Erinnerungen an die Blockade
Buch

Erinnerungen an die Blockade

(Mai 1941 – Februar 1942)

180 Seiten, Softcover mit Schutzumschlag
Übersetzung: Christiane Körner
Preis: 18,00 €
Noch nicht lieferbar

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»Ein einmaliges Buch: Notizen eines scharf beobachtenden, tollkühnen, aufrichtigen und feinsinnigen Menschen, der nach absoluter Ehrlichkeit strebt.«

Polina Barskova

Die Leningrader Blockade durch deutsche Truppen während des Zweiten Weltkriegs dauerte vom 8. September 1941 bis zum 27. Januar 1944. In dieser Zeit verloren über eine Million Bewohner der Stadt ihr Leben, meist verhungerten sie, da durch die Blockade die Versorgung Leningrads nicht mehr gewährleistet werden konnte. In seinem bewegenden Tagebuch notiert Pawel Salzman den Alltag, den Hunger, die Kälte, die Bombeneinschläge, aber auch die Strategien des Überlebens und die grausamen Vorwürfe, die er sich macht, weil seine Eltern verhungerten, während er, seine Frau und seine kleine Tochter am Leben geblieben sind. Sein Blockadetagebuch zeichnet sich trotz späterer Überarbeitung durch große und eindrückliche Unmittelbarkeit aus. Bei aller Entsetzlichkeit des Geschehens – die Leningrader Blockade, in Deutschland noch viel zu wenig im öffentlichen Bewusstsein präsent, zählt zu den grausamsten Verbrechen der Wehrmacht – verzichtet Salzman auf eine drastische Darstellung und legt den inneren Kampf offen, Mensch zu bleiben unter unmenschlichen Umständen.

Buch
ISBN: 978-3-7518-0623-7
Verlag: Friedenauer Presse
Erscheint vorauss.: 14.04.2022
Schlagworte: Leningrad, Sankt Petersburg, Russland, Hungersnot, Krieg, Revolution, Russische Revolution, Hunger, Stalin, Hitler, Zweiter Weltkrieg, Tagebuch
  • Pawel Павел Salzman Зальцман

    Pavel Salzman, 1912 in Kischinjow, Moldawien, geboren, wuchs zunächst in Odessa auf. Die Familie zog nach dem Russischen Bürgerkrieg durch Südrussland, die Ukraine und Moldawien und ließ sich 1925 in Leningrad nieder. Hier lernte Salzman Pawel Filonow, einen Protagonisten der russischen Avantgarde, ... mehr