Erinnerungen eines Insektenforschers I

Souvenirs entomologiques I

Erinnerungen eines Insektenforschers I
Erinnerungen eines Insektenforschers I
Souvenirs entomologiques I

Reihe: Erinnerungen eines Insektenforschers Bd. 1
Auflage: 6
291 Seiten, Gebunden
Illustration: Christian Thanhäuser

Originaltitel: Souvenirs Entomologiques (Französisch)
Übersetzung: Friedrich Koch

Erschienen: 2010
ISBN: 978-3-88221-664-6
Preis: 36,90 €

Victor Hugo nannte ihn den »Homer der Insekten«: Die Erinnerungen des legendären Insektenforschers Jean-Henri Fabre erstmals vollständig auf Deutsch.

Jahrzehntelang widmete sich Jean-Henri Fabre der Beobachtung und Beschreibung der Insekten in ihrem Lebensraum: von der Grabwespe, dem Mistkäfer und der Gottesanbeterin über die Spinne bis hin zum Nachtpfauenauge. Dabei gelingen ihm literarische Gattungsbiographien, die zu den schönsten und einfühlsamsten aber auch genauesten Tierbeobachtungen zählen, die je geschrieben wurden. Fabre stand mit vielen Geistesgrößen seiner Zeit in Kontakt, beispielsweise mit Charles Darwin, dessen Auffassung der Instinkte und der Entstehung der Arten er vehement ablehnte. Doch mit seinen Erinnerungen schuf er ein unvergleichliches, unerschöpfliches künstlerisches Monument, ein so ungewöhnliches wie herausragendes literarisches Meisterwerk, mit dem es ihm gelingt, dem Leser die Poesie des Lebens und der Natur zu offenbaren. »Ich glaube nicht an Gott, ich sehe ihn«, versicherte er im hohen Alter. Inmitten einer positivistischen Welt, die Analyse und Berechenbarkeit absolut setzt, entdeckt Fabre die Schönheit der Schöpfung. Sein nie endendes Staunen vor den Wundern der Natur und ihrer Schönheit fasste er in Worte und wurde damit für Generationen von Schriftstellern, von Victor Hugo, Marcel Proust und André Gide über die Surrealisten bis hin zu Ernst Jünger zum Vorbild und Inspirationsquelle.

Pressestimmen

» … ein begnadeter Insektenbeobachter … «
Martin Zähringer, booklet. Die Furche, 3. Mai 2012


»Fabre schaffte es, sein überbordendes Staunen und Interesse für die Natur und ihre Schönheit in ein sowohl fachlich unerschöpfliches als auch poetisches Werk zu verwandeln.«
Simon Berger, Bücherschau, 2/2011


»Ich war hin und weg von diesem Buch. Für mich das schönste Buch dieses Abends - diese Liebe, diese Andacht, diese Sorgfalt, mit der Fabre auf die Tierwelt zugegangen ist! Ich fand es großartig, es ist ein richtiger Roman!«
Iris Radisch, Schweizer Fernsehen, 19. Oktober 2010


»Der besondere Reiz an diesem Buch besteht darin, dass es ein Ausflug in eine Zeit ist, in der das Empirische noch das Romantische war. Und man im Romantischen sich am Empirischen erfreuen konnte.«
Richard David Precht, Schweizer Fernsehen, 19. Oktober 2010


»Es öffnet einem die Augen, es öffnet einem die Ohren, man beginnt zu denken, man beginnt sich zu überlegen, man beginnt zu staunen.«
Barbara Villiger Heilig, Schweizer Fernsehen, 19. Oktober 2010


»Dieses Buch lehrt uns eigentlich mit den Händen, vielleicht nicht gerade zu sehen, wie bei Fabre kommt, sondern immerhin mit den Händen zu blinzeln und diese ganze Welt, die uns umsummt und umrauscht, einmal wahrzunehmen.«
Stefan Zweifel, Schweizer Fernsehen, 19. Oktober 2010


