Joests, aus dessen Privatsammlung 1901 das Rautenstrauch-Joest-Museum in Köln hervorging. In seinen Texten werden die Persönlichkeit, aber auch die Zeit, in der lebte, deutlich – und damit seine auch rassistische und koloniale Perspektive von Europa aus auf die Welt. So offenbart sich eine Welt und ein vielseitiges Leben: Berichte von einem Besuch im indischen Punjab beim Maharadscha von Patiala, wie von einer Reise nach Sulawesi. Das Tagebuch seiner Reise 1897 nach Santa Cruz beendet den Band mit den letzten Tagen von Joests Leben.
Buch
ISBN: 978-3-7518-0401-1
Verlag: Matthes & Seitz Berlin
Erscheint vorauss.: 30.03.2023
Schlagworte: Köln, Ethnografie, Kolonialismus, Reiseberichte, Sexualität, Asien, Afrika, Weltreise, Völkerkunde, Japan, Ceylon, Mongolei, Mandschurei, Himalaya
  • Wilhelm Joest

    Wilhelm Joest, 1852 in Köln als Enkel des wohlhabenden Unternehmers und Zuckerfabrikanten Carl Joest geboren, studierte Naturwissenschaften und Sprachen in Bonn, Heidelberg und Berlin, bevor er einige Weltreisen unternahm. 1874 bereiste er den Orient und die nordafrikanischen Küstenländer, 1876 ... mehr

  • Carl Deußen

    Carl Deußen, 1992 in Köln geboren, studierte Liberal Arts am University College Freiburg und Museum Studies an der Universität Amsterdam. Seine Forschung beschäftigt sich mit der Rolle von Affekten in der kolonialen Ethnologie und den Dekolonialisierungsprozessen im ethnografischen Museum der Gegenwart.

  • Anne Haeming

    Anne Haeming, 1978 in Karlsruhe geboren, hat 20 Jahre lang als Kulturjournalistin gearbeitet. Sie hat in Postcolonial Literature promoviert und fokussiert sich auf Provenienzforschung und Museumsarbeit. Derzeit ist sie Teil eines Forschungsprojekts für das Kölner Rautenstrauch-Joest-Museum. Sie lebt in Berlin.