Endspiele
Buch

Endspiele

Geschichte und Erinnerung bei Dieter Forte, Walter Kempowski und W. G. Sebald

256 Seiten, gebunden
Preis: 29,90 €

Deutsche Geschichte und Erinnerung bei Dieter Forte, Walter Kempowski und W.G. Sebald

Der Übergang vom 20. zum 21. Jahrhundert markiert auch den Übergang von einer von Zeitzeugen gespeisten Erinnerung zu organisierten und symbolischen Formen des »kulturellen Gedächtnisses«. Welche Erzählung vom kapitalen Zivilisationsbruch des vergangenen Jahrhunderts wird dabei an kommende Generationen weitergereicht? Die Virulenz der Polemiken um den »richtigen« Geschichtsdiskurs (Historikerstreit, Martin Walsers Paulskirchenrede etc.) belegt, dass die Debatte um die »narrative Identität« der Deutschen als Täter- und neuerdings wieder Opfervolk noch lange nicht abgeschlossen ist. Selten wird jedoch nach den spezifisch ästhetischen und poetischen Voraussetzungen des Erinnerns und Erzählens von Geschichte gefragt, vielmehr richtet sich das Augenmerk auf die moralische Perspektive des Autors. Am Beispiel von drei großen Geschichtserzählungen (Dieter Forte), Geschichtsinszenierungen (Walter Kempowski) und Geschichtsbefragungen (W.G. Sebald) geht Ritte der Frage nach, wie und ob sich heute noch die Geschichte der deutschen Katastrophe literarisch erzählen lässt, und entwickelt eine literarische Ästhetik des Erinnerns.
Buch
ISBN: 978-3-88221-663-9
Verlag: Matthes & Seitz Berlin
Veröffentlicht: 2009
Originaltitel: Endspiele (Deutsch)
Schlagworte: Moral, Ästhetik, Erinnerung, Geschichte, Poetik, Erzählung
  • Jürgen Ritte

    Jürgen Ritte, 1956 geboren, ist Direktor des germanistischen Instituts an der Université de la Sorbonne Nouvelle. Er gibt die deutsche Ausgabe der Korrespondenz Marcel Prousts heraus. 2013 wurde ihm der Eugen-Helmlé-Übersetzerpreis zugesprochen. Ritte lebt in Paris.