»Es sind Erzählungen, gemischt aus wissenschaftlichen Beobachtungen, kuriosen Begebenheiten, phantastische Landschaftsschilderungen und Beschreibung des menschlichen Lebens. Alles von einem unwiderstehlichen Erzähler geschrieben, wo die Lektüre eines solchen Buches aus einer Gefängniszelle einen Ort des Paradieses macht.«
Andreas Schüller, Laterne, Nr.1/2011


» ... ein unvergessliches Meisterwerk. Schon rein äußerlich ist es ein überaus ansprechendes, ganz dem Inhalt angemessenes Buch. Passend, weil sehr einfühlsam, sind auch die zarten Zeichnungen von Christian Thanhäuser. Vor allem aber besticht die Übersetzung von Friedrich Koch. Koch ist es gelungen, Fabres Erzählkunst im wahrsten Sinne des Wortes zu „übertragen“. Es ist eine Freude, den ersten Band in Händen zu halten und es ist ein Genuss, darin zu lesen. Jedes Kapitel ist eine Überraschung, jedes Kapitel eröffnet eine neue Sicht auf den Ideenreichtum der Natur.«
E.P., Berichte des Naturwissenschaftlichen Vereins für Schwaben e.V., 2010


»Fabres genaueste Beobachtungen hatten ihn nie dazu verleitet, seine Erkenntnisse in einer trockenen wissenschaftlichen Abstraktion darzustellen. Seinen Darstellungen wohnt eine eigentümliche Atmosphäre inne. Es ist aus jene Mischung von wissenschaftlicher Kenntnis und plastischer, ja poetischer Darstellung des Beobachteten, die den Leser in ihren Bann zieht. Es ist dem Matthes & Seitz Verlag zu danken, dass er sich der Bergung des Werkes von Jean-Henri Fabre widmet. Mit dem ersten Band wurde bereits eine eindrucksvolle Markierung gesetzt.«
Volker Strebel, Ostragehege, 2010


»Fabres Texte bieten nicht nur eine Fülle wissenswerter Fakten aus dem Reich der Insekten, sondern auch großen Lesegenuss. Kann Wissenschaft nur korrekt sein, wenn sie nüchtern und ohne subjektive Färbung Zahlen und Fakten versammelt? Ist Wahrheit umso wahrer, je weniger persönliches Engagement? – soll man sagen: Seele – in ihr steckt? Fabre wusste, dass ForscherInnen immer tief mit drin stecken in der Forschung, dass es keine Fakten ohne Menschen gibt. Das war keine Verirrung, kein systematischer Fehler. Das war, wenn man so will, seine ureigene literarisch-wissenschaftliche Weisheit.«
Roland Fischer, WOZ, 25. November 2010


»Jean-Henri Fabre war nicht nur Autodidakt und ein genialer Entomologe (Insektenforscher), sondern auch akribischer Wissenschaftler, Humanist, Poet, Philosoph, Künstler. Als Leser fiebert man mit ihm und sieht sich förmlich neben ihm durch seinen Versuchsgarten kriechen, die sengende Sonne im Rücken, die betäubende Musik der Grillen und Zikaden in den Ohren.«
KommBuch.com, 2010/2011


»Dass diese detailreiche, dramatische und gewaltgetränkte Schilderung noch heute, mehr als einhundert Jahre nachdem Jean-Henri-Fabre (1823-1915) sie zu Papier brachte, spannend zu lesen ist, verdankt sich der Sprache des Südfranzosen, der sich, in eine arme Bauernfamilie geboren, zäh zum Lehrer für Mathematik und Physik hocharbeitete und als Autodidakt viele Jahrzehnte dem Studium der Insekten widmete. Dem Fabre, von seinen Zeitgenossen, dem Romancier Victor Hugo zum „Homer der Insekten“ promoviert und von Charles Darwin als „observateur inimitable“, als unnachahmlicher Beobachter gepriesen, schrieb seinen entomologischen Erinnerungen in einer Sprache, die biegsam und farbig ist, voller pittoresker Einzelheiten, unterhaltsam, lebendig, stets dem Konkreten verhaftet, frei von abstrakter Verstaubtheit oder akademischer Verschraubtheit. Nun startet der Matthes & Seitz Verlag das bewundernswert wagemutige Unternehmen, Fabre in der Übersetzung des Pfarrers und Entomologen Friedrich Koch vollständig zu präsentieren. Vollständig heißt: in zehn bibliophil anmutenden Bänden, sorgfältig editiert, in echtes Leinen gebunden, gut gedruckt auf leicht gelblichem, den Augen angenehmen Papier und versehen mit etwas fusselig reproduzierten Federzeichnungen Christian Thanhäusers aus Ottersheim an der Donau.«
Alexander Kluy, Buchkultur, Oktober/November 2010


