Die umzingelte Festung

Die umzingelte Festung
Die umzingelte Festung

500 Seiten, Gebunden

Originaltitel: 围城 (Chinesisch)
Übersetzung: Monika Motsch

Erscheint vorauss.: 29.11.2019
ISBN: 978-3-95757-831-0
Preis: 25,00 €
Noch nicht erschienen
Buch vormerken

Der Klassiker der chinesischen Literatur des 20. Jahrhunderts. Ein Monument der parodistischen Literatur – komisch in seinem Überschwang, tragisch in seinem Scharfsinn.

Die umzingelte Festung ist die Geschichte des leichtsinnigen Taugenichts Fang Hongjian. Nach einem mehrjährigen Auslandsaufenthalt kehrt der junge Mann 1937 aus Europa über Hongkong zurück nach China, um dort die seit Langem verabredete Ehe zu schließen. Doch auch sein unter zweifelhaften Umständen gekaufter Doktortitel hilft nicht darüber hinweg, dass er keine praktischen Fähigkeiten vorweisen kann, und schnell wird klar, dass er die an ihn gestellten Erwartungen nicht erfüllen kann. Als seine Verlobte noch vor der Heirat stirbt, stürzt er sich in bunte erotische Abenteuer, durch die er in ein Netz von Abhängigkeiten, Intrigen und Verpflichtungen gerät. Qian Zhongsu entführt den Leser in eine meisterhaft geschilderte Kultur im Umbruch, in der in der Tradition und Moderne unversöhnlich aufeinanderprallen. Qians Sprachwerk, das eines barocken Schelmenromans trägt, wird damit zu einem leichthin erzählten Schlüsselroman der chinesischen Gesellschaft im 20. Jahrhundert.

Die umzingelte Festung, »realistische Gesellschaftssatire und zugleich hintergründiger ›Gelehrtenroman‹, zählt zu den Meisterleistungen der modernen chinesischen Literatur« (Kindlers Neues Literaturlexikon) und wurde mehrfach verfilmt, u. a. als Fernsehserie, in viele Sprachen übersetzt und nach 1980 auch in China ein Bestseller.

»Der Titel von Qians Roman Die umzingelte Festung wirft eine lange Luftschlange zu Montaigne. Der hat einmal die Ehe eine ›forteresse assiégée‹ genannt: die draußen wollen rein, die drinnen rausgelassen werden. Die umzingelte Festung ist ein Roman über die Kulturkrise einer Nation, in der alle Werte schon deswegen nicht umgewertet werden können, weil eine gewaltige Werte-Inflation herrscht und weil so viele Buchhalter getürmt sind, dass niemand mehr bilanzieren kann. Das trifft auch die handelnden Personen, von denen einige zunächst ein Sympathie-Kapital anhäufen können, das ihnen der Autor wenige Seiten später mit ein paar Federstrichen zu Falschgeld ummünzt.« - Tilman Spengler, Der Spiegel

schließen

Diese Website verwendet Cookies, um Ihnen bestmöglichen Service zu bieten. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr erfahren Sie auf unserer Seite zum Datenschutz.