Das Recht auf Faulheit
Buch

Das Recht auf Faulheit

mit einem Essay von Guillaume Paoli

122 Seiten, gebunden
Übersetzung: Eduard Bernstein, Ulrich Kunzmann
Preis: 14,90 €
Auch erhältlich als Ebook Ebook
Manche Texte wollen nicht so sehr klare Gedanken als vielmehr eine vitale Reaktion auslösen. Es reicht, wenn sich der Leser am nächsten Morgen gegen alle Verpflichtungen dazu entscheidet, im Bett zu bleiben. Ein Klassiker dieser Gattung ist ›Das Recht auf Faulheit‹, eine vehemente, schwungvolle, satirische Attacke gegen die Arbeitsmoral, die an die Zeitgenossen gerichtet ist und ihre Schärfe dennoch aus zeitlosen Motiven zieht, allen voran das Bild der verkehrten Welt: Auf einmal steht alles auf dem Kopf, die heilige Faulheit wird als neuer Kult zelebriert, die Reichen und Mächtigen werden Schauspieler zur Belustigung der feiernden Massen. Doch wie ratsam es ist, im Lachen innezuhalten und den Reichtum und die unheimliche Aktualität der hinter so viel Witz verborgenen Gedanken aufzuspüren, zeigt Guillaume Paoli in seinem brillanten Essay ›Wider den Ernst des Lebens‹, der von einem Recht und eben nicht einem Lob der Faulheit spricht – wirklich von Faulheit und nicht von Muße. Diese Neuübersetzung versprüht auch heute noch explosive Funken.
Buch
ISBN: 978-3-88221-035-4
Verlag: Matthes & Seitz Berlin
Veröffentlicht: 2013
Nachwort: Guillaume Paoli
Originaltitel: Le Droit à la paresse (Französisch)
Schlagworte: Philosophie, Politik, Essay, Klassiker, Kapitalismus, Kapitalismuskritik, Sozialismus, Kommunismus, Slavoj Zizek, Byung-Chul Han, Karl Marx, Stalin, Lenin, Trotzki, DDR, Manifest der kommunistischen Partei, Engels, Das Kapital, Religionskritik, Che Guevara, Gramsci, Lefebvre, Sartre, Albert Camus, Walter Benjamin, Adorno, Horkheimer, Herbert Marcuse, Arbeit, Geld, Globalisierung, Gott, Staat, Kirche, Kirchenkritik, Simmel, Philosophie des Geldes, Müdigkeitsgesellschaft, Kurt Flasch
"Lafargues ebenso polemischer wie brillant satirischer Text ist eine Attacke gegen die Arbeitsmoral und hat wenig an Aktualität eingebüßt."
Katrin Schumacher, MDR Figaro, 30. April 2013

"Ein wilder Mix aus Pamphlet, Analyse, Satire und leidenschaftlichem Glaubensbekenntnis (...). Neue Perspektiven verlangen eine neue Rhetorik. Und vielleicht deshalb ist der Text verblüffend aktuell geblieben."
Walter von Rossum, WDR, 28. April 2013
  • Paul Lafargue

    Paul Lafargue, geboren 1842 in Santiago de Cuba, emigrierte 1851 mit seiner Familie nach Frankreich, wo er von Karl Marx, dessen Tochter Laura er später heiratete, seine politische Schulung erhielt. Nach dem Fall der Pariser Kommune ging die Familie bis 1882 ins Exil nach Spanien und England. Im ... mehr