»Man muss die ersten Seiten von Jean-Henri-Fabres ›Erinnerungen eines Insektenforschers‹ lesen, und man ist drin im einzigartigen Fabre-Sound.«
ZOÓN, September/Oktober 2010


»Über die Grabwespe, den Mistkäfer, die Gottesanbeterin oder die Spinne gelangen ihm literarische Insektenportraits, die zu den schönsten und einfühlsamsten, aber auch genauesten Tierbeobachtungen zählen, die je geschrieben wurden.«
Johannes Fröhlich, Singener Wochenblatt, 10. August 2010


»Unter Fabres Anleitung verwandelt sich jede Wiese in einen phantastischen Dschungel voller exotischer Wesen, die sich zum Kampf ums Dasein mit prachtvollen Rüstungen, schrecklichen Waffen und perfiden Tricks gewappnet haben.«
Ulrich Baron, Spiegel Online, 30. Juli 2010


»Selbst wer sich bisher nicht unbedingt für Prachtkäfer oder Mörtelbienen begeistert hat, wird verzaubert sein von seinen minutiösen Beobachtungen und Reflexionen über die Natur (über die er [Fabre] immer wieder mit Charles Darwin stritt). Mehr noch aber von Farbres lustvoller Fabulierkunst, die Wissenschaft zur Poesie werden lässt. Zehn Bände sollen seine Erinnerungen am Ende umfassen- schon im ersten eröffnet sich ein ganzer Kosmos dessen, was sonst häufig übersehen wird.«
Das Magazin, Juli/August 2010


»[T]his book is certainly one of a kind: a compelling study of all kinds of critters and crawlers, a testament to dedication and passion, a literary work taking its readers into incredible realms and an ode to the beauty of life. What’s even better: it makes you want to read the other nine parts of Fabre’s Souvenirs Entomologiques series, also to be released by Matthes & Seitz soon.«
Lodown Magazine, August/September 2010


»Eines der literarisch reizvollsten Bücher dieser Saison. Fabre geht mit Insekten so zart, neugierig und liebevoll um wie mit seinen Freunden. Warum bleibt man diesem Fabre lesend so lange treu? Weil er nicht scheinüberlegen fertiges Wissen vermittelt, sondern Wissen in tastender Enträtselung erst sucht. Wir erleben das Drama des Forschers, verdoppelt durch das Drama der Insekten, verdreifacht durch die Kunst eines fabelhaften Erzählers.«
Andreas Isenschmid, NZZ am Sonntag, 04. Juli 2010


»Fabre gilt als der Wegbereiter der Verhaltensforschung. Mit großer Geduld und Hingabe, mit beispiellosem Einfühlungsvermögen beobachtete er in der Einsamkeit der Provence viele Dutzend Arten von Insekten. Dass er im Geistesleben Frankreichs präsent geblieben ist und zum literarischen Kanon zählt, verdankt er der großen poetischen Kraft seiner Naturbeobachtungen.«
Gilbert Brockmann, ADIZ – die Biene, August 2010


»Möge, wer Lust hat auf die Poesie der Insektenwelt, auf Gedanken über Vernunft und Unvernunft und auf die Raffinesse tierischer Instinkte zu den ›Erinnerungen eines Insektenforschers‹ greifen und eintauchen in die Welt des Jean- Henri Fabre. Seine Souvenirs lesen sich wie ein Krimi!«
Brigitta Hochuli, thurgaukultur, 28. Juli 2010


