Der Weltgeist als Lachs
Buch

Der Weltgeist als Lachs

126 Seiten, broschiert
Preis: 12,00 €
Auch erhältlich als Ebook

In seinem höchst originellen und provozierenden geschichtsphilosophischen Essay erklärt uns Moritz Rudolph unsere Gegenwart – zukünftige Geschichte – auf ganz neue Weise, indem er sie mit dem Objektiv der Dialektik ins Visier nimmt. »Furchtlos und halsbrecherisch spekulativ« (Christian Demand und Ekkehard Knörer, Merkur) beleuchtet er Fukuyamas »Ende der Geschichte«, hebt sie mit Horkheimer aus den Angeln und stellt sie mithilfe einer Neuinterpretion der Kenosis von den Füßen auf den Kopf: Ist es möglich, dass der Weltgeist mit kurzem Zwischenstopp im Silicon Valley erst in China zu sich selbst kommt, um uns plötzlich als künstliche Intelligenz zu erscheinen? Er würde damit Hegel selbst das Fürchten lehren: Wenn Geschichte das ist, was nur von Menschen geschrieben werden kann, dann mag das Ende der Geschichte nah sein.

Buch
ISBN: 978-3-7518-0507-0
Verlag: Matthes & Seitz Berlin
Veröffentlicht: 2021
Schlagworte: Geschichte, Hegel, Dialektik, Geschichtsphilosophie, China, Asien, Europa, Ende der Geschichte, Fukoyama, Kenosis

»Der Geschichtsphilosoph berichtet nicht aus der Zukunft, sondern zeigt der Gegenwart weltgeschichtliche Spuren auf, die sie in sich trägt, ohne es zu bemerken.«
– Oliver Weber, ZEIT

»[Rudolphs] Buch lebt von einer assoziativen Lebendigkeit, die zusammenführt, was nach strengen Maßstäben nicht zusammengefügt werden kann: Trumps Machtergreifung als Zerrbild maoistischer Autokratie und der Siegeszug von Künstlicher Intelligenz als Vorschein einer ›weltumspannenden Zivilisationsbarbarei‹; [...] So delirant es dabei mitunter zugeht, so anregend ist es durchweg.«
– Gregor Dotzauer, Der Tagesspiegel

  • Moritz Rudolph

    Moritz Rudolph, 1989 in Gotha geboren, hat Politik, Geschichte und Philosophie studiert. Er lebt in Leipzig, arbeitet an seiner Dissertation zu internationaler Politik in der älteren Kritischen Theorie und schreibt u. a. für den Merkur und das Agave-Magazin.