Feinheit des Geistes rührt von Niedertracht

Feinheit des Geistes rührt von Niedertracht
Feinheit des Geistes rührt von Niedertracht

Reihe: Französische Bibliothek Bd. 007
160 Seiten, Gebunden mit Schutzumschlag

Übersetzung: Gernot Krämer

Erschienen: 2008
Verlag: Matthes & Seitz Berlin
ISBN: 978-3-88221-702-5
Preis: 17,80 €

Bosheiten – Spitzfindigkeiten – Klugheiten

Mit Melancholie und ätzendem Spott reagierte der Fortschrittsskeptiker Barbey d’Aurevilly auf den Untergang der christlich-feudalen Welt und auf die beginnende Moderne. Seine Aphorismen sind provozierend unzeitgemäß, doch zeitlos elegant. Witzige, originelle, treffende Formulierungen sind Barbey d’Aurevilly nur so zugeflogen. Der große Dandy und Plauderer unterhielt ganze Salons damit. Einen Eindruck von dieser Gabe vermitteln seine Aphorismen, die hier zum ersten Mal auf Deutsch erscheinen. Sie kreisen um seine großen Themen: Liebes- und Lebenslügen, gesellschaftliche Codes und Abgründe, Dandytum, die Einsamkeit des Künstlers, seine Selbstinszenierungen und seine Masken. Die Waffe dieses Unangepassten war das Wort: »Bücher muß man mit Büchern bekämpfen, wie Gifte mit Gegengiften; würde unsereins sonst schreiben?« »Von dieser Sammlung von Aphorismen geht etwas Bezwingendes aus: Man liest, hält inne. Betrachtet Ideen wie kostbare Bilder, darin eröffnen sich neue Welten, glasklar.Es gelang ihm vortrefflich, die Menschen zu schockieren, nur eines blieb ihm, zum Glück, verwehrt: Das schönste Schicksal: Genie haben und unbekannt sein.« Susanne Mayer in »Die Zeit« am 3.April 2008

Pressestimmen

»Von dieser Sammlung von Aphorismen geht etwas Bezwingendes aus: Man liest, hält inne. Betrachtet Ideen wie kostbare Bilder, darin eröffnen sich neue Welten, glasklar.Es gelang ihm vortrefflich, die Menschen zu schockieren, nur eines blieb ihm, zum Glück, verwehrt: ›Das schönste Schicksal: Genie haben und unbekannt sein.‹«
Susanne Mayer, Die Zeit, 3. April 2008


»Mit seinen Angriffen auf die moderne Zeit und das moderne, egalitäre Denken eckt er heute noch genauso an wie damals. Gerade die humorvolle, geistreiche Art der Darstellung verleiht dem Werk Barbeys seine Brillanz und macht die Auseinandersetzung zu einem echten Genuss.«
Georg Alois Oblinger, Die Tagespost, 3. Mai 2008


»Die drei kleinen Sammlungen zeigend den Autor als witzigen und mitunter skurrilen, jedoch im deutschen Idealismus fest verankerten Denker.«
Manfred Papst, NZZ am Sonntag, 27. April 2008


»Jules Barbey d`Aurevilly(1808-1889) konnte sehr genau hinsehen und noch genauer formulieren. Es gibt eine Reihe Aphorismen, deren Scharfäugigkeit nur noch übertroffen wird von der Meisterschaft, mit der es der Autor verstand, das von ihm Erblickte zu formulieren.«
Arno Widmann, Frankfurter Rundschau, 1.August 2008


»Die Auswahl von Aphorismen, Notaten, Gedankensplittern und Zitaten aus Barbeys Werken sind anregend, ungerecht, ärgerlich. Ungemein elegant und grazil. Furios und scharf und beleidigend. Funkelnd und verdunkelt vor Schmerz und Wut über Frauen, Fortschritt und den ihm hundsföttisch erscheinenden Journalismus.«
Alexander Kluy, Rheinischer Merkur, 21. August 2008


»Seine Aphorismen sind provozierend unzeitgemäß, doch zeitlos elegant.«
Deutschlandradio Kultur, kurz und kritisch


»Dass es solche Bücher noch gibt… Ein Buch voller Aphorismen: Geistvolle Feinheiten, bitterböse Polemiken, beißender Spott… Ein Buch zum Blättern, zum Verweilen, zum Innehalten, zum Nachdenken, zum Freuen und zum verständnislosen Kopfschütteln.«
Michael Knoll, Glanz&Elend, 20. November 2008


»Dass seine Aphorismen über Geschichte, Politik und Ruhm, über Höflichkeit, Eigenliebe und Frauen erstmals in (tadellosem) Deutsch vorliegen, ist zweifelsohne zu begrüssen.«
Steffen Richter, Neue Zürcher Zeitung, 5. März 2009