Fliegen
Buch

Fliegen

Ein Portrait

140 Seiten, gebunden
Illustration: Falk Nordmann
Preis: 20,00 €
Kaum ein Lebewesen ist uns so lästig wie die Fliege; wo sie auftaucht, stört sie und legt dabei noch eine bemerkenswerte Penetranz an den Tag. Kein Wunder, dass sich seit der Antike gegen diese wehrlosen Insekten eine regelrechte Verdammungsliteratur etabliert hat, die am liebsten jeder Fliege etwas zuleide tun würde. In seiner Kulturgeschichte des scheinbar überflüssigen Insekts zeigt Peter Geimer seinen erstaunlichen Facettenreichtum, von der Faszination für seinen besonderen Sehapparat in Film-, Fernseh- und Fotografiegeschichte über seinen Auftritt in der Malerei bis hin zu seiner zentralen Rolle für die Erforschung der Gene. Angesichts dessen stellt sich die Frage, warum wir die Fliege dennoch mit solch einem Furor ablehnen, umso dringlicher. Ein Verdacht drängt sich auf: Möglicherweise neiden wir ihr ihre stoische Unbekümmertheit und ahnen insgeheim, dass wir ihr wohl gleichgültiger sind als sie uns.
Buch
ISBN: 978-3-95757-617-0
Verlag: Matthes & Seitz Berlin
Veröffentlicht: 2018
Reihe: Naturkunden Bd. 045
Originaltitel: Fliegen (Deutsch)
Schlagworte: Fliege, Fotografie, Tiere, Epigenetik, Insekten, Tier-Mensch-Verhältnis, Malerei, Unbehagen, Vernichtung

»Liebevoll schildert der Autor die unerwartet reiche Geschichte eines Insekts, das uns vor allem nervt.«
– Daphne Tokas, Literaturkritik

»Es ist erstaunlich, wie viele spannende und unterhaltsame Fliegengeschichten der Autor in diesen kleinen, dazu noch schön bebilderten Band gepackt hat.«
– Joachim Ringleb, Informationsmittel für Bibliotheken

  • Peter Geimer

    Peter Geimer, 1965 geboren, ist Kunsthistoriker und beschäftigt sich u. a. mit der Geschichte und der Theorie der Fotografie, mit Historienmalerei und Film. Nach akademischen Stationen in Zürich und Bielefeld ist er seit 2010 Professor für Neuere und Neueste Kunstgeschichte an der Freien Universität ... mehr

  • Judith Schalansky

    Judith Schalansky, 1980 in Greifswald geboren, studierte Kunstgeschichte und Kommunikationsdesign und lebt als freie Schriftstellerin und Buchgestalterin in Berlin. Sowohl ihr Atlas der abgelegenen Inseln als auch ihr Bildungsroman Der Hals der Giraffe wurden von der Stiftung Buchkunst zum »Schönsten deutschen Buch« gekürt. Für ihr Verzeichnis einiger Verluste erhielt sie 2018 den Wilhelm-Raabe-Preis. Seit dem Frühjahr 2013 gibt sie die Reihe Naturkunden heraus.

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