Betriebsbedingt gekündigt

Betriebsbedingt gekündigt
Betriebsbedingt gekündigt
Matthes & Seitz Berlin

219 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag

Übersetzung: Romanfriktion 2 Aus dem Amerikanischen von Hans Therre

Erschienen: 2005
ISBN: 978-3-88221-845-9
Preis: 19,80 €
vergriffen

Auftragsmord an einem Unternehmensberater

Zwecks Profitmaximierung haben Jake Skowrans Arbeitgeber ihre Fabrik in eine Billiglohnregion verlegt. Nun lebt er in einer sterbenden Stadt, arbeitslos, von seiner Freundin verlassen und verschuldet wie beinahe alle, die er kennt. Doch Jake gibt die Hoffnung auf wenigstens bescheidene Teilhabe am amerikanischen Traum in Form von Arbeitsplatz, Familie und Eigenheim nicht auf. Er will arbeiten und er ist wütend auf die Welt des Turbokapitalismus, in der seine Zukunft verloren zu gehen droht.

Als ihm eine Chance geboten wird, ergreift er sie und geht seinen eigenen Weg: Er schlägt die Laufbahn eines Auftragsmörders ein. Der Tätigkeit des Tötens geht er nun mit derselben sorgfältigen Gewissenhaftigkeit nach, wie seinen bisherigen Jobs - er entsorgt nun seinerseits angeblich wertlos gewordenes Humankapital.

Der Revolver wird dabei zum Instrument seiner Revolte und zur Grundlage neuen Selbstbewusstseins: Jake wird sich nicht nur eine neue Existenzgrundlage, sondern auch Respekt verschaffen… Und während gleichzeitig die Polizei ihr Netz um ihn herum immer enger zieht, erhält die Geschichte vom Wandel des ehrlichen Fabrikarbeiters Jake zum bezahlten Killer zunehmend die Züge eines paradoxen Bildungsromans.





Pressestimmen



»›Betriebsbedingt gekündigt‹ ist radikal, anarchisch und mit ziemlich viel schwarzem Humor ausgestattet.«

Handelsblatt



»Das ist zugleich witzig und gemein, vom Humor her rangiert Levisons Milieuschilderung irgendwo zwischen den Simpsons und den frühen Filmen von Michael Moore.«

Verena Mayer, Süddeutsche Zeitung, 9. Mai 2006



»… ein Meisterwerk der politischen Subversion und wartet mit einer ganzen Reihe von Lösungsmöglichkeiten für anscheinend unüberwindbare Probleme auf plus einer entsprechend moralischen Zwickmühle … Das Buch muss unter allen Umständen von den vielen Millionen deutscher Arbeitsloser fern gehalten werden, sonst geht es uns an den Kragen.«

Günther Grosser, Berliner Zeitung, 29. Dezember 2005



»… tragikomischer Krimi, der den Leser von der ersten Seite an fesselt.«

Katharina Mahrenholtz, NDR Info, 6. Dezember 2005



»In ›Betriebsbedingt gekündigt‹ erleben wir die Albtraumvariante der neuen Flexibilität.«

Thomas Klingenmeier, Stuttgarter Zeitung, 5. August 2005



»Düster geht es zu in diesem Buch, trotz seines schwarzen Humors. Es gibt Tote, moralische Zwickmühlen und ein herrlich verlogenes Happy End … Levison klagt nicht an. Wenn in diesem Roman moralisiert wird, dann nur in sarkastisch eingebetteter Rollenprosa. Eine grausam unterhaltsame Lektion wird in diesem Buch inszeniert.«

Frank Meyer, Deutschlandfunk, 19. Juli 2005



»Ian Levison erlaubt es sich in seinem Roman, das Phänomen Arbeitslosigkeit bis in die letzte drastische Konsequenz durchzudenken … Für mich endet dieses Buch mit dem Schrei nach einer Fortsetzung.«

O. P. Zier, Die Presse, 9. Juli 2005



»Ian Levison hat einen bissigen und auch satirischen Kriminalroman über das Leben in der Arbeitslosigkeit geschrieben. Schnoddrig, aber sicher im Stil, fährt der Autor … seine Attacken gegen die Auswüchse eines immer hemmungsloser werdenden Kapitalismus. Der lakonische Tonfall des Erzählens läßt nahezu beiläufig die Spannung steigen.«

Volker Albers, Hamburger Abendblatt, 2. Juli 2005



»Ian Levisons Roman trifft den Nerv unserer Zeit. Sein Held ist nur einer von Millionen, und die Geschichte des kleinen Angestellten, der zum fleißigen Killer wird, liest sich zwar als temporeiche Satire, im Kern aber steckt die ungeschminkte Wahrheit über den so genannten freien Markt.«

Angela Wittmann, Brigitte, 22.Juni 2005



»›Betriebsbedingt gekündigt‹ ist eine überzeugende Mischung aus Krimi und Gesellschaftssatire.«

Nina Luttmer, Financial Times Deutschland, 3. Juni 2005



»Eine aufregende und spannende Geschichte, die einen das Gruseln lehren kann.«

Gerrit Bartels, taz, 24. Mai 2005



»… ziemlich beklemmende Realsatire.«

Ingeborg Sperl, Der Standart, 22. April 2005

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