Berge im Kopf

Die Geschichte einer Faszination

Berge im Kopf
Berge im Kopf
Die Geschichte einer Faszination

Reihe: Naturkunden Bd. 65
280 Seiten, Gebunden

Originaltitel: Mountains of the Mind (Englisch)
Übersetzung: Gaby Funk

Erscheint vorauss.: 03.06.2020
ISBN: 978-3-95757-524-1
Preis: 32,00 €
Noch nicht erschienen
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Macfarlanes Natur- und Kulturgeschichte des Alpinismus und der Bergbegeisterung ist ein Lektüre-Abenteuer durch Raum, Zeit und Fantasie: von den Bergen als Ort des Erhabenen bis hin zum Spielplatz der Sportindustrie.

Gipfel zu besteigen ist eine kulturelle Erfindung, die vor dreihundert Jahren begann und nicht nur spektakuläre Blicke in jähe Abgründe bot, sondern auch in die nicht minder schwindelerregende Vergangenheit der Erde. In der Romantik wandelten sich die Berge endgültig vom gemiedenen Ort des Schreckens zu einem der Anziehung. Die vermeintliche Heimat von Drachen wurde zum begehrten Ziel menschlichen – vor allem männlichen – Forscherdrangs. Ob Naturwissenschaftler oder Abenteurer, ob Philosophen oder Poeten, sie alle versprachen sich in den eisigen, sauerstoffarmen Höhen unvergleichliche Erfahrungen und Erkenntnisse, für die es sein Leben zu riskieren lohnt: der Sog von Macht und Angst, das Gefühl von Erhabenheit und das Erleben fragiler Schönheit. In seinem preisgekrönten Debüt, das ihn schlagartig bekannt machte, folgt Robert Macfarlane den Vorstellungswelten der bisweilen fatalen Faszination, die Auftürmungen von Granit-, Basalt- und Kalksteinschichten bis heute in Menschen auslösen, sodass sie nichts anderes mehr als Berge im Kopf haben. Wie kein Zweiter weiß Macfarlane, das eigene Erleben mit dem Gelesenen zu verbinden. Anschaulich und ebenso belesen wie lebendig verbindet er die eigenen Klettererfahrungen mit den Berichten legendärer Bergaufstiege, wie beispielsweise dem Versuch George Mallorys am Mount Everest, von dessen Höhen dieser 1924 nicht wiederkommen wird. Drei Jahre vor seinem Tod schreibt er an seine Frau Ruth: »Der Everest hat die steilsten Grate und die furchtbarsten Abgründe, die ich je gesehen habe. Liebling – ich kann dir nicht beschreiben, wie sehr er von mir Besitz ergriffen hat.«

Pressestimmen

»Eine der klügsten Auseinandersetzungen mit dem Bergsteigen der vergangenen Jahre.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Wie Maurice Herzog an der Annapurna begriff und ich am Lagginhorn, sind die Berge, die man bestaunt, über die man liest, von denen man träumt und die man begehrt, nicht diejenigen, die man besteigt.«
Robert Macfarlane