Bilder und Gespenster
Buch

Bilder und Gespenster

Essays aus dem letzten europäischen Jahrhundert

240 Seiten, gebunden
Übersetzung: Ron Mieczkowski
Preis: 28,00 €
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Auch erhältlich als Ebook

Józef Czapski, Abkomme eines vornehmen Adelsgeschlechts, erlebte die Revolution in St. Petersburg noch als Student, war Maler und in den 1920er-Jahren Mitbegründer der eine ganze Generation prägenden Kunstströmung der »Kapisten«, diente als Offizier im polnischen Heer beim Überfall Nazideutschlands, überlebte Stalins Lager im Osten und kehrte mit der polnischen Exilarmee über den Nahen Osten und Italien zurück nach Mitteleuropa. Nach dem Krieg gehörte er zu den Gründern der legendären polnischen Exilzeitschrift Kultura in Paris. Aus einem winzigen Zimmer in Maisons-Laffitte, in dem er seine zweite Lebenshälfte schreibend und malend verbrachte, sollte er zum Zentralgestirn der polnischen Exilkultur des 20. Jahrhunderts werden. Doch ob als Soldat, Diplomat, Autor oder Reisender – sein Blick war stets der eines Künstlers, der die Wirklichkeit in Farben und Schattierungen wahrnahm, und prägte auch maßgeblich sein Schreiben. Mit den Pinselstrichen nur weniger Sätze weiß er ganze Panoramen zum Leben zu erwecken. Es sind Bilder und Gespenster eines ganzen Jahrhunderts, die er in seinen Essays und Erinnerungen heraufbeschwört. Erstmals ins Deutsche übersetzt, zeichnen die hier versammelten Texte Czapskis zugleich das Porträt ihres Autors und des »Zeitalters der Extreme«. Mit seinen Augen betrachtet, entdecken wir sogar in Wüsten und Ruinen Schönheit und Güte.

Buch
ISBN: 978-3-7518-8070-1
Verlag: Friedenauer Presse
Erscheint vorauss.: 03.09.2026
Nachwort: Adam Zagajewski
Schlagworte: Polen, Paris, Kunst, Malerei, Kapisten, Geschichte des 20. Jahrhunderts, Krakau, Literatur, Moderne, Essayistik, Exil, Kulturkritik, Zeitzeugen, Ethik, Avantgarde, Ästhetik
  • Józef Czapski

    Józef Czapski, 1896 in Prag geboren, war ein polnischer Maler, Schriftsteller und Essayist. Nach Krieg und sowjetischer Gefangenschaft lebte er im Pariser Exil und prägte als Autor der Zeitschrift Kultura die osteuropäische Exilintelligenz. Seine Essays verbinden Kunst, Politik und moralische ... mehr

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