Die offene Gesellschaft und ihre Grenzen
Buch

Die offene Gesellschaft und ihre Grenzen

207 Seiten, broschiert
Preis: 18,00 €

Eine schonungslose Analyse des derzeitigen Ansehensverlustes unserer offenen Gesellschaft

Im Jahr 1990 trug die »offene Gesellschaft« in Europa mit dem Fall des Ost­blocks einen grandiosen Sieg davon. Die von dem Philosophen Karl R. Popper ersonnene Gesellschaftsvision schien nun überall Wirklichkeit zu werden. Ihre Vorzüge waren angesichts der Erfahrungen mit Diktatur und wirtschaft­lichem Niedergang offenkundig und wegweisend. Heute, nur 30 Jahre später, hat die liberale, demokratische, marktbasierte Gesellschaft viel von ihrem Glanz und ihrer Anziehungskraft verloren, ihre Institutionen wirken ausge­höhlt, überall bekommen autoritäre Strömungen Zulauf. Wolfgang Engler rekonstruiert mit dem Werkzeug Poppers, durch welche gesellschaftlichen Gegebenheiten und welche historischen Entwicklungen Poppers Modell in die Krise geriet. Die Umbrüche in Ost­ und Mitteleuropa von 1989/90 vertagten diesen Perspektivenwechsel. Man feierte die neu gewonnenen Freiheiten und verschwieg wortreich deren Grenzen. Das be­deutete eine Verkennung der realen Machtverhältnisse sowie der Probleme und Unzulänglichkeiten offener Gesellschaften – die sich wie in der Corona­ Pandemie immer öfter schließen. Diese Denkblockaden gilt es analytisch aufzulösen – mit Karl R. Popper, gegen Popper, über Popper hinaus.

Buch
ISBN: 978-3-75180-300-7
Verlag: Matthes & Seitz Berlin
Veröffentlicht: 2021
Schlagworte: Rechtspopulismus, Deutsche Einheit, Ostdeutschland, Popper, Verarmung, Neoliberalismus, Offene Gesellschaft, Migration, Prekarisierung, Wiedervereinigung, Kapitalismuskritik, Soziologie
  • Wolfgang Engler

    Wolfgang Engler, geboren 1952 in Dresden, studierte Philosophie an der HU Berlin und arbeitet als freier Publizist. Von 1992 bis 2005 lehrte er Kultursoziologie und Ästhetik an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" in Berlin, deren Rektorat er zudem von 2005 bis 2017 übernahm. Eine ... mehr