Fremd gewordenes Land

Streifzüge durch Frankreich

Fremd gewordenes Land
Fremd gewordenes Land
Streifzüge durch Frankreich

464 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag

Übersetzung: Riehle Andreas

Erschienen: 2017
ISBN: 978-3-95757-459-6
Preis: 28,00 €
Auch erhältlich als ... Ebook

In seinem philosophisch-literarischen Großessay führt Bailly die Beobachtungen und Reflexionen aus seinen Reisen auch in entlegene Gegenden Frankreichs zusammen, immer mit dem Ziel, die Identität der Republik zu erfassen und die in ihr gespiegelte Landschaft und Gesellschaft auf seine Weise zu kartografieren. Landschaftsbuch, Soziogramm und Reportage in einem, führt er uns von einer Fabrik für Fischernetze im alten Bordeaux zu Rodins Atelier in Meudon, von einem Karpfenteich in Fontainebleau, an dem Franz I. schon spielte, bis zu einem Gehöft in Roche, das 1918 von Deutschen gesprengt worden war. Bailly lässt sich führen und verführen von Leuten und Flüssen, Geschichten und Geschichte und legt ein buntes Mosaik des heutigen Frankreich.

Pressestimmen

»Mit seinem bewusst Abstand nehmendem Blick entwirft der französische Autor auf sympathische und überzeugende Weise ein Frankreich der unerschöpflichen Vielfältigkeit und Offenheit in Abgrenzung zur heute verbreiteten Neigung, Zugehörigkeit auf einfache Formeln zu reduzieren.«
– Angela Gutzeit, Deutschlandfunk
 
»In seinem philosophischliterarischen Großessay lässt er den Leser mit Detailblick seinem Gedankenfluss folgen.«
– Barbara Breuner, ekz.bibliotheksservice
 
»Andreas Riehle [...] hat Baillys Buch hervorragend übersetzt. Man braucht nur die ersten Seiten zu lesen, um den Enthusiasmus in Hanns Zischlers Nachwort zu verstehen. Es gibt in der Frankreichliteratur kein Buch, das mit Baillys ›Dépaysement‹ vergleichbar wäre; unvergleichlich ist es in der Präzision der Landschaftsschilderungen, der Augen öffnenden Verbindung von Geografie und Geschichte, der Präzision der Spurensuche und der stets überraschenden aber unangestrengten Originalität der Perspektiven.«
– Wolf Lepenies, Die Welt
 
»Baillys Prosa atmet [...] eine Poesie, die auch in der Übersetzung grenzenlos wirkt.«
– Harald Loch, Badische Zeitung
 
»Ein Bataillon mal mehr, mal weniger bekannter großer und gelehrter Namen lässt er Revue passieren. Immer wieder gelingen ihm feine Schilderungen jener Momente, in denen er sich ›wie ein Gestrandeter‹ fühlt, wie ein Fremder im eigenen Land.«
– Alexander Kluy, Der Standard
 
»In Baillys klugen, teils mäandernden Gedankengängen und sich netzartig ausbreitenden Satzgefügen wird alles mitgedacht: Vergangenheit und Gegenwart, Möglichkeitsräume und Verdichtungen, die Gegenstände und Orte offenbaren.«
– Ulrich Rüdenauer, Saarbrücker Zeitung