»Nun aber liegt der erste Band einer Ausgabe (der ›Erinnerungen eines Insektenforschers‹) vor, die bis zu Fabres hundertstem Todestag 2015 vollständig in zehn Bänden präsentieren soll. Und weil es bei diesem Autor tatsächlich auch auf den langen epischen Atem ankommt, können deutsche Leser jetzt herauszufinden suchen, warum dieser erzählende Naturgeschichtler gegen Ende seines Lebens sogar als Kandidat für den Literaturnobelpreis ins Spiel gebracht wurde. Für heutige Leser mag es ohnehin unvermeidlich sein, die im engeren Sinne literarischen Qualitäten abseits der seinerzeit durchaus bahnbrechenden Einsichten in das Verhalten von Insekten zu würdigen.«
Helmut Mayer, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19. April 2010


»Von Insekten kann man Beharrlichkeit lernen, bestätigt Friedrich Koch aus Dinkelsbühl, Pfarrer im Ruhestand, der Fabres großes Werk jetzt geduldig übersetzt [hat]. Vor 25 Jahren war er zufällig auf einen Band mit ausgewählten Schriften des Insektenforschers gestoßen, und weil er danach unbedingt mehr von ihm lesen wollte, bestellte er sich die französischen Ausgaben, da das komplette Werk auf Deutsch nicht zu haben war. Erst Koch hat sich daran gemacht, die gesamten ›Souvenirs Entomologiques‹ zu übersetzen - und das ohne vorher Französisch gekonnt zu haben. Doch Fabre zu lesen macht Spaß, kein trockener Wissenschaftstext, sondern Erlebnisberichte aus der wundersamen Welt der kleinen Insekten. Eine Wiederentdeckung!»
Angelika Kellhammer, Br- Online, 22. Juli 2010


»Wissenschaftlich mag Fabres beglückendes Werk stellenweise überholt sein, an Genauigkeit, Eleganz und Liebe ist seine naturgeschichtliche Prosa unübertroffen. [Ein] schön gemachte[s] Buch«.
Jürgen Holwein, Stuttgarter Nachrichten, 17. Juli 2010


»Das liest sich – anders als moderne Forschungsberichte – nicht nur wie Literatur, das ist Literatur. Matthes & Seitz hat mit der vollständigen Publikation der ›Erinnerungen‹ begonnen. Bis 2015, zum 100. Todestag Fabres, sollen die zehn Bände vorliegen. Vielleicht hat sich das Warten gelohnt, denn nach dem ersten Band darf, was die Übersetzung betrifft, von einem Glücksfall, von einer kongenialen Arbeit gesprochen werden.«
Meinrad Buholzer, Schaffhauser Nachrichten, 9. Juli 2010


»Schicht um Schicht gräbt sich Sherlock Fabre mit Skalpell und Experiment voran. [E]r lässt sich vom Gegenstand seines Forschens in den Bann ziehen und zieht seine Leser in den Bann. Man wird ganz wehmütig. [Fabre] war eine Ausnahmeerscheinung, auch mit seinem Schreibtalent, von dem nun die erste größere Probe auf Deutsch vorliegt, fein übersetzt von einem Amateur-Entomologen, der sich auch sein Französisch autodidaktisch angeeignet hat, dem Landpfarrer Friedrich Koch.«
Jürgen Langenbach, Die Presse (Spectrum), 3. Juli 2010


»So präzise seine Aufzeichnungen sind, so scharfsinnig er Verhaltensgesetze erkannte – Fabre verfügte auch über einen philosophisch inspirierten Blick auf das Ganze, auf den rätselhaften Zusammenhang der Dinge. Und er hatte literarisches Talent. Mit seinem Hauptwerk gelang dem Naturforscher etwas Einzigartiges: ein Epos der Entomologie. Und am Ende seines Lebens schlug man ihn sogar zweimal, 1911 und 1913, für den Literaturnobelpreis vor. Das alles wäre wohl weitgehend vergessen geblieben, hätte nicht der Berliner Verlag Matthes & Seitz jüngst den ersten Band der ›Souvenirs Entomologiques‹ herausgebracht – kongenial übersetzt von Friedrich Koch, einem pensionierten Landpfarrer und Entomologen aus dem fränkischen Dinkelsbühl, unaufdringlich illustriert von dem Linzer Künstler und Verleger Christian Thanhäuser.«
Bernhard Viel, Wiener Zeitung, 3. Juli 2010


