Der wilde Europäer.Adelbert von Chamisso

Der wilde Europäer.Adelbert von Chamisso
Der wilde Europäer.Adelbert von Chamisso

368 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag

Übersetzung: Mit zahlreichen Abbildungen

Erschienen: 2008
ISBN: 978-3-88221-889-3
Preis: 29,80 €

Europäer, Dichter und Weltreisender

Der Weltreisende Adelbert von Chamisso war ein Mensch, der sich ruhelos zwischen den Grenzen und Kulturen bewegte, ein vaterlandsloser, »wilder« Europäer. 1781 als französischer Aristokrat geboren und 1838 als deutscher Dichter gestorben, war sein abenteuerliches Leben ein Entwurf der Freiheit.



Nach jahrelanger Flucht aus dem Frankreich der Revolution gelingt es der Familie des Grafen de Chamisso in Berlin ein neues Leben aufzubauen. Nach Stationen in Düsseldorf, Würzburg und Bayreuth finden sie erst hier, in der zu einem Viertel von Franzosen be­wohn­ten preußischen Hauptstadt, eine neue Heimat. Adelbert von Chamisso, wie er sich fortan nennt, be­freundet sich mit Rahel Varnhagen, Alexander von Humboldt, Jean Paul, August Wilhelm Schlegel, Ludwig Börne und vielen an- deren Größen der Berliner Salons jener Zeit. Mit dem »Peter Schlemihl« macht er sich früh einen Namen als bedeutender Dichter deutscher Sprache. Doch es zieht ihn in die Ferne, er nimmt an einer abenteuerlichen Welt­reise mit dem russischen Schiff »Rurik« teil und widmet sich verstärkt den Naturwissenschaften. Bis zu seinem Tod 1838 führt er ein unruhiges Leben, er wechselt mehr­fach die Nationalität, forscht und schreibt und hinterlässt ein widersprüchliches Bild.



Beatrix Langner löst die Widersprüche in Chamissos Leben auf und wirft erstmals ein klares Licht auf sein Denken und Tun. Sie vermittelt in ihrer meisterhaften literarischen Biographie ein lebendiges Bild der Epoche und lässt das spannende Leben eines der ersten Europäer auferstehen.

Stimmen

»...eine ebenso kundig wie brillant erzählte Biographie«
Oliver vom Hove, Wiener Zeitung, 24. April 2009

»In ihrer groß angelegten Darstellung erzählt die erfahrene Biographin Langner (...) anschaulich, souverän und gut lesbar die Lebensgeschichte des emigrierten Grafensohns. (...) Langner profiliert die facettenreiche und vielschichtige Persönlichkeit Chamissos vor sorgfältig ausgearbeiteten Panoramadarstellungen der zeitgenössischen politischen Verhältnisse und historischen Konstellationen (...). (...) Man merkt der Biographin die Begeisterung für ihren Gegenstand ebenso an wie die Lust am Erzählen (...). Langner [führt] in ihrer panoramatischen und vom Verlag geschmackvoll gestalteten Biographie einen Chamisso vor Augen, der von der Wissenschaft erst noch zu entdecken ist.«
Marie-Theres Federhofer, Arbitrium, 3/2009

»Sehr nah an den Quellen, dabei äußerst flüssig und anschaulich erzählt sie das Lebendes deutschen Dichters aus französischem Adel, des Naturforschers und Weltreisenden.«
Michael Bienert, Robert-Bosch-Stiftung, März-Mai 2009

»Eine farbige und lebendig geschriebene Biografie erhellt jetzt Einzelheiten seines Lebens. (...) Es entsteht das Porträt eines Künstlers, der sich in einem fremden Land zurecht fand, das ihn unkompliziert aufnahm, in dessen Sprachen er kostbare, neu zu entdeckende Dichtung schuf und dessen Literatur er wichtige Impulse zur Überwindung der von ihm selbst gepflegten Romantik und zur Modernisierung im Realismus gab.«
Harald Loch, Neues Deutschland, 4. März 2009

