Denn wir haben Deutsch
Buch

Denn wir haben Deutsch

Luthers Sprache aus dem Geist der Übersetzung

334 Seiten, gebunden
Preis: 24,90 €
Martin Luthers Rolle als Gründerfi gur der neuzeitlichen deutschen Literatur ist vielfach beschrieben; seine Sprachkraft, die über Jahrhunderte die Menschen anregte, lebt nicht zuletzt aus dem Geist einer selbstbewussten übersetzerischen Position. »Denn wir haben Deutsch« versammelt Beiträge, an denen sich Luthers unerschöpfl iche Freude, auch sprachlich neue Wege zu gehen, ablesen lässt, eine Freude, die ansteckend wirkt – auf Gläubige wie Ungläubige. Literaturübersetzer und Schriftsteller befragen darin, angestiftet vom Deutschen Übersetzerfonds, den Sprachschöpfer und Sätzebauer Martin Luther: Die einen untersuchen den Reichtum von Luthers Sprachregister oder erkunden den Satzbau, die Metaphorik im Buch Hiob sowie die Komposition der Psalmen; andere erfreuen sich an der »parataktischen Schwärze« zwischen den Sätzen oder beklagen, wie Luthers Idee vom »guten Deutsch« in der Geschichte missbraucht wurde. Mit Beiträgen von Marcel Beyer, Anne Birkenhauer, Christian Hansen, Martina Kempter, Susanne Lange, Sibylle Lewitscharoff, Karl-Heinz Ott, Eveline Passet, Monika Rinck, Philipp Schönthaler, Kathrin Schmidt, Ulf Stolterfoht, Jan Wagner, Peter Waterhouse und Josef Winiger.
Buch
ISBN: 978-3-95757-145-8
Verlag: Matthes & Seitz Berlin
Veröffentlicht: 2015
Schlagworte: Übersetzung, Übersetzer, Martin Luther, Thesen, Bibelüberstzung

»Der Matthes & Seitz-Band macht deutlich, dass die Lutherbibel mit ihrer herrlich brausenden, jubelnden Sprache auch für uns Religionsferne von heute eine enorme Bedeutung hat - nicht so sehr als Wort Gottes, sondern als deutsche Literatur.«
- Anke Burger, Übersetzen

»Vor allem die Beiträge der Übersetzerinnen sind von einer ganz besonderen Intensität und Ernsthaftigkeit. Man fällt in ein Gewebe aus Biographie und Werkschau, immer bedenkend, dass es sich ja um die Bibel handelt, um die es hier geht. Man wird mit dem Warum und Wie von Luthers Arbeit vertraut gemacht.«
- Konrad Holzer, Buchkultur

»Vielseitig und inspirierend.«
- Marco Gutjahr, Ökumenische Rundschau

  • Ulrich Blumenbach

    Ulrich Blumenbach, 1964 in Hannover geboren, lebt als Übersetzer in Basel. Er übersetzte zahlreiche Texte aus dem Englischen, u. a. von Autoren wie Paul Beatty, Agatha Christie, Giles Foden, Kinky Friedman, Stephen Fry, James Joyce, Arthur Miller, Raja Rao, Will Self und Tobias Wolff. Für seine Übersetzung von David Foster Wallaces Infinite Jest (Unendlicher Spaß, 2009) erhielt er 2010 den Übersetzerpreis der Leipziger Buchmesse.

  • Thomas Brovot

    Thomas Brovot, 1958 geboren, lebt als Übersetzer in Berlin. Er übersetzte Texte aus dem Französischen, Spanischen und Portugiesischen, u. a. von Juan Goytisolo, Federico García Lorca und Mario Vargas Llosa. 2018 wurde für sein Gesamtwerk mit dem Paul-Celan-Preis ausgezeichnet.

  • Marie Luise Knott

    Marie Luise Knott lebt als freie Autorin, Kritikerin und Übersetzerin in Berlin. Zuletzt erschien: Verlernen. Denkwege bei Hannah Arendt, erweiterte Neuauflage 2017, nominiert für den Leipziger Buchpreis und den Tractatus-Preis für philosophische Essayistik. Mitherausgeberin von John Cage. Empty Mind zusammen mit Walter Zimmermann, Berlin 2012. Übersetzerin von Anne Carson, Anthropologie des Wassers und dies., Albertine. 59 Liebesübungen. Kürzlich erschien Dazwischenzeiten. 1930 – künstlerische Wege in der Erschöpfung der Moderne. In dem Internet-Kulturmagazin »www.perlentaucher.de« hat sie eine Kolumne für zeitgenössische Lyrik unter dem Titel: Tagtigall.