»Seine Beobachtungen und Erkenntnisse verarbeitete [Fabre] auf tausenden Seiten zu einer epochalen naturgeschichtlichen Prosa. Der Leser schaut an, was Fabre anschaut. Er sitzt neben dem Forscher im Sand und sieht, wie eine Grabwespe ihre Lanzette mitten ins Nervenzentrum des Rüsselkäfers bohrt. Niemals kommt Zweifel auf, dass hier ein Wissenschaftler am Werk ist. Aber glücklicherweise einer, der die immanente Kälte der genauen Beobachtung nie über die Bewunderung, ja, die Liebe und manchmal auch die Abneigung zum beobachteten Objekt stellt. Jean-Henri Fabre hinterlässt uns ein großartiges Werk, ein umfassendes Sittenbild der Insekten, erzählt in einer wunderbar poetischen Sprache. Die Geschäfte der Insekten sind unversehens zu eigenen atemberaubenden Abenteuern geworden.«
Ursula Fricker, der Freitag, 1. Juli 2010


»(E)infühlsame, aber auch äußerst genaue Tierbeobachtungen, die bis auf den heutigen Tag nichts von ihrem Reiz verloren haben und uns voller Faszination an die Schönheit der Natur und den Reichtum der Schöpfung heranführen. Mit seinen Erinnerungen ist Fabre ein Monument für die Meisterwerke der Natur gelungen. Ein Buch der liebevollen Zuneigung.«
Grassl/Pütz, Frankreich Magazin, Sommer 2010


»Vielleicht steht Fabres Werk jetzt auch in Deutschland eine Renaissance bevor, denn seine ›Erinnerungen eines Insektenforschers‹ sind jetzt neu übersetzt auf Deutsch erschienen. Es ist nicht nur eine Beschreibung der üblichen Art und Weise wie sich diese Kleintiere bewegen, sondern [Fabre] ist jemand der diese Begeisterung übertragen kann auf seine Leser. Ein ganz besonderer Schriftsteller, eine unglaubliche Subtilität in der Beschreibung dieser Kleinstlebewesen.«
Anette Kührmeyer/Ralph Schock, SR 2 Kulturradio, 26. Juni 2010


»[S]o hervorragend gesetzt ist der erste, soeben erschienene Band, so ausgezeichnet liegt er mit seinem rauen Umschlagpapier in der Hand und so wunderbar dezent schmiegen sich die Illustrationen dem Text an, diese allerfeinsten Zeichnungen von Fühlern, Beißzangen, winzigen Härchen. Hier, in der Ausgabe des Matthes & Seitz-Verlages, wird das Wunder der Druckkunst noch einmal greifbar und offensichtlich. Jean-Henri Fabre beherrscht die Kunst der spannenden und anschaulichen Darstellung, wie nur wirklich große Schriftsteller sie beherrschen. Beim Lesen der ›Erinnerungen‹ entsteht niemals der Eindruck trockener Wissenschaft, vielmehr meint man wie ein kleines Kind die Welt ganz neu zu entdecken. [E]in sowohl mitfühlender als auch spannender Roman aus der uns auch in der Großstadt umgebenden Welt der Insekten.«
Tobias Lehmkuhl, WDR 5, 19. Juni 2010


»Einerseits ist es eine wohlüberlegte Komposition von epischen Ausmaßen, andererseits gewinnt diese, wie bei Homer, ihr Leben aus den plastisch vorgeführten Einzelheiten. Fabre bietet nie fertige Resultate im Stil eines Lehrbuchs. Er lässt miterleben, wie er mit detektivischen Methoden zu einem Ergebnis kommt, kann aber seine Beobachtungen, Überlegungen und Maßnahmen auch so spannend wie in einem Detektivroman erzählen. [E]in seltenes Zusammenspiel, in dem der Wissenschaftler und der ganze Mensch gleichermaßen zu Wort kommen.«
Ernst Erhard, Funkfeuer Dinkelsbühl, Juni 2010