»Was den ›König der stillen Inseln‹ (...) auszeichne, sei der mutige Versuch, sein eigenes Leben als Entwurf der Freiheit zu leben (...). Beatrix Langner (...) ist es in ihrem Buch gelungen, diese Fiktion aus dem sorgfältig recherchierten Material herauszuarbeiten. Entstanden ist das Bild eines facettenreichen, liebenswerten Menschen, der selbst zum Autor seines Lebens wird.«
Michaela Schmitz, DeutschlandradioKultur, 17. Februar 2009

»Mit Beatrix Langners fundiert recherchierter und glänzend beschriebener Biografie ›Der wilde Europäer‹ lässt sich nun erstmals Schritt um Schritt verfolgen, in welchem Maße Leben und Werk dieses Autors ineinander verschlungen sind und wie er sich in beiden immer wieder neu definiert und erfindet. Schon der Titel dieser mit Distanz und Empathie verfassten Biografie erweist sich als Programm. (...) Beatrix Langner gelingt es vortrefflich, uns die Modernität dieses aufgeklärten Romantikers vor Augen zu führen. Differenziert und lakonisch weist sie nach, dass Siebenmeilenstiefel und Pantoffeln, expansives Ausgreifen und introvertierter Rückzug, Botanisierbüchse und politische Trommel für diesen Naturforscher und Dichter keine Gegensätze waren, sondern vielmehr wechselseitig fruchtbare Erkenntnismöglichkeiten.«
Andreas Langenbacher, Neue Zürcher Zeitung, 14./15. Februar 2009

»Es ist ein fulminantes Buch, das die Autorin vorgelegt hat. Die nicht nur Chamissos Lebens- sondern zugleich kenntnis- und detailreich deutsche und französische Zeitgeschichte schreibt.«
Gabriele von Arnim, DeutschlandradioKultur, 4. Februar 2009

»Der Autorin Beatrix Langner ist es (...) gelungen, den vielen Facetten des ›Schattenmannes‹ das schillernde Lebensbild eines umtriebigen Geistes zu erschaffen.«
Uwe Day, Bücherwelt, NDR1, 3. Februar 2009

»Die neue Biografie von Beatrix Langner (...) schildert eingehend und mit einer Fülle anschaulicher Details, wie Chamisso zu einem Wanderer zwischen den Welten wurde und einschneidende Wandlungen mitmachte. (...) Chamissos Bedeutung als Dichter, Sprachwissenschaftlicher, Botaniker und Ethnologe wird in Langners Buch äußerst lesenswert dargestellt.«
Claudia von Dehn, Hessische Allgemeine, 2. Februar 2009

»Es ist das Verdienst der soeben erschienenen Chamisso-Biografie von Beatrix Langner, dass wir einen Blick bekommen für die Modernität und Aktualität dieses Dichter-, Forscher- und Gelehrtenlebens (...) Ohne den Dichter zwischen Romantik und Realismus (...) zu vernachlässigen, besticht diese Lebenserkundung gerade durch ihre wissenschaftlichen Exkurse.«
Holger Jergius,Nürnberger Zeitung, 23. Januar 2009

»All das erzählt Beatrix Langner so spannend, dass sich ihr Buch streckenweise fast wie ein Roman liest.«
Olaf Schmidt, Kreuzer-Literaturmagazin, Januar 2009

»Hier wird solide und kenntnisreich das außergewöhnliche Leben eines Mannes beschrieben, der sich ruhelos zwischen den Grenzen und Kulturen bewegte. Unbedingt empfehlenswert!«
Michael Gerwarth, DeutschlandradioKultur, 4. Januar 2009

»Mit Einfühlungsvermögen und Sprachkraft löst Langner nicht nur die vielen Gegensätze dieses ›wilden Europäers‹ auf. Sie lädt auch ein, den großen Ethnologen, Sprachwissenschaftler, Reiseschriftsteller und nicht zuletzt erotischen Dichter wiederzuentdecken. Und verabschiedet so nebenbei so manche legende der Chamisso-Forschung.«
Oliver Pfohlmann, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22. Dezember 2008

»(...) ein sorgfältig gemachtes Buch. Langner kennt sich glänzend aus, hat in der Handschriftenabteilung der Staatsbibliothek Berlin recherchiert und nebenbei das ein oder andere Problem der Forschung gelöst. (...) eine willkommene Neuerscheinung.«
David Eisermann, wdr3, Passagen, 14. November 2008





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