Der Hase
Ebook

Der Hase

Roman

238 Seiten, EPUB
Übersetzung: Christian Hansen
Preis: 19,99 €
Auch erhältlich als Buch (Gebunden)

Auf der Suche nach dem legibrerianischen Hasen, der scheinbar fliegen kann, reist der englische Naturforscher Clarke in den Süden Argentiniens. In Begleitung des jungen Aquarellmalers Carlos Alzaga Prior und des Gauchoführers Guana begegnet »der Engländer« einer Gruppe indigener Mapuche, die ihm schließlich bei seiner Mission helfen und ihn in ihre Lebensweise sowie Sprache einführen. Als Gegenleistung soll Clarke ihnen bei der Suche nach dem vermissten Stammesanführer helfen. Doch ist dieser wirklich entführt worden? Existiert ein hasenförmiger Diamant der Witwe Rondeau tatsächlich? Auch eine Reihe ungewöhnlicher Phänomene macht dem Naturforscher zu schaffen: menschengroße Enten, improvisierte Kehlenschlitzer, ein Betrunkener, der ihm über den Kopf fliegt, eine durch unterirdische Tunnel reitende Kriegerkolonne und sein Doppelgänger, der ihm um Mitternacht begegnet.

Voll Witz, Ironie und mit dem bekannten Aira-Zauber reflektiert César Airas Großwerk subtil über die Liebe, den Kolonialismus des viktorianischen Zeitalters und die Realitäten, die die Sprache formt.

Ebook
ISBN: 978-3-7518-1051-7
Verlag: Matthes & Seitz Berlin
Veröffentlicht: 2025
Originaltitel: La Liebre (Spanisch)
Schlagworte: Magischer Realismus, viktorianisches Zeitalter, Kolonialismus, Hase, Mapuche, Pampa, Philosophie, Sprache, Naturwissenschaftler, indigene Wissensforschung

» ›Der Hase‹ kein historiografischer Roman, von dem man direkt etwas ableiten oder lernen könnte. Er ist eine Fantasie, und die hat bekanntlich Flügel.« – Thomas Hummitzsch, Republik

»Wer die große Kunst dieses häufig für den Nobelpreis vorgeschlagenen Autors noch nicht kennengelernt hat, hat nun die Gelegenheit, in ›Der Hase‹ [...] heimisch zu werden.« – Jan Wilm, FAZ

»César Airas Prosawerk ›Der Hase‹, im Original bereits 1991 erschienen, stellt höchste Anforderungen an den Übersetzer. Es verbindet erzählerische Verve mit philosophischer Reflexion, schlägt in assoziativer Écriture-automatique-Manier unvermittelt von realistischer Beobachtung in fantastische Spekulation um und entwickelt seinen schnellen Takt aus scheinbar leichtfüßigen, tatsächlich aber immens vielschichtigen Satzbewegungen. [...] Christian Hansen begegnet dieser Herausforderung mit Lässigkeit und unbändiger Lust am Spiel. Seine Übertragung bewahrt die Lakonie des Originals, dessen Schärfe und feinen Humor, ist aber nie nur nachahmend, sondern an jedem Punkt sprühend erfinderisch.« – aus der Jurybegründung für den Straelener Übersetzerpreis

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