»Niemand hat Insektenkunde und Literatur so eindringlich zu vereinen gewusst wie der Franzose Jean-Henri Fabre. Er war ein Pionier der Verhaltensforschung, der auf anschauliche Weise zeigte, dass den Insekten ihre Lebensweise, ihre Jagd- und Brutpflegetechnik ebenso angeboren ist wie Flügel und Fühler. Das erscheint zunächst als keineswegs verwunderlich. Man weiß ja, dass Bienen Nektar und Mücken Blut saugen, doch solchen laienhaften Verallgemeinerungen stehen unzählige Beispiele kaum fassbaren Spezialistentums entgegen. Wer die Natur verstehen, wer Kindern die Natur nahebringen will, ist bei diesem Autor in besten Händen. Auf die restlichen neun Bände dürfen nicht nur Insektenfreunde gespannt sein.«
Ulrich Baron, Rheinischer Merkur, 17. Juni 2010


»Fabre ist nicht nur Forscher mit der erforderlichen wissenschaftlichen Akribie und Detailbesessenheit, sondern vor allem auch ein Beschreibungskünstler und leidenschaftlicher Erzähler. Seine ›Erinnerungen‹ umfassen zehn Bände, von denen nun endlich – mit 130-jähriger Verspätung – der erste auf Deutsch erschienen ist. Der Verlag Matthes & Seitz wagt sich an die überfällige Gesamtausgabe dieses wunderbaren Werkes, das hierzulande bisher nur in Auszügen zugänglich war. Fabre feiert das Leben in seiner Vielfalt und wunderbaren Komplexität und bestaunt die filigrane Konstruktion der Insektenleiber. Er interessiert sich für die Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum. Seine ›Erinnerungen‹ sind eine literarische Kostbarkeit und ein großes Lesevergnügen. Wer den ersten Band ausgelesen hat, freut sich schon auf das Erscheinen des nächsten.«
Jörg Magenau, Deutschlandradio Kultur, 27. Mai 2010


»In der Tat ist Fabre ein unübertroffener Beobachter. Und ein brillanter Autor dazu.«
Walter Titz, Kleine Zeitung, 08. Mai 2010


»Der heute vorgestellte erste Band macht schon Lust auf das Ganze. Jean-Henri Fabre nun als Leser auf den vielen überraschenden Streifzügen seines Sehens und Denkens begleiten zu können, ist ein großes und lohnenswertes Vergnügen.«
Helmut Mörchen, Deutschlandfunk Büchermarkt , 29. April 2010


»Fabre macht glücklich.«
Alexander Kissler, Süddeutsche Zeitung, 20. April 2010


»[E]in famoser Erzähler und versierter Schriftsteller. Farbres Buch ist eine Hommage an die belebte Natur, in ihr und mit ihr fühlte er sich zuhause.«
Werner Fletcher, sandammeer.at, 20. April 2010


»Endlich ist es soweit! Fabre schrieb so mitreißend, dass er auch heute noch mühelos den Leser in die heiße Kammer seiner abenteuerlichen Entdeckungen zieht. Selten habe ich mich heftiger in die Vergangenheit zurückgewünscht, in eine Zeit, in der es noch keine albernen Designmöbel gab und die Menschen frei von medialen Bilderfluten sich auf ihr eigenes Können, ihr eigenes Gedächtnis und ihre eigenen Augen verlassen mussten.«
Sibylle Lewitscharoff, DIE ZEIT, 08. April 2010


»Fabre schickt seine Leser auf literarische Insektensafaris, auf Reisen, wie man sie von Gulliver und anderen unglaublich geschrumpften Männern und Kindern kennt. Für die deutsche Ausgabe hat Christian Thanhäuser dazu Zeichnungen beigesteuert, die den Eindruck erwecken, sie würden gleich zu summen beginnen oder davonkrabbeln.«
Ulrich Baron, Welt am Sonntag, 07. März 2010


»Wenn einem Gelehrten des 19. Jahrhunderts die Ehre der Pantheonisierung gebührte, dann diesem genialen Mann, der die schönste und ergreifendste naturgeschichtliche Prosa geschrieben hat, die je Tinte und Papier gesehen hat. Seine Prosa ist von solch heiterer Klarheit und poetischem Reichtum, dass Fabre für den Literaturnobelpreis vorgeschlagen wurde.«
Manfred Schneider, Literaturen, Januar/Febuar 2010