Deutland
Buch

Deutland

80 Seiten, Klappenbroschur
Preis: 12,00 €
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Von einer »Krise der Hermeneutik« kann keine Rede sein, denn das Interpretieren literarischer Werke hat seit fünfzig Jahren an Prestige und Unfang alle anderen Aufgaben der Philologien überflügelt. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts hätte diese Dominanz ungläubiges Staunen hervorgerufen, denn die Hermeneutik galt als Propädeutik der Quellenkritik und Textkritik, und diese als die eigentliche Bewährungsprobe aller historischen und philologischen Forschungen. Durch eine schlaglichtartige Anamnese umreißt Schüttpelz die wichtigsten Etappen dieses Paradigmenwechsels in Schule und Universität. Der erste Teil behandelt den Wandel von der Höheren Kritik als höchstem Wert der Philologie hin zur Hermeneutik als neuem Leitbild der Geisteswissenschaften. Der Zweite Teil charakterisiert die praktischen Voraussetzungen des Literaturinterpretierens und ihre literaturtheoretischen Folgen. Zusammen begründeten sie das Zeitalter der literarischen Hermeneutik, die sich bisher gegenüber jeder »Antihermeneutik« als immun erwiesen hat.
Buch
ISBN: 978-3-7518-0572-8
Verlag: Matthes & Seitz Berlin
Erscheint vorauss.: 30.03.2023
Schlagworte: Hermeneutik, Literaturwissenschaft, Medienwissenschaft, Kritik, Literaturkritik, Schleiermacher, Dilthey, Ethnologie, Medientheorie, Heidegger, Vico
  • Erhard Schüttpelz

    Erhard Schüttpelz, 1961 geboren, ist nach Studium der Germanistik, Anglistik, Ethnologie in Hannover, Exeter und Bonn, und Forschungstätigkeiten in Oxford, Köln, New York, Konstanz und Wien seit 2005 Professor für Medientheorie an der Universität